IfKom begrüßen Ergebnisse der Digitalklausur der Bundesregierung

Aus Sicht der IfKom sollten die beschlossenen Wege der Digitalklausur zügig beschritten werden und begrüßen dazu die Ergebnisse der Bundesregierung.

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) halten die Ergebnisse der Digitalklausur der Bundesregierung für zielführend und begrüßen die beschlossenen Maßnahmen. Die Herausforderungen bestehen allerdings in der Umsetzung der dort behandelten Strategien und Eckpunkte.

Die Mobilfunkstrategie ist nach Auffassung der IfKom angesichts der Ausbausituation in Deutschland eine durchaus sinnvolle Maßnahme, um zügig zu einer angemessenen Flächendeckung zu kommen. Erfreulich ist auch die Einbeziehung der tatsächlichen Fläche anstelle der bisher rein auf Haushalte betrachteten Verfügbarkeit. Die Ingenieure für Kommunikation fordern zudem, technische Möglichkeiten wie Infrastruktur-Sharing stärker zu nutzen, um Kunden aller Netzbetreiber besser versorgen zu können. Ob ein Kunde heute mobil erreichbar ist, hängt selbst an Autobahnen und Bahnstrecken noch zu häufig davon ab, bei welchem der drei Netzbetreiber dieser Kunde eingebucht ist. Erfreulich ist zudem die Absicht, die Genehmigungsverfahren für Mobilfunkstandorte zu vereinfachen. Wichtig ist nun, gemeinsam mit den Ländern den Vollzug des Bauplanungsrechts sicherzustellen sowie die Länder darin zu bestärken, das Bauordnungsrecht im Sinne einer Beschleunigung der Genehmigungsverfahren anzuwenden. Dazu gehört auch das Bekenntnis zu einer weitestgehend einheitlichen Entscheidungspraxis, damit Planungsprozesse berechenbarer werden.

Die Bundesregierung hat außerdem Eckpunkte für eine Datenstrategie beschlossen. Ziel ist es, die Bereitstellung und verantwortungsvolle Nutzung von Daten in Deutschland signifikant zu steigern. Zugleich soll der Datenmissbrauch verhindert werden. Zu diesem Zweck werden vier Handlungsfelder betrachtet, die eine solche Datenstrategie verfolgen soll: Datenbereitstellung und Datenzugang sollen verbessert werden, eine Datennutzung soll verantwortungsvoll erfolgen, Datenkompetenz in der Gesellschaft soll erhöht werden und der Staat will Vorreiter einer Datenkultur sein.

Die Relevanz von Daten für eine bessere Vernetzung und intelligente Nutzung von Transport- und Logistiksystemen, das Gesundheitswesen oder Dienstleistungen des Staates für die Bürger ist unbestritten. Bei der Ausgestaltung der Datenstrategie kommt es nach Meinung der IfKom nunmehr darauf an, die Vorteile sinnvoll zu nutzen und zugleich die Akzeptanz sicherzustellen. Dabei sind größtmögliche Transparenz, Datenschutz und IT-Sicherheit unerlässlich. Die IfKom begrüßen in diesem Zusammenhang die europäische Datencloud “Gaia X”. Die wesentlichen Standorte dieses Projektes sollten in Deutschland liegen, um den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken. Die IfKom fordern außerdem, die geplante Beteiligung an der Erarbeitung der Datenstrategie möglichst weit zu öffnen, um eine spätere Akzeptanz zu erhöhen. Zudem müssen Datenschutz und Datensicherheit in jeder Phase der Entwicklung berücksichtigt werden.

Die beschlossenen Wege der Digitalklausur sollten aus Sicht der IfKom nunmehr zügig beschritten werden. Ein ausreichend verfügbares breitbandiges Fest- und Mobilfunknetz, eine sichere Datennutzung, die Zukunftsentwicklungen fördert, aber auch die Digitalisierung von Dienstleistungen des Staates für Bürger und Unternehmen, wie beispielsweise die beschlossene Digitalisierung von Familienleistungen, sind unerlässliche Bausteine für eine prosperierende Wirtschaft, vor allem aber für die Gestaltung der eigenen Lebens- und Arbeitswelt der Bevölkerung.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
Castroper Str. 157
44357 Dortmund
Deutschland

fon ..: 0231 93699329
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email : info@ifkom.de

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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IfKom begrüßen europäische Cloud Gaia X

IfKom e. V. begrüßt die auf dem Digitalgipfel vorgestellten Pläne für die europäische Datencloud Gaia X.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) begrüßt die auf dem Digitalgipfel vorgestellten Pläne für “Gaia X”. Die europäische Datencloud soll unter anderem die Ressourcen europäischer Firmen bündeln und eine leistungs- und wettbewerbsfähige, sichere und vertrauenswürdige Dateninfrastruktur für Europa werden.

Die IfKom hatten sich angesichts eines Marktanteils von rund 75% der amerikanischen Anbieter Google, Amazon und Microsoft schon früher für die Einrichtung eines europäischen Cloud-Zentrums eingesetzt. Auch wenn die derzeitigen Anbieter ihren Kunden eine Datenhaltung in Deutschland anbieten, können diese Daten aufgrund der amerikanischen Gesetzgebung dem Zugriff der USA unterliegen. Neben diesem juristischen Vorteil einer deutschen oder europäischen Lösung muss die neue Plattform allerdings im Wettbewerb bestehen können. Dazu soll ein vernetztes System von Rechenzentren zu einem Hyperscaler zusammengeschlossen werden. Kunden sollen nicht nur Konzerne, sondern auch Mittelständler und Start-ups werden.

Neben dem reinen Infrastrukturangebot, das die Bundesregierung nicht als Konkurrenz zu den etablierten US-Anbietern, sondern als Ergänzung ansieht, konnten auch Mehrwerte durch Datenpools entstehen, indem Unternehmen Zugriff auf gebündelte Daten erhalten. Solche Daten könnten in Projekte der künstlichen Intelligenz und Industrie 4.0 einfließen. Die Bereitschaft, Daten zu teilen, soll durch die sichere europäische Cloud-Lösung unterstützt werden.

Technische Lösung und Rahmenbedingungen müssen aus Sicht der IfKom so gestaltet werden, dass innovative Mehrwerte entstehen können. Beispielsweise sollten Wissenschaft und Forschung anwendungs- und praxisbezogen arbeiten können und der Transfer von Forschungsergebnissen in die Unternehmen beschleunigt werden. Auf diese Weise könnten wirtschaftliche und wissenschaftliche Ökosysteme voneinander profitieren. Dies fördert die Zukunftssicherung und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Zudem sollten wesentliche Standorte dieses Projektes in Deutschland liegen, um sowohl den europäischen als auch den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.

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IfKom: Deutschland als Land der Innovationen stärken!

Nach Auffassung der IfKom e. V. hat die Bundesregierung mit Einrichtung einer Agentur für Sprunginnovationen einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Innovationsfähigkeit Deutschlands vollzogen.

Mit der Einrichtung einer Agentur für Sprunginnovationen hat die Bundesregierung nach Auffassung des Verbandes der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) einen kleinen aber wichtigen Schritt zur Stärkung der Innovationsfähigkeit Deutschlands vollzogen. Wie die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie für Bildung und Forschung kürzlich mitteilten, ist nunmehr die Entscheidung für Leipzig als Standort der Agentur gefallen. Die IfKom begrüßen die Entscheidung, damit diese Agentur so schnell wie möglich ihre Arbeit aufnehmen kann. Um bahnbrechenden Innovationen aus Deutschland zum Durchbruch zu verhelfen, soll die Agentur bis zu 50 Mitarbeiter einstellen und mit einem Budget von rund einer Milliarde Euro für insgesamt 10 Jahre ausgestattet werden.

Nach Vorstellungen der Bundesregierung ist die Agentur für Sprunginnovationen eine wichtige Anlaufstelle für kreative Personen mit hochinnovativen Ideen für neue Produkte oder neue Dienstleistungen, die den Markt verändern können. Außerdem soll sie eine wichtige Anlaufstelle für Investoren sein, die nach marktreifen disruptiven Ideen suchen. Dazu sollen Innovationswettbewerbe initiiert und Spitzenprojekte gefördert werden. Die IfKom appellieren in diesem Zusammenhang an die politisch Verantwortlichen, der Agentur auch die notwendigen Freiräume für diese Aufgaben zu ermöglichen. Ein zu großer Einfluss der Politik über den Aufsichtsrat auf das operative Geschäft muss vermieden werden. Auch wenn der Bundesrechnungshof Kontrollmöglichkeiten durch das Parlament sowie für sich selbst das Recht auf Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung der Agentur fordert, sollte die Arbeit der Agentur möglichst unbürokratisch und nach eigenen Kriterien, die sich vorrangig auf das Innovationspotenzial beziehen sollten, erfolgen dürfen.

Deutschland gilt nach einer Bewertung des Weltwirtschaftsforums aus dem Jahr 2018 als Innovationsführer. Hervorgehoben wurde darin die Geschwindigkeit, mit der neue Technologien entwickelt werden, beispielsweise vernetzt und autonom fahrende Autos. Deutschland beherrsche den Prozess von der Idee zum Produkt so perfekt wie kein anderes Land. Allerdings verweist der globale Wettbewerbsbericht Deutschland in der Informations- und Telekommunikationstechnologie im weltweiten Vergleich gerade mal auf Platz 31. Begründet wird dies insbesondere mit der mangelhaften Breitbandinfrastruktur. In diesem Bereich sehen die IfKom erheblichen Aufholbedarf.

Innovationen können auch an der Zahl der Patentanmeldungen gemessen werden. Mit rund 47 Tausend Anmeldungen aus Deutschland im Jahr 2018 liegt die Zahl nach Aussagen des Deutschen Patent- und Markenamtes auf hohem Niveau. Technologieführer sind hier die Autohersteller und die Zulieferfirmen der Automobilindustrie. Einen wesentlichen Anteil an Patenten hat aber auch die Kommunikationstechnik, sie umfasst den größten Anteil aus den Kernbereichen der Digitalisierung.

Um die Innovationsfähigkeit Deutschlands weiter zu stärken, ist eine stärkere Vernetzung von Forschungsinstitutionen erforderlich. Neue Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Autonome Fahrzeuge und Industrie 4.0 erfordern eine stärkere Fokussierung auf den Innovationsstandort Deutschland. Dazu gehört auch, für die an den Hochschulen und in den Instituten tätigen Spitzenforscher bessere Anreize zu schaffen, im Land zu bleiben. Mit der Agentur für Sprunginnovationen ist aus Sicht der IfKom ein wichtiger Schritt für den Standort Deutschland erfolgt. Weitere Schritte müssen folgen. Wie erfolgreich die Arbeit der Agentur wird, hängt auch von den Rahmenbedingungen ab. Diese sollten nach Meinung der IfKom der Agentur die erforderlichen Freiheitsgrade einräumen.

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IfKom: Mittelstand durch Digitalisierung stärken!

IfKom e. V. unterstützt die kürzlich vorgestellte Mittelstandsstrategie des BMWI, um die Chancen der Digitalisierung für eine Stärkung des Mittelstandes in Deutschland intensiver zu nutzen.

Die Chancen der Digitalisierung sollten für eine Stärkung des Mittelstandes in Deutschland intensiver genutzt werden. Erste Ansätze dazu finden sich in der kürzlich vorgestellten Mittelstandsstrategie des Bundeministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI). Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) unterstützt diese Vorgehensweise ausdrücklich. Der Mittelstand ist mit einem Beschäftigungsanteil von rund 60 Prozent der Arbeitsplätze und 99 Prozent der Unternehmen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Umso wichtiger ist es, die Leistung und Verantwortung des Mittelstandes für das Gemeinwesen hervorzuheben und zu würdigen. Die Mittelstandstrategie soll u. a. die Rahmenbedingungen verbessern, zur Entbürokratisierung beitragen, die Finanzierungs- und Förderungsmöglichkeiten vereinfachen, die Gewinnung von Fachkräften unterstützen sowie Innovationen und Digitalisierung fördern.

Gerade im Bereich der Digitalisierung benötigt der Mittelstand Unterstützung. Nach einem Bericht des Handelsblattes scheitern vier von fünf Digitalprojekten im Mittelstand. Mit Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, speziellen KI-Trainern für Künstliche Intelligenz sowie Forschungs- und Innovationsförderung will das BMWI diesen Trend umkehren und die Innovationsfähigkeit des Mittelstandes stärken sowie die Digitalisierung vorantreiben.

Die IfKom verweisen auf die Notwendigkeit einer ausreichenden und sicheren Infrastruktur, die eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Digitalisierung im Mittelstand darstellt. Dazu zählt das Breitbandnetz ebenso wie eine flächendeckende Mobilfunkabdeckung. Insbesondere strukturschwache Regionen können von einem zügigen Ausbau leistungsfähiger Breitband- und Mobilfunkinfrastrukturen profitieren. Über das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel hinaus, Gigabitnetze bis zum Jahr 2025 zu errichten und Mobilfunklücken zu schließen, sind in der Mittelstandsstrategie des BMWI dazu jedoch kaum konkrete Umsetzungsmaßnahmen beschrieben.

Die Abdeckung mit Breitbandanschlüssen mit dem ursprünglichen Ziel von 50 Megabit pro Sekunde betrug Ende 2018 nur 87,8 Prozent der Haushalte, die Abdeckung mit Gigabit-Geschwindigkeit 27,3 Prozent. In diesem Zusammenhang begrüßen die IfKom die Einsetzung eines “Staatssekretär-Ausschusses Mittelstand”, der Vorhaben aller Ressorts auf ihre Mittelstandsverträglichkeit überprüfen soll. Aus Sicht der IfKom muss dort auch das Thema Ausbau einer Breitband-Infrastruktur forciert werden. So kann verhindert werden, dass Vertreter einzelner Ressorts dieses Thema in die alleinige Zuständigkeit des Bundesverkehrsministeriums verweisen. Hier ist die gemeinsame Verantwortung der Bundesregierung gefragt!

Die IfKom begrüßen ausdrücklich den Aufbau einer Dateninfrastruktur in Deutschland und Europa, in den auch Cloud-Anbieter aus dem Mittelstand eingebunden werden sollen. Damit werden dem Mittelstand sichere Cloud-Lösungen sowie eine breite Datengrundlage angeboten. In diesem Zusammenhang verweisen die IfKom auf die Allianz zur Stärkung digitaler Infrastrukturen in Deutschland, die bessere Rahmenbedingungen für inländische Rechenzentren fordert. Sollen die Daten in Deutschland bleiben, müssen Rechenzentren im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig sein. Dazu zählen u. a. die Stromtarife und die effizientere Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren.

Mittelständische Unternehmen benötigen Unterstützung, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern und ihre Stellung im nationalen und im internationalen Wettbewerb auch in den nächsten Jahren zu behaupten. Die Bundesregierung sollte daher alle Maßnahmen ergreifen, die die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands langfristig sicherstellen. Dies gilt insbesondere für das Gebiet der Digitalisierung, die Geschäftsmodelle verändert und Geschäftsprozesse verbessern kann, damit die Unternehmen sich ausreichend für die Zukunft rüsten können.

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IfKom: Datenschutz und öffentliche Sicherheit sind keine Gegensätze

Der Zugriff auf persönliche Daten wird häufig mit der Erhöhung der öffentlichen Sicherheit begründet. Nach Auffassung der IfKom müssen dabei Datenschutz und Sicherheit nicht immer Gegensätze sein.

Häufig wird der Zugriff auf persönliche Daten mit der Erhöhung der öffentlichen Sicherheit begründet. Dabei müssen Datenschutz und Sicherheit nach Auffassung der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) nicht immer Gegensätze sein. Allerdings ist die Bevölkerung in dieser Frage eher gespalten. Einer aktuellen YouGov-Umfrage zufolge sprechen sich 40 Prozent für mehr öffentliche Sicherheit aus, auch wenn dies die Privatsphäre einschränkt. 36 Prozent befürworten jedoch mehr Privatsphäre, auch wenn dies weniger öffentliche Sicherheit bedeutet. Die IfKom appellieren an die Politik und an die Sicherheitsbehörden, stärker für ein “sowohl als auch” einzutreten.
Aus Anlass des Europäischen Datenschutztages am 28. Januar stellen die Datenschutzbeauftragten in Deutschland die Frage der digitalen Souveränität in den Zusammenhang mit den aktuellen Datenschutz-Grundlagen. So tritt am 28. Mai das neue Bundesdatenschutzgesetz in Kraft, das aufgrund der Europäischen Datenschutzgrundverordnung erforderlich ist. Die Datenschutzvorschriften sind nun europaweit weitgehend harmonisiert. Zum Teil sind die Regelungen sowie die Sanktionen verschärft worden. Datensparsamkeit, Datenvermeidung und Zweckbindung gehören weiterhin zu den Prinzipien des Datenschutzes.
Auf der anderen Seite nutzen deutsche Sicherheitsbehörden vermehrt Handydaten, um Verdächtige ausfindig zu machen, indem sehr viel mehr sogenannte stille SMS versandt werden, um Personen zu orten. Auch bei Funkzellenabfragen ist die Überwachung nach Angaben der Bundesregierung ausgedehnt worden. Dabei werden alle Mobilfunknummern erfasst, die in einem bestimmten Zeitraum in einer bestimmten Funkzelle eingebucht waren. Ebenso ist von einer Erhöhung der Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen die Rede.
Für die IfKom ist die Nutzung technischer Möglichkeiten zur Erhöhung der Sicherheit durchaus legitim, wenn die Sicherheitsbehörden vom Gesetzgeber die notwendigen Rahmenbedingungen vorgeschrieben bekommen und sich auch daran halten. Beispielsweise sind die Vorschriften zur Videoüberwachung im neuen Bundesdatenschutzgesetz erweitert worden. Die Bevölkerung darf jedoch nicht das Gefühl bekommen, den Überwachungen hilf- und schutzlos ausgeliefert zu sein. Dazu gehört auch ein transparenter Umgang des Staates mit den durchgeführten Maßnahmen.
Um das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wahrzunehmen, müssen Bürgerinnen und Bürger ausreichend informiert sein und ein Grundverständnis technischer Zusammenhänge besitzen. Diesen Bildungsauftrag, der sich nur selten in einem Curriculum findet, müssen Schulen, Hochschulen und auch Unternehmen und Medien wahrnehmen, damit sich daraus die viel zitierte digitale Souveränität entwickeln kann. Der kürzlich veröffentlichte D21-Digital-Index zeigt, dass immer noch ein Viertel der Bevölkerung – und damit 16 Millionen Menschen – zu den digital Abseitsstehenden gehört. Hier besteht noch erheblicher Nachholbedarf, damit diese Menschen in stärkerem Umfang von der digitalen Welt partizipieren und damit zukünftig Datenschutz und Sicherheit nicht als Gegensätze gesehen werden.

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IfKom erwartet von zukünftiger Regierung schnellere Umsetzung von Breitbandzielen

IfKom erwartet von den zukünftigen Koalitionspartnern ein klares Bekenntnis zum flächendeckenden leistungsfähigen und zukunftssicheren Breitbandnetz in Deutschland.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) erwartet von den zukünftigen Koalitionspartnern ein klares Bekenntnis zu einem flächendeckenden leistungsfähigen und zukunftssicheren Breitbandnetz in Deutschland. Anders als bei der Vorgängerregierung sollten Investitionsanreize für die Netzbetreiber sowie für Landkreise und Kommunen zügig geschaffen werden.
Die bisherige Bundesregierung hat in ihrer Digitalen Agenda das Ziel eines flächendeckenden Ausbaus von mindestens 50 Megabit pro Sekunde im Download bis zum Jahr 2018 formuliert. Es dauerte jedoch noch bis zur Mitte der Wahlperiode, bis das Bundesförderprogramm starten konnte. Auch das DigiNetz-Gesetz zur Mitnutzung und Vereinfachung beim infrastrukturausbau konnte seine Wirkung noch nicht entfalten. Mit einem Deckungsgrad von 76,9% zum Zeitpunkt Mitte 2017 ist die Mindestbandbreite von 50 Megabit pro Sekunde noch weit entfernt von einer Flächendeckung.
Da innerhalb eines 12-Monats-Zeitraumes die Zunahme nur gut 5 Prozentpunkte beträgt, werden unter den jetzigen Rahmenbedingungen auch Ende 2018 noch viele Gebiete in Deutschland unterversorgt sein.

Damit es demnächst zügiger vorangeht, ist die neue Bundesregierung gefordert, die Maßnahmen deutlich zu verstärken. Nicht überall in Deutschland ist der Netzausbau für die Betreiber wirtschaftlich. Dennoch müssen diese Lücken geschlossen werden, um die Breitbandversorgung der Bevölkerung aber auch der Wirtschaft sicher zu stellen. Im internationalen Wettbewerb kann nur bestehen, wer schnell und flexibel auf Änderungen reagieren kann. Ein ausreichend leistungsfähiges Kommunikationsnetz ist dafür unabdingbar.

Die IfKom unterstützen daher die Absicht der zukünftigen Regierungspartner, Gigabitnetze in Deutschland bis zum Jahr 2025 auszubauen. Für einen solchen Ausbau müssen die Erlöse aus der Vergabe der UMTS- und 5G-Lizenzen zweckgebunden bereitgestellt werden. Im Übrigen ist der Ausbau von 5G-Funknetzen eng mit einem Glasfaserausbau verbunden, denn für die zum Teil sehr kleinen Funkzellen wird eine leistungsfähige Backhaul-Infrastruktur benötigt, um die Datenmengen zu transportieren. Neben dem öffentlichen Finanzierungsbedarf von mehr als 10 Milliarden Euro in der Legislaturperiode sind jedoch weitere ordnungspolitische Regelungen erforderlich. Planungs- und Bauphasen müssen auf gesetzlicher Grundlage beschleunigt werden. Nur so kann eine deutliche Verbesserung in der Ausbaudynamik einer Breitband-Infrastruktur in Deutschland erreicht werden.

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Förderungen für Mietwohnungsbau von der Bundesregierung beschlossen – Was genau wird gefördert und wie?

Es gibt gute Neuigkeiten für Investoren in Wohnimmobilien. Die Bundesregierung hat Anfang Februar 2016 ein Maßnahmenpaket beschlossen, das Investitionen in Wohnimmobilien noch attraktiver macht.

BildDer Verfasser dieses Artikels ist Finanzexperte und Autor des Buches Geld verdienen mit Wohnimmobilien (erhältlich unter http://goo.gl/AGCC1O.) Besuchen Sie auch die Autorenseite von Alexander Goldwein unter http://www.amazon.de/Alexander-Goldwein/e/B010LN17VQ.

Die Bundesregierung hat Anfang Februar 2016 ein Maßnahmenpaket beschlossen, das Investitionen in Wohnimmobilien noch attraktiver macht. Da es um Impulse für den Wohnungsbau geht, sind allerdings nur Neubauwohnungen begünstigt. Es wird erwartet, dass der Gesetzentwurf zügig das Parlament passieren und in Kraft treten wird. Vor diesem Hintergrund möchte ich Sie informieren, welche Neuregelungen geplant sind.

Der Gesetzentwurf sieht die Einführung einer zeitlich befristeten, degressiven Sonderabschreibung für die Anschaffung oder Herstellung neuer Mietwohngebäude vor. In den ersten 3 Jahren können so 29% der Baukosten von der Steuer abgesetzt werden. Allerdings ist die Einhaltung einer Baukostenobergrenze von EUR 3.000 je Quadratmeter Wohnfläche vorausgesetzt, von der maximal EUR 2.000 gefördert werden. Das bedeutet, dass die Berechnungsgrundlage für die Sonderabschreibungen auf diese Obergrenze von EUR 2.000 pro Quadratmeter Wohnfläche gedeckelt ist. Das relativiert den Fördereffekt ein wenig.

Es wird keine flächendeckende Förderung geben. Die Sonderabschreibungen sind vielmehr auf angespannte Wohnungsmärkte beschränkt. Das sind Gebiete mit Mietpreisbremse gemäß § 556d BGB und Gebiete mit abgesenkter Kappungsgrenze gemäß § 558 BGB. Darüber hinaus sind die Förderungen auf das untere und mittlere Mietpreissegment beschränkt. Das ist aber keine schlechte Nachricht für Investoren. Denn gerade das untere und mittlere Preissegment ist attraktiv, weil es überdurchschnittliche Renditen ermöglicht, die im Premiumsegment nicht (mehr) erzielbar sind. Ich verweise dazu auf mein Buch “Geld verdienen mit Wohnimmobilien” (siehe dort Seite 59 bis 78).

In zeitlicher Hinsicht ist die Förderung auf Baumaßnahmen begrenzt, mit denen in den Jahren 2016 bis 2018 begonnen wird. Maßgebend ist der Bauantrag oder die Bauanzeige. Die begünstigten Flächen müssen mindestens zehn Jahre für die Vermietung zu Wohnzwecken dienen.

Ich möchte aber in aller Deutlichkeit davor warnen, wegen der steuerlichen Förderung eine Neubaueigentumswohnung vom Bauträger zu kaufen, die auf lange Sicht keine attraktive Rendite abwirft. Wenn eine Immobilie nur knapp 2% Rendite pro Jahr abwirft, dann wird eine solche Investition auch durch eine zeitlich begrenzte steuerliche Förderung nicht zu einer guten Investition. Angebote mit derart mageren Renditen sind in Metropolen mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme. Ich verweise dazu auf mein Buch “Geld verdienen mit Wohnimmobilien” (siehe dort Seite 59 bis 78). Die Sonderabschreibungseffekte sind nach 3 Jahren verpufft und danach kommt das böse Erwachen wenn man auf eine renditeschwache Immobilien gesetzt hat.

Über:

M&E Books Verlag, Inh. Vu Dinh
Herr Vu Dinh
Thywissenstrasse 2
51065 Köln
Deutschland

fon ..: 0176-57881040
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M&E Books ist ein Sachbuchverlag in Köln. Der Verlag ist spezialisiert auf hochwertige Ratgeber rund um das Thema Immobilien, Immobilieninvestments und Existenzgründung.

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IfKom: Ingenieure fordern Vorfahrt für Digitalisierung bei den Koalitionsverhandlungen

Zu den wichtigsten Handlungsfeldern, die die kommende Regierung mit Priorität Digitalisierung in Angriff nehmen muss, zählen leistungsfähige Breitband-Infrastruktur u. digitale Bildung,fordern IfKom.

Eine leistungsfähige Breitband-Infrastruktur und die digitale Bildung zählen zu den wichtigsten Handlungsfeldern, die die kommende Regierung im Bereich der Digitalisierung mit Priorität in Angriff nehmen muss, fordert der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) anlässlich der Herbsttagung von Bundesvorstand und Verbandsrat in Berlin.

Damit die Menschen flächendeckend, also auch außerhalb der großen Städte, nicht online abgehängt werden, muss sich im Netzausbau mehr tun als bisher. Während bundesweit im Durchschnitt über drei Viertel aller Haushalte über einen Zugang von mindestens 50 Megabit pro Sekunde verfügen, unterscheidet sich die Situation bei genauer Betrachtung von Städten und ländlichen Regionen dramatisch. 96,3 Prozent der Haushalte haben beispielsweise in gut ausgebauten Gebieten Berlins mindestens einen 50 MBit/s Anschluss verfügbar. In ländlichen Gegenden Mecklenburg-Vorpommerns sind es dagegen lediglich 23 Prozent! Aber auch in Hessen können auf dem Lande nur 33 Prozent mit dieser Mindestgeschwindigkeit angeschlossen werden und selbst in Bayern sind es in einigen ländlichen Regionen nicht mehr als 40 Prozent der Haushalte. Von den genannten Zahlen sind auch viele Mittelstandsbetriebe und kleine Unternehmen betroffen, deren Geschäftsprozesse im Zuge der Digitalisierung immer stärker von einer gut funktionierenden Infrastruktur abhängig sind.

Bundesvorsitzender Heinz Leymann erklärt dazu: “Die bisherige Bundesregierung hat in ihrer Digitalen Agenda als ein Ziel den flächendeckenden Ausbau mit 50 Mbit/s bis zum Ende des Jahres 2018 erklärt. Eine solche Zielsetzung war richtig, auch wenn wir gut ein Jahr vorher erkennen müssen, es nicht ganz erreichen zu können. Umso stärker muss sich das Thema in den anstehenden Koalitionsverhandlungen wiederfinden. Bis zum Jahr 2025 sollte flächendeckend mindestens ein Gigabit pro Sekunde verfügbar sein. Dazu müssen gezielte politische Weichenstellungen erfolgen und ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Schließlich sind von einer leistungsfähigen Infrastruktur, die auch hohe Qualitätskriterien wie kurze Laufzeiten erfüllen muss, viele weitere Zukunftsthemen wie vernetztes Fahren oder Industrie 4.0 abhängig. Die Digitalisierung erfordert eine leistungsfähige, sichere, hochwertige Infrastruktur für Haushalte und die Wirtschaft. Damit stärken wir den Wettbewerbsstandort Deutschland insgesamt.”

Als ebenso zukunftsweisend betrachten die IfKom die digitale Bildung. Das Thema betrifft sowohl den Umgang mit der Technik selbst als auch die Vermittlung von Fähigkeiten, mit den Inhalten im Netz kompetent umgehen zu können. Digitale Bildung muss daher im gesamten Fächerkanon von Schulen und Hochschulen implementiert werden. Aber auch der Erwerb grundlegender Programmierkenntnisse gehört für die IfKom dazu. Jeder Schüler und Studierende sollte die Möglichkeit haben, Programmiergrundkenntnisse zumindest in einem Wahlfach vermittelt zu bekommen. Die IfKom begrüßen daher den Digitalpakt für Deutschland, der im bisherigen Bundesbildungsministerium initiiert wurde. Nachdem die Kultusministerkonferenz ihren Teil zur Gestaltung vorgestellt hat, sollten alle Beteiligten zügig zu einer Umsetzung kommen. Dabei müssen die Hemmnisse des Föderalismus überwunden werden!

Die CDU/CSU hält eine “Digitale Bildungsoffensive” für erforderlich, will mit einem Digitalpakt dafür sorgen, dass die Schulen über die erforderliche Ausstattung verfügen und sicherstellen, dass bundesweit alle Schulen und Hochschulen an das schnelle Internet angebunden sind. Bündnis 90/Die Grünen wollen in einer gemeinsamen Anstrengung mit allen Bundesländern Basiskompetenzen im Bereich Informatik, Medienanwendung und kritische Medienkunde als Baustein naturwissenschaftlicher Bildung verbindlich einbringen. Und die FDP möchte neben 1.000 Euro Technik-Investition pro Schüler die Medienkompetenz in die Bildungsstandards einbringen sowie die weltbesten Lehrer für die weltbeste Bildung. Die IfKom sehen viele Schnittmengen in den Regierungsprogrammen der Parteien und fordern, daraus nunmehr konkrete Vorhaben zu entwickeln und diese auch finanziell zu untersetzen.

Welchen Stellenwert die Digitalisierung für eine zukünftige Koalition hat, wird man auch an der Kabinettsbildung erkennen können. Dazu sagt Bundesvorsitzender Heinz Leymann: “Wir haben bisher ein eigenes Ministerium für die Digitalisierungsthemen gefordert und bleiben grundsätzlich dabei. Aber auch, wenn diese Funktion durch einen Staatsminister im Bundeskanzleramt ausgefüllt werden sollte: Entscheidend ist der Sitz am Kabinettstisch, sind ausreichende Kompetenzen, ein personeller und organisatorischer Unterbau sowie ein eigenes Budget. Damit kann eine zukünftige Koalition viel für die Entwicklung in Deutschland bewirken!”

Über:

IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
Castroper Str. 157
44357 Dortmund
Deutschland

fon ..: 0231 93699329
web ..: http://www.ifkom.de
email : info@ifkom.de

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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IfKom: 5G-Strategie der Regierung funktioniert nicht ohne Akzeptanz der Bevölkerung

Beim Ausbau der 5G-Netze ist insbesondere in den Ballungsgebieten der Gesundheitsschutz der Bevölkerung durch entsprechende technische Maßnahmen nach Auffassung der IfKom sicherzustellen.

Die Bundesregierung will mit ihrer gerade vorgestellten 5G-Strategie eine Offensive für die Entwicklung Deutschlands zum Leitmarkt für 5G-Netze und mobile Anwendungen starten. Dazu bedarf es nach Auffassung des Verbandes der Ingenieure für Kommunikation
(IfKom e. V.) jedoch mehr als nur einer Absichtserklärung für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung, um die Akzeptanz der Menschen, insbesondere in den Ballungsgebieten, zu erhalten.

Wegen der sehr begrenzten Reichweite und der geringeren Objektdurchdringung höherer Frequenzen, z. B. im Bereich von geplanten Werten oberhalb von 24 Gigahertz, müssen die Antennen für die einzelnen Funkzellen in dicht besiedelten Gebieten in einem Abstand von zum Teil unter 100 Metern voneinander installiert werden. Durch technische Maßnahmen wie dynamische Sendeleistung der Endgeräte und gezielte Ansteuerung der Empfänger durch die Sender zur Vermeidung von Streuleistungen (Beamforming) lassen sich nicht nur Kapazitäten vergrößern, sondern auch unnötige Belastungen der Menschen innerhalb der Funkzelle verringern.

Solche und weitere Maßnahmen dienen auch der Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger für die neuen Mobilfunktechnologien, die für einen flächendeckenden Ausbau unabdingbar ist. Bereits frühzeitig sollte die Bundesregierung daher gewährleisten, dass die Akzeptanz der Bevölkerung gefördert und die bestehenden hohen Sicherheitsstandards beim vorbeugenden Gesundheitsschutz durchgehend erhalten bleiben. Auch sollte der Bund die Einführung von 5G gegenüber der Öffentlichkeit frühzeitig mit konkreten Informationen begleiten.

Der 5G-Standard dient vor allem der Vernetzung vieler Geräte untereinander, dem so genannten Internet der Dinge. Mit zusätzlichen Qualitätsparametern wie geringer Latenzzeit und hoher Verfügbarkeit lassen sich viele Geschäftsprozesse effizient verbessern und neue Innovationen schaffen. Angesichts der aktuellen Attacken mit Schadsoftware weisen die Ifkom auf die zunehmenden Risiken hin, die eine Vernetzung von Geräten mit sich bringen. Jede Maschine und auch jeder Kühlschrank, der über ein Kommunikationsnetz mit anderen verbunden ist, muss dem Sicherheitsstandard nach dem Stand der Technik entsprechen, mit der Möglichkeit zu regelmäßigen Sicherheitsupdates und vielem mehr. Dieses Themenfeld müssen alle Beteiligten noch intensiver bearbeiten, um den beabsichtigten Leitmarkt für mobile 5G-Anwendungen in Deutschland auch sicher entwickeln zu können.

Bei einer derart dichten Anordnung von Funkmasten wie sie beim 5G-Netz erforderlich sein wird, ist eine leistungsfähige Anbindung der Zellen mit Glasfaserleitungen erforderlich. Damit kommt das Glasfasernetz quasi automatisch stärker in die Fläche. Der Bund sollte angesichts der netzplanerischen Vorlaufzeiten rechtzeitig, also unverzüglich, die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehören auch geeignete Förderprogramme, denn der flächendeckende Ausbau ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Die Netzbetreiber müssen jedoch mit ihren Planungen beginnen und benötigen, genauso wie Landkreise und Kommunen, ausreichend Planungssicherheit.

Das Festnetz wird nach Auffassung der IfKom weiterhin seine Berechtigung haben, auch wenn sich das Nutzerprofil verändern wird. 5G weist zwar eine Funkzellenleistung im Gigabitbereich auf, der einzelnen Nutzer erhält jedoch lediglich eine garantierte Bandbreite von 50 oder 100 Megabit pro Sekunde. Das ist für heutige Verhältnisse viel, in 10 Jahren mag dies jedoch anders aussehen. Das erklärte Ziel der Regierung, Gigabitnetze zu schaffen, muss sich auf den einzelnen Anschluss beziehen, nicht nur auf den kumulierten Wert einer Funkzelle. Es bedarf daher auch in den nächsten Jahren großer Anstrengungen im flächendeckenden Breitbandausbau.

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