Ausblick auf die Märkte – kurzfristig abwärts, langfristig Gefahren durch Trumps 2. Amtszeit

Ohne wirksame Behandlungsmethode war die Börsenerholung übertrieben/ Spekulanten wollen mehr Geld von Staaten und Notenbanken/ Trumps nahezu sichere Wiederwahl wird weiterer Belastungsfaktor

BildErwartungsgemäß beginnt die aktuelle Handelswoche an den Aktienmärkten schwach. Die Börsen im Nahen Osten waren schon gestern – gehandelt wird dort von Sonntag bis Donnerstag – teilweise eingebrochen.

Saudi-Arabien kündigte ein umfangreiches Sparprogramm an, da die Einnahmen aus dem Ölgeschäft – ähnlich wie in anderen Volkswirtschaften – in keinem Verhältnis zu den Ausgaben stehen. Dies traf viele Markteilnehmer unvorbereitet. Die dortige Börse verlor allein gestern fast 9%.

Betrachtet man den Höchstkurs der deutschen Aktienindices und die aktuellen Indikationen, sind dort in 2 ½ Handelstagen ähnliche Verluste entstanden. Auf Basis der aktuellen Daten ist der DAX in einer Bandbreite zwischen 10.000 und 10.500 Punkten fair bewertet. Sollte kurzfristig ein Corona-Impfstoff zur Verfügung stehen oder das Virus – ähnlich wie SARS in 2003 – einfach “verschwinden”, sind 1.000 bis 1.500 Punkte mehr gerechtfertigt. Dies ist aber derzeit nicht das wahrscheinliche Szenario. Deswegen war der starke Anstieg bis Mitte letzter Woche wieder eine reine “Liquiditätsparty”, die von Steuergeld, Hoffnung auf eine noch expansivere Geldpolitik und umfänglichen staatlichen Rettungsmaßnahmen getragen war. Fundamental ist dies grober Unfug. Alle Unternehmensberichte sind von einer tiefen Unsicherheit geprägt. Konjunkturell gibt es eigentlich nur schlechte Nachrichten. Ganz wenige Indikatoren fallen besser als erwartet aus. Entsprechend unsicher ist das aktuelle Umfeld und genau diese Unsicherheit ist eigentlich ein klassischer Belastungsfaktor an den Märkten. Deutlich wurde dies, als die EZB bei ihrer Zinsentscheidung zwar ihre Handlungsbereitschaft betonte, aber keine neuen Hilfen bekanntgab. Dies sorgte für Enttäuschung und Kursverluste.

Dabei müsste eigentlich das Gegenteil der Fall sein. Schließlich könnte man die Haltung der EZB, mit ihrer expansiven Ausrichtung ohne Ausweitungen fortzufahren, auch als Einschätzung verstehen, dass die politischen und finanzwirtschaftlichen Hilfsmaßnahmen ausreichend sind. Wirtschaftlich könnte dies sogar funktionieren, wenn die Gelder sinnhaft eingesetzt werden. Für das schnelle Geld einer Börsenrallye reichen die Maßnahmen nicht aus. Um der Markterwartung der Spekulanten gerecht zu werden, müsste sie nach japanischen “Vorbild” Aktien kaufen und sich nicht nur auf die Aufweitung ihres Kaufprogramms auf ungeratete Anleihen “beschränken”. Schließlich werden gerade Neuemissionen auf der Zinsseite gekauft, als gäbe es morgen keine Anleihen mehr. Selbst der faktisch insolvente US-Flugzeughersteller Boeing – derzeit mit negativen Eigenkapital – konnte sich mit 25 Mrd. US-Dollar refinanzieren. Vielleicht trösten sich die Anleger dann am Ende mit der bekannten Börsenweisheit “das Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anders”.

Dabei ist es jetzt so wichtig, die Anlagen krisenfest zu machen. Eine moderate Aktienquote, erstklassige bis “mittelgute” Anleihen mit mindestens angemessenen Renditen, Währungsanleihen und Rohstoffbeimischungen, die man auch industriell verwerten kann. Schließlich zeigt Gold erneut, dass es kein Sachwert, sondern ein Spekulationsobjekt ist. Mit positiven Aktienmärkten stieg es; mit den Rückgängen dort kam das Edelmetall wieder unter Druck. Die EZB hat mit ihrer eher abwartenden Haltung zu neuen Maßnahmen auch für keinen Schub beim Goldpreis gesorgt. Vielmehr ist ihr – eher unabsichtlich – gelungen, den Euro zu stärken.

Bei dem Währungspaar Euro/ US-Dollar wurde sehr deutlich, wie stark die Notenbankenstrategien auseinanderfallen. Die US-Notenbank ergreift immer neue Maßnahmen und wird alles tun, um die US-Wirtschaft zu stützen.

Dies wird auch notwendig, weil Donald Trump einen gefährlichen Kurs einschlägt. Er muss einen Schuldigen für sein Corona-Desaster finden. Nach den US-Demokraten und der Weltgesundheitsorganisation ist es nun (wieder) China. Durch die Behauptung, Corona sei ein künstlich in Wuhan erzeugter Virus wird er versuchen, seine Wiederwahl sicherzustellen. Nach unserer Einschätzung wird ihm gelingen. Dann erleben wir eine “hemmungslose” 2. Amtszeit Trumps und u. a. einen viel schlimmeren Handelskrieg.

Schließlich sieht Trump seine protektionistische Handlung bestätigt. In seinem Weltbild hätte es ohne globalen Waren- und Dienstleistungsverkehr ein von Mensch zu Mensch übertragbares Virus überhaupt nicht in die USA geschafft. Also muss China schuld sein. Die Sorge, China als Refinanzierungsquelle der zukünftig weiter explodierenden US-Verschuldung zu verlieren, hat auch an Schrecken verloren. Schließlich kann Trump die US-Notenbank auf die “nationale Aufgabe”, den Wiederaufbau der USA zu finanzieren, einschwören.
Je früher sich die Weltpolitik und die Wirtschaft außerhalb der USA auf dieses Szenario einstellen, desto besser ist es. Gerade die Refinanzierung für Staaten und Unternehmen außerhalb der USA dürfte günstiger werden. Die Billionen an Devisenreserven Chinas werden sichere Anlagen außerhalb der USA suchen. Dies könnte deutschen Unternehmen helfen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Schön & Co GmbH
Herr Markus Schön
Westerfeldstraße 19
32758 Detmold
Deutschland

fon ..: 0523192735-10
web ..: http://www.schoenco.de
email : markus.schoen@schoenco.de

Die Schön & Co ist ein seit über 50 Jahren bestehender Vermögensverwalter mit einer besonderen Expertise in der konservativen Vermögensverwaltung mit Aktienquoten bis zu 40%. Das Unternehmen verwaltet einen hohen dreistelligen Millionenbetrag für vermögende Privatpersonen, Unternehmer, Kommunen und (gemeinnützige) Einrichtungen. Der Großteil der Kunden hat Aktienquoten zwischen 10 und 20% und setzt auf die besondere Expertise der Schön & Co im (internationalen) Zinsmanagement. Daher verfügt das Unternehmen über eine eigene Research-Abteilung, in der u. a. 300 Unternehmen laufend analysiert werden.

Eine Besonderheit der Schön & Co ist die Selbstverpflichtung, 50% der Gewinnausschüttungen in die im Jahr 2007 gegründete GIVING TREE Stiftung vorzunehmen, um deren Arbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche dauerhaft zu sichern.

Pressekontakt:

Schön & Co GmbH
Herr Markus Schön
Westerfeldstraße 19
32758 Detmold

fon ..: 0523192735-10
web ..: http://www.schoenco.de
email : markus.schoen@schoenco.de

Devisen Briefing Konjunktur – US-Notenbank FED legt das FOMC-Protokoll offen, keine Knappheit bei EZB-Bonds

Die US-amerikanische Notenbank und ihre Vorsitzende Yellen scheinen in der Realität angekommen zu sein.

BildUS-Konjunktur – US-Notenbank legt das FOMC-Protokoll vor

Wie man dem offiziellen FOMC-Protokoll entnehmen kann setzt sich bei den US-Notenbänkern die Einsicht durch, dass eine Erhöhung des US-Zinssatzes zur Jahresmitte die US-Wirtschaft erheblich belasten würde.

Kritische Stimmen hoben insbesondere die gegenwärtigen Entwicklungen in China, hier deutet der HSBC-PMI-Index auf Schwäche hin, und im Dauerkrisenherd Griechenland hervor. Konsumzurückhaltung heißt die Frage, die dieses Mal heftigerörtert wurde und ob diese wohl nur temporär sei. Im Klartext bedeutet dies: Die Flutung der Märkte mit dem utrabilligen Geld hält an, es bleibt alles beim alten, guten Pumpkapitalismus bis zum bitteren Ende.

Noch kritischere Stimmen sollten eventuell auf die Qualität der Datenerhebung der US-Statistikbehörden aufmerksam machen. Trotz der vielen Camouflage, insbesondere am US-Arbeitsmarkt, zeichnen die neuesten Datensätze ein realistischeres Bild von der amerikanischen Wirtschaft. So sind auch die neuesten Erstanträge auf die Arbeitslosenunterstützung stärker als im Vorfeld erwartet geklettert, dieses Mal auf 274 000 neue Anträge.

Der Vierwochenschnitt kann aussagekräftiger sein, muss aber nicht. Auch das neuerdings verkündete 15-Jahrestief kann aussagekräftig sein… eine ähnliche Situation gab es schon einmal zum Beginn des Jahres. Weiterführende und aussagekräftige Betrachtungen zum US-Arbeitsmarkt findet man unter anderem bei Zero Hedge.

Um einige kritische Gedankengänge anzuregen: Als Langzeitarbeitsloser wird man von der US-Statistik nur dann erfasst, wenn man die Kriterien erfüllt, sprich man muss den Nachweis führen, dass man sich in der vergangenen Woche(!) aktiv um eine Arbeitsstelle bemüht hat.

Krankheit als Entschuldigung ist nicht valide. Wer auch nur eine Stunde pro Woche arbeitet, fällt nicht in die Kategorie arbeitslos. Das letzte 15-Jahrestief deckt sich übrigens ausgezeichnet mit dem Platzen der New Economy Blase. Weitere Verarmungswellen folgten dann mit dem Ausbruch der Finanzkrise in 2008. Wie viele US-Amerikaner tatsächlich überhaupt nicht mehr von der Statistik erfasst werden, dies bleibt, auch vor dem Hintergrund der Machtlosigkeit der US-Gewerkschaften, eine vollkommene Dunkelziffer.

Den Langzeitarbeitslosen dürfte es jedenfalls schwerfallen von den Rekordständen der US-Indizes (http://bit.ly/1HyR50j) zu profitieren.

EZB – Knappheit bei den Bonds ausgeschlossen

Auch in Europa hält man am alten Kurs fest, zumindest gibt sich die EZB bezüglich einer möglichen Knappheit am Anleihenmarkt gelassen. Der neueste Kniff aus Draghis Trickkiste zielt auf eine Flexibilisierung des Anleihekaufprogramms ab. Da die Käufe bis September nächsten Jahres andauern sollen, und dies im monatlichen Volumen von rund 60 Mrd. Euro, ist die EZB-Führungsspitze bemüht der vigilanter werdenden Öffentlichkeit die Wirksamkeit des Programms immer eindringlicher zu suggerieren.

Nichtsdestotrotz geht es auf die Sommermonate zu, die Handelsaktivität nimmt ab. Der Bondmarkt reagierte bereits zum Wochenbeginn mit heftigen Kursausschlägen, sowohl auf offizielle Aussagen als auch auf die Gerüchteküche unter den Bondhändlern. Draghi signalisierte auch weiterhin eine ungebrochene “entschlossene” Umsetzung des EZB-Programms und ging erneut auf die ausbleibenden strukturellen Reformen seitens der Politelite der Eurozone ein.

Dieser Marktkommentar stellt ein Exzerpt aus dem Smartest Finance Market Snapshot dar. Der komplette Bericht sowie weitere Publikationen können im unseren Wirtschaftsblog (bit.ly/1Smnr1x) gesichtet werden.

Über:

Smartest Finance
Herr Slavisa Dosenovic
Hauptstr. 161
69469 Weinheim
Deutschland

fon ..: +49 (0)152 532 666 45
web ..: http://www.smartestfinance.com/
email : s.dosenovic@smartestfinance.com

Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage (http://www.smartestfinance.com/) auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.

Pressekontakt:

Smartest Finance
Herr Slavisa Dosenovic
Hauptstr. 161
69469 Weinheim

fon ..: +49 (0)152 532 666 45
web ..: http://www.smartestfinance.com/
email : s.dosenovic@smartestfinance.com