IfKom begrüßen Mobilfunkstrategie der Bundesregierung

IfKom e. V. begrüßt den vom BMVI vorgelegten 5-Punkte-Plan sowie die darauf aufbauende Mobilfunkstrategie für Deutschland.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) begrüßt den vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vorgelegten 5-Punkte-Plan sowie die darauf aufbauende Mobilfunkstrategie für Deutschland. Aus Sicht des Ingenieurverbandes muss es neben dem Aufbau des 5G-Netzes richtigerweise auch um die Netzabdeckung im 4G-Netz (LTE) gehen, das derzeit sowohl im ländlichen Raum aber auch in städtischen Bereichen zu viele Funklöcher aufweist. Zwar sind heute 90 Prozent der Fläche mit 4G abgedeckt, jedoch nicht an jeder Stelle von jedem Netzbetreiber. Ein Vertrag zwischen dem BMVI und den Netzbetreibern sieht vor, bis Ende 2021 in jedem Bundesland 99 Prozent der Haushalte mit LTE zu versorgen. Weitere Maßnahmen der Mobilfunkstrategie sind Fördermodelle oder Weiße-Flecken-Auktionen. Die Mobilfunkstrategie befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung zwischen den Bundesministerien und soll in Kürze verabschiedet werden.

Aus Sicht der IfKom sind alle geeigneten Maßnahmen einzusetzen, die zu einer Flächendeckung im 4G-Netz führen, zumal die Infrastruktur des 4G-Netzes die Grundlage für den Roll-out des neuen Mobilfunk-Standards 5G bildet.

Um den Mobilfunkausbau im 5G-Netz voranzubringen, sind aus technischen Gründen mehr Mobilfunkstandorte als derzeit vorhanden aufzubauen. Der neue Mobilfunkstandard verwendet höhere Frequenzbänder, deren Reichweite geringer ist als bei den herkömmlichen Frequenzen. Die gesundheitlichen Gefahren sollen nach jetzigen Erkenntnissen nicht ansteigen, denn die 5G-Technik verwendet niedrigere Sendeleistungen, Beamforming und Network-Slicing, um zielgerichtet Funkkontakt zwischen dem Sendemast und dem Endgerät herzustellen. Beamforming wird durch aktive Antennensysteme erreicht, mit deren Hilfe nur eine schmale Abstrahlkeule zwischen Sender und Empfänger entsteht, Network Slicing schafft quasi getrennte virtuelle Netze für spezifische Anforderungen, denn nicht alle Nutzer benötigen z. B. niedrige Latenzzeiten.

Um den weiteren Ausbau des Mobilfunks zu beschleunigen, müssen nach Meinung der IfKom die Genehmigungsverfahren vereinfacht werden. Dies gilt sowohl für Mobilfunkstandorte als auch für die Anbindung dieser Stationen mit Glasfaserleitungen. Die geplante Nutzung von Grundstücken des Bundes und der Deutschen Bahn können hilfreich sein. Dennoch werden diese Maßnahmen für eine Flächendeckung nicht ausreichen. Die IfKom sprechen sich dafür aus, die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und für die Glasfaseranbindungen auch alternative Verlegemethoden wie Trenching oder oberirdische Linien zuzulassen.

Außerdem sollten die Netzbetreiber noch stärker auf Infrastruktur-Sharing setzen. Im Unterschied zum Roaming, bei dem beim Netzbetreiber-Wechsel eine neue IP-Adresse vergeben werden muss, kann beim Infrastruktur-Sharing die Verbindung stets zum eigenen Netzbetreiber aufgebaut werden. Durch Co-Network-Sharing senden beispielsweise die Basisstationen die Kennungen aller Netzbetreiber aus. Die Mobilfunkbetreiber teilen oder poolen das gesamte dort anliegende Frequenz-Spektrum. Die Verbindung wird dann durchgängig zum Kernnetz des eigenen Netzbetreiber aufgebaut und gehalten. Aus Kundensicht ist diese technische Lösung vorteilhaft, da sie unterbrechungsfrei und ohne Wechsel der IP-Adresse möglich ist. Auch für die Mobilfunk-Betreiber entstehen Vorteile, da der Abstimmungsaufwand untereinander deutlich geringer ist als beim Roaming.

Neben der Umsetzung der Mobilfunkstrategie der Bundesregierung halten die IfKom im Hinblick auf eine schnelle, flächendeckende Bereitstellung eines hochleistungsfähigen Netzes Kooperationen zwischen den Netzbetreibern bzw. Frequenzinhabern für dringend erforderlich und zielführend. Ebenso müssen die Länder und Kommunen den Netzausbau unterstützen.

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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Buchankündigung: Handbuch IoT erscheint im Oktober – Gastautoren aus Wissenschaft und Wirtschaft willkommen

Oktober 2018: Die TREND-REPORT-Redaktion veröffentlicht mit dem “Handbuch Internet of Things” das vierte Werk der hauseigenen Open-Content-Reihe.

BildDas IoT ermöglicht die automatische Übertragung von Zustandsdaten realer Dinge in die virtuelle Welt, um dort weiterverarbeitet zu werden. Solche Daten können beispielsweise Informationen über die aktuelle Nutzung, den Verbrauch, aber auch über besondere Umweltbedingungen am Ort des “Things” sein. In einem IoT-Netzwerk kommunizieren auf diese Weise mehrere Dinge miteinander und weisen sich gegenseitig Aufgaben zu.

Das “Handbuch Internet of Things'” stellt Unternehmen die Konzepte rund um Smart Services und Plattformökonomie vor. Journalisten und Gastautoren aus Wissenschaft und Wirtschaft beschreiben hierzu etablierte Geschäftsmodelle und deren Auswirkungen auf Industrie und Gesellschaft. Die Autorengemeinschaft stellt innovative Entwicklungen und deren Anwendungspotenzial sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich vor und bietet neue Lösungs- und Denkansätze um IoT-Technologien gewinnbringend einzusetzen.

Das “Handbuch Internet of Things” wird mit einer Startauflage von 2.000 Exemplaren im ersten Oktober 2018 am deutschen Markt erscheinen.

Open-Content-Redaktionskonzept:

Das innovative Open-Content-Redaktionskonzept nutzt die Creative-Commons-Lizenz, um ein wirklich gemeinfreies und nachhaltiges Werk zu schaffen. Es ermöglicht dabei nicht nur den Autoren selbst, die Inhalte jederzeit zu überarbeiten und zu ergänzen. Die Nutzungsrechte werden an die Allgemeinheit abgetreten und die Texte kostenlos, uneingeschränkt und ohne “Schranken” zur Weiterverwendung bereitgestellt. So werden Multiplikatoren wie Journalisten, Blogger und Dozenten in die Lage versetzt, die Texte unproblematisch zu nutzen und eine virale Verbreitung über alle Kanäle wird erleichtert.
Die Quelle bzw. der Urheber und die Lizenz müssen dabei stets angegeben werden.

Handbuch Handel mit Zukunft

Bereits im Mai erschien mit dem Handbuch Handel mit Zukunft das dritte Werk der Open-Content-Reihe. Unter https://handbuch-handel.de/ steht das Buch sowohl als E-Paper als auch als Download zur Verfügung. Hinsichtlich Gestaltung und Einbindung verfolgt das Handbuch IoT ein analoges Konzept.

Gastautoren gesucht

Gastautoren sind herzlich eingeladen an dem Werk mitzuarbeiten. Weitere Informationen zum Werk und den Partizipationsmöglichkeiten finden sich auf der Projektseite: Weitere Informationen unter: https://www.handbuch-iot.de/

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IfKom: Digitale Transformation erfordert Breitbandausbau auch auf dem Land!

Die Digitalisierung ist auch auf dem Land fortgeschritten. Die Breitband-Infrastruktur darf hier nicht vernachlässigt werden.

Nicht nur Ballungsräume und Gewerbegebiete, auch die Landwirtschaft benötigt aufgrund der zunehmenden digitalen Vernetzung zuverlässige und breitbandige Datenanschlüsse. Für den Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) ist diese Erkenntnis nicht neu. Bereits seit Jahren setzen sich die IfKom für eine flächendeckende Breitbandversorgung in Deutschland ein. Daher begrüßt es der Verband, wenn die Bundesregierung im Rahmen ihrer digitalen Agenda weiterhin an diesem Ziel festhält.

EU-Kommissar Günther Oettinger spricht ebenfalls von der steigenden Bedeutung der Infrastruktur. So verlangte er auf der Konferenz Farm&Food 4.0 in Berlin kürzlich eine ausreichende Vernetzung für den zunehmenden Datentransport einer Gigabitgesellschaft nicht nur dort, wo die Menschen leben, sondern auch dort, wo sie “nur wirtschaften”. Bereits heute werden drei Viertel der neuen Großtraktoren satellitengesteuert ausgeliefert. Die Verteilung von Saatgut, Wasser und Dünger erfolgt digital berechnet und elektronisch gesteuert so genau, wie es manuell nicht möglich wäre. Dies ist ein wesentlicher Vorteil der Digitalisierung, denn dieses computergesteuerte Vorgehen dient der Ressourcenschonung und damit der Umwelt.

Die Vernetzung der Landwirtschaft und der zunehmende Datenaustausch nicht nur innerhalb des Bauernhofes, sondern auch mit den Rechenzentren der Dienstleister erfordern schnelle Netzzugänge. Auf großen nicht-bebauten Flächen werden Funklösungen wie 4G oder 5G, das vermutlich ab dem Jahr 2020 marktreif sein wird, erforderlich sein. Allerdings reicht es nicht aus, nur die Funk-Infrastruktur aufzubauen, denn die Daten müssen auch mit hoher Geschwindigkeit von und zu den Funkzellen transportiert werden. Hierfür wird ein entsprechend ausgebautes Glasfasernetz benötigt, in dem die erforderlichen Kapazitäten vorhanden sein müssen. Die IfKom plädieren außerdem dafür, den Glasfaserausbau bis zum Bauernhof als festes Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Dies ist die aus heutiger Sicht technisch beste und langfristig investitionssicherste Lösung.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt diskutiert derzeit über ein Grünbuch, in dem er auch die Aspekte der Digitalisierung aufnehmen will. Am Ende des Prozesses soll die strategische Ausrichtung der Landwirtschaft beschrieben sein. Angesichts heute immer noch bestehender Funklöcher und mangelnder Bandbreite bei Festnetzanschlüssen muss nach Überzeugung der IfKom auch für die Landwirtschaft die digitale Transformation zügig mit einer leistungsfähigen Infrastruktur einhergehen. Deren Bedeutung wird von der Politik zwar immer wieder betont, zur Umsetzung könnte sie nach Meinung der IfKom jedoch erheblich mehr als bisher beitragen.

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