Smarte Metropole – Hongkongs Architektur-Branche nutzt neueste Technologien

Was macht eine smarte Stadt aus? Zweifellos sind es Technologien, die stark auf innovatives Denken ausgerichtet sind.

BildSo nutzte etwa die Hongkonger MTR Corporation den BIM (Building Information Modelling)-Prozess, um ihre 2016 eröffnete South Island Linie zu planen. Dieser Zug verbindet zwei zentrale Stationen auf Hong Kong Island mit der Touristenattraktion Ocean Park und dem südlichen Teil der Insel. BIM gilt als am weitesten entwickelte Online-Hilfe für Architekten, Ingenieure und Konstrukteure. Mit ihrer Hilfe lassen sich Einblicke und Werkzeuge für das Design und die Konstruktion kreieren sowie Entwicklungen managen.

Das MTR-Projekt wird als ein Musterbeispiel für die Transformation Hongkongs zu einer smarten Stadt gesehen, in der Architekten die Möglichkeiten von Innovationen wie BIM, VR (Virtual Reality), AR (Augmented Reality) und MR (Mixed Reality) nutzen. Dies bestätigten auch die Sprecher beim City Smarts Density 2.0 Symposium im Januar 2018, das von der Hong Kong Institute of Architects Biennale Foundation präsentiert und organisiert wurde.

Vorteil Smart City
Während es sich bei BIM um einen intelligenten 3D Modell-basierten Prozess handelt, ist VR ein immersives Multimedia-Tool, um reale Projekte in einer gedachten Welt oder umgekehrt zu simulieren. Im Gegensatz dazu bietet AR die Livedarstellung in einem realen Umfeld ergänzt durch computergenerierte Elemente wie Videos oder graphische Daten. MR steht für eine Hybridansicht, die physikalische und digitale Objekte in Realtime verbindet.

„Ich glaube, dass Hongkong einen Vorteil bei der Adaption des Smart City-Konzepts hat. Grundlage dafür sind die Dichte, fortschrittliche IT-Konnektivität, Offenheit, exzellente Infrastruktur, Internationalität und die Erfahrungen der örtliche Architekten“, so Lai Kiu Chan, Chefkuratorin der Biennale. „Smarte Gebäude sind wie Smartphones und Hongkongs gut entwickelte Infrastruktur ist ein Modell, das nützlich für die Entwicklung dicht bevölkerter Städte in verschiedenen Regionen sein kann.“

Chan beschreibt das Symposium als ein Aha-Erlebnis für die mehr als 100 Teilnehmer aus Architektur- und Designunternehmen, die sich über die Rolle Hongkongs als Verbindungsglied zu den Chancen der Belt and Road-Initiative informierten. „Auf dem chinesischen Festland sind Innovationen sehr schnell. Hongkong hingegen bewegt sich sicher und sorgfältig mit einem Zugang zum weltweiten Umfeld. Damit wollen wir sicherstellen, dass wir es richtig machen.“

Die studierte Architektin Chan fokussiert sich auf Innovationen für die Stadtplanung, die Stadterneuerung und die Dorfentwicklung. Letztes Jahr organisierte sie neun visuelle Ausstellungen in Hongkong, etwa auf Plakatwänden, unter Überführungen, in Bürolobbys und auf Rolltreppen. Sie sollten zeigen, wie sich Plätze mit Technologie verbinden.

Innovation erhöht Effizienz
Das Symposium präsentierte die neuesten Technologien, die die Architektur und den Immobiliensektor beeinflussen, darunter auch die Bedeutung der Gesichtserkennung. Argoon Chuang, Digital R&D Manager bei der Londoner Servicefirma Arup, erläuterte, dass ihre Rolle das Herausstellen der Wertschöpfung sei, die die neuen Technologien den Klienten bringe. Dazu gehöre, das Design schneller, günstiger und besser zu machen. So könne man etwa Faktoren mit VR testen, um Fehler beim Design und der Planung von Projekten zu vermeiden. „Dies macht alle glücklicher“, so Chuang. Hongkong ist das Zentrum von Arups Geschäft in Ostasien, wo man diese Innovation nutzen will, um den zeitaufwendigen und oft arbeitsreichen Prozess des architektonischen Designens zu reduzieren.

Nach Aussage von Chuang wollen Hongkonger Klienten den Wert für die speziellen Herausforderungen in der Metropole sehen, etwa beim Bauen von Gebäuden auf kleinen und beengten Grundstücken und nur wenige Meter entfernt von angrenzenden Gebäuden. Ein klassisches Beispiel sei die Konstruktion der MTR South Island Linie gewesen, bei der der Zugverkehr in der Admiralty Station nicht unterbrochen werden durfte.

„Der MTR war ein früher Anwender der BIM-Technologie und in diesem Sinne ein visionärer Kunde“, erläutert Chuang. Eine gute Grundlage auf dem Weg in die smarte City sei, dass die Hongkonger Behörden über eine große Menge von Daten über die bebaute Umgebung verfügten und diese teilten.

Fortschrittliche Analyse
BIM wird zunehmend in der Asien-Pazifik-Region eingesetzt, die Länder dort erwarteten bei großen Infrastrukturprojekten Geschwindigkeit und Effizienz, so Carol Poon, Technischer Manager bei Autodesk Far East, die Software für Klienten in Asien entwickelt. Speziell von Bedeutung für Hongkongs ausgereiftes Entwicklungsmodell, wird BIM vor allem in Stadterneuerungsprojekten eingesetzt, etwa in der Shanghai Street in einem der ältesten Distrikte der Metropole mit chinesischen Geschäften, die aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen. „Bei der Revitalisierung solcher Gebäude bleibt die Fassade erhalten, während das Innere komplett verändert wird, etwa von einem Geschäft zu einem Freizeitcenter“, erläutert Poon. Das Modell werde immer häufiger in den Teilen Hongkongs eingesetzt, in denen man den Charakter des Distrikts bewahren möchte.

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Das 1966 gegründete Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) ist eine halbstaatliche Non-Profit-Organisation zur Förderung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen Hongkongs und verfügt über ein weltweites Netz von über 40 Niederlassungen. In Frankfurt ist das HKTDC seit über 40 Jahren ansässig, seit 2008 mit dem Regionalbüro für Europa.

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Über 3.000 Teilnehmer beim Asian Financial Forum – Premiere für den InnoVenture Salon

Die Themen Wachstum und Innovation in Asien und weltweit standen im Mittelpunkt des diesjährigen Asian Financial Forum.

BildÜber 3.000 hochrangige Vertreter aus Politik, Finanzwelt und Industrie kamen am 15. und 16. Januar 2018 in Hongkong zusammen. Organisiert vom Hong Kong Special Administrative Region (HKSAR) Government und dem Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) tauschten sich die Teilnehmer des Asian Financial Forum über neue technische Entwicklungen und Innovationen aus, die Einfluss auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung und das Wachstum haben werden. Zusätzlich zu den Plenumsdiskussionen, Foren und Workshops gab es über 670 Einzelgespräche unter dem Dach der AFF Deal Flow Matchmaking Session. Hier loteten die Teilnehmer Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten für mehr als 500 Projekte in den Bereichen Fintech, Umwelt und Energie, Healthcare-Technologie, Infrastruktur und Immobilienservices aus.

Startups mit Potential
Zum ersten Mal vor Ort war der InnoVenture Salon. Er bot rund 20 Startups eine Bühne zur Präsentation ihrer innovativen Projekte, etwa bei Projektpräsentationen, Investorenmeetings und Mentoren-Gesprächen. Neben den Finanzierungsmöglichkeiten waren praktische Informationen zu den Themen Unternehmensgründung sowie Marketing- und Pitching-Strategie gefragt. Bei den Startups mit dabei war etwa Kami, mit seinen AI-Anwendungen für den Finanz- und Bankensektor. Das Unternehmen nutzt die Chatbot-Technologie, um aus früheren Gesprächen passsende Antworten für laufende Konversationen zu entwickeln. Kuaiwear ist im Fitness-Segment tätig und ermöglicht smarte Coachings in Realtime über Kopfhörer und über den KuaiFit Marketplace Trainingspläne für verschiedene Sportarten über eine App. Das Startup Farm66 züchtet hochwertige organische Agrarprodukte in Innenräumen und nutzt dafür patentierte Gewächshaustechnologien mit wenig Wasserverbrauch. Für diese Technik interessiert man sich unter anderem in Dubai, wo Pflanzen in der Wüste angebaut werden sollen.

Positive Einschätzung überwiegt
Wie bereits in den Vorjahren wurden die Teilnehmer des AFF nach ihrer Einschätzung der wirtschaftliche Lage gefragt. 58 Prozent zeigten sich von einer positiven Entwicklung der Wirtschaft in diesem Jahr überzeugt, nur sechs Prozent äußerten sich pessimistisch, der Rest neutral. Als globale Wirtschaftsrisiken sehen 25 Prozent die politische Ausrichtung der amerikanischen Regierung, 19 Prozent fürchten mehr Handelsprotektionismus und weitere 19 Prozent geopolitische Spannungen. 55 Prozent erwarten, dass China 2018 die besten Anlageerträge bietet, vor allem in den Bereichen Telekommunikation, Medien, Technologie, Healthcare und in umweltfreundlichen Branchen. Als Treiber dieses Wachstums sehen 32 Prozent Liberalisierungen und strukturelle Reformen und 19 Prozent die Belt and Road-Initiative.

Nach Technologien befragt, die die größten Beeinträchtigungen für die Finanzindustrie bringen könnten, nannten 30 Prozent AI, 21 Prozent Big Data-Analysen, und 15 Prozent Blockchain. Als die größten Herausforderungen für Finanzinnovationen werden Überregulierung, konservative Ansichten von Amtsinhabern sowie fehlende Talente gesehen.

Die Vorträge von zwei Experten im Bereich AI und Fintech gehörten denn auch zu den Highlights am zweiten Tag des AFF. Professor Daniela Rus, Director des Computer Science and Artifical Intelligence Laboratory (CSAIL) und Professor of Electrical Engineering and Computer Science am MIT, sprach über die neuesten Entwicklungen bei AI und Robotern und welchen Einfluss diese auf die Finanz- und Geschäftswelt haben können. JP Nicols, Managing Director FinTech Forge und Chairman NextMoney.org, teilte sein Know-how zum Thema Finanzinnovationen und die Technologieentwicklung und ihre Bedeutung für Erfolge im globalen Markt.

Viel Interesse gab es auch für den Themenworkshop Fireside Chat, bei dem Christine Tsai, Gründungspartnerin und CEO von 500 Startup’s, die Geheimnisse erfolgreicher Startups in den Mittelpunkt stellte.

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Internationale Finanz- und Geschäftswelt trifft sich beim Asian Financial Forum in Hongkong

Zum elften Mal kommen am 15. und 16. Januar 2018 hochkarätige, internationale Vertreter der Finanz- und Wirtschaftswelt zum Asian Financial Forum im Hongkong zusammen.

BildWährend der zwei Tage werden sie Entwicklungen und Trends in den dynamischen Märkten Asiens und darüber hinaus diskutieren. Die Veranstaltung, die von der Regierung der Hong Kong Special Administrative Region (HKSAR) und dem Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) organisiert wird, steht diesmal unter dem Motto: Wachstum steuern und Innovation den Weg bereiten, in Asien und weltweit. In 2017 verzeichnete das Forum über 2.900 Teilnehmer, darunter mehr als 100 international renommierte Sprecher. Großes Interesse gab es auch an den Deal Flow Matchmaking Sessions, wo in über 600 Gesprächen mehr als 490 Projekte mit Investoren diskutiert wurden. Insgesamt arrangierte der Veranstalter seit dem Start dieser Sessions bereits 3.800 Meetings mit mehr als 1.800 Unternehmen.

Wie bereits im Vorjahr wird auch diesmal eine Delegation aus Deutschland nach Hongkong reisen, darunter rund 30 Teilnehmer von den Wirtschaftsjunioren Karlsruhe. Hintergrund ist laut Maximilian Hillmann, dem Vorsitzenden der Wirtschaftsjunioren Karlsruhe, dass „wir als junge Führungskräfte und Wirtschafts-Manager der Technologie-Region Karlsruhe immer auf der Suche nach aktuellen Trends und visionären Entwicklungen auf dem Weltmarkt sind. Das Asian Financial Forum in Hongkong bietet hierfür eine großartige Gelegenheit. Es ist richtungsweisend für wirtschaftliche Innovation, Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit – ein globales Forum zur Weiterbildung und zum Vernetzen.“ Eine kleinere Gruppe, die besonders am Thema Fintech interessiert ist, stellt Frankfurt Main Finance. Zudem wird es vor Ort einen gemeinsamen Stand von Frankfurt Main Finance, FrankfurtRheinMain und Hessen Trade & Invest geben.

Zu den Themen des AFF gehören unter anderem Finanzinnovationen und Technologie, AI und Robotics, Green Finance, Versicherungs-Technologie, Fintech, Blockchain und Banking-Innovationen. Unter den Referenten finden sich so klangvolle Namen wie Jacob J. Lew, bis 2017 Finanzminister der USA, David Lipton, First Deputy Managing Director des International Monetary Fund, Pierre Gramegna, Finanzminister von Luxemburg, Hu Huaibang, Chairman der China Development Bank Corporation, und Takehiko Nakao, Präsident der Asian Development Bank. Aus Deutschland kommt Dr. Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. Sprecherin beim Keynote-Luncheon am 16. Januar ist in diesem Jahr die Expertin für AI und Robotics, Professor Daniela Rus, Director of Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (CSAIL) und Professor Electrical Engineering and Computer Science des MIT.

Angeboten werden den Besuchern des AFF zudem vorab arrangierte Meetings für Teilnehmer mit gemeinsamen Interessengebieten, der InnoVenture Salon für Startups, die ihre Geschäftsideen internationalen Investoren vorstellen möchten, eine Zone für kostenlose Finanz- und Serviceberatung sowie Sessions mit Projekteignern, die ihre Projekte möglichen Investoren präsentieren.

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Mehr als 2.800 Entscheider aus Regierungen, Wirtschaft und Finanzwelt beim Asian Financial Forum (AFF)

Am 18. und 19. Januar 2016 trafen sich zum neunten Mal hochrangige Vertreter der globalen Finanzwirtschaft, Wirtschaft und Politik beim Asian Financial Forum (AFF) in Hongkong.

BildBei der gemeinsam vom Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) und dem Hong Kong Special Administrative Region Government (HKSARG) organisierten Konferenz standen Themen wie Asiens Rolle in der Weltwirtschaft, die Zukunft Chinas sowie die Auswirkungen der Belt and Road-Initiative im Mittelpunkt.

Zu den über 90 hochkarätigen Sprechern aus aller Welt gehörte auch Dr. Ben S. Bernanke, von 2006 bis 2014 Chairman des United States Federal Reserve System. Sie trafen bei den verschiedenen Paneldiskussionen und Sitzungen auf mehr als 2.800 Finanzexperten, CEOs multinationaler Unternehmen sowie Investoren aus aller Welt. Als Keynote-Sprecher beim gemeinsamen Lunch am 19. Januar beleuchtete Dr. Bernanke die Auswirkungen der Normalisierung der US-amerikanischen Währungspolitik auf die globale Wirtschaft und den Einfluss von abweichenden Wechselkursen und der Währungspolitik der einzelnen Länder auf den weltweiten Kapitalmarkt.

Das chinesische Festland als bedeutender Wirtschaftsstandort zog sich thematisch durch beide Tage des AFF. Schwerpunkte der Podiumsdiskussionen waren etwa die Belt and Road-Initiative sowie Geschäftsinnovationen und Beeinträchtigungen durch Big Data, Fintech und E-Commerce. Ergänzt wurden die Podiumsdiskussionen durch Workshops, die von der Internationalisierung des Renminbi und China als Gastgeber des G20-Gipfel 2016 bis zur Rolle weiblicher Führungskräfte in China reichten.

Während des zweitägigen Forums führte das HKTDC Real-time-Befragungen bei den Teilnehmern etwa zu den Themen Weltwirtschaft und Investitionsumfeld durch. Die Auswertung zeigte, dass die Mehrheit der Befragten (43,7%) in diesem Jahr nicht optimistisch auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft blickt. Nur 15.8 Prozent zeigten sich positiv gestimmt, 40,5 Prozent neutral. Bei der Frage nach den Märkten mit den besten Investitionsmöglichkeiten erreichte China den ersten Platz (30,3%), gefolgt von den USA (23,4%), Südostasien (17,5%) und Indien (12,7%). Nachhaltige Industrien mit umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen gehörten für die Teilnehmer zu den Sektoren, die die Weltwirtschaft am stärksten stützen, gefolgt von Telekommunikation, Medien und Technologie, E-Commerce und Healthcare.

Während einer der Podiumsdiskussionen wurden die Teilnehmer zudem zu den Wirtschaftsaussichten des chinesischen Festlandes befragt: Mehr als 90 Prozent rechneten 2016 mit einem Wachstum von höchstens sieben Prozent. 37,6 Prozent äußerten sich überzeugt, dass die wirtschaftliche Öffnung des Landes sowie Strukturreformen die wichtigsten Wachstumsmotoren für die Wirtschaft auf dem chinesischen Festland seien. Darauf folgen die Inlandsnachfrage (20,4%), eine proaktive Fiskalpolitik (14,5%) sowie die zügige Urbanisierung (12,1%).

Erstmals fand im Rahmen des AFF ein „Global Investment Summit“ statt, das von PwC und Standard & Poor’s gesponsert wurde. Hier standen die globalen Investitionsaussichten und die chinesischen Auslandsinvestitionen im Mittelpunkt. Investitionsmöglichkeiten prüfen konnten die Teilnehmer auch in diesem Jahr bei der „AFF Deal Flow Matchmaking Session“, die vom HKTDC zusammen mit der Hong Kong Venture Capital and Private Equity Association organisiert wurde. Es gab über 570 Meetings für 370 Investitionsprojekte. In der Global Investment Zone konnten sich die Teilnehmer des AFF zusätzlich über Investitionsprojekte in 12 Ländern informieren.

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Fit für einen neuen Einsatz – Umwandlung statt Abriss

Gebäude bewahren und neu zu beleben anstatt sie abzureißen. Gelungene und spannende Konzepte, die sich daraus ergeben, zeigen verschiedene Hongkonger Projekte.

BildDie Umwandlung ist auch ein von der Hongkonger Regierung unterstütztes Vorhaben und laut dem Hongkonger Büro der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) ein Gebiet, das sich für öffentlich-private Kooperationen eignet. Nach Aussage von Clement Lau, Vorsitzender des RCIS Hong Kong Board, kann der private Sektor signifikant zur Bewahrung dieses Erbes beitragen, da er flexibler und innovativer bei Design und künftiger Nutzung sowie den finanziellen Arrangements für den Betrieb des abgeschlossenen Projekts sei.

Ein Hongkonger Entwickler, der die Wiederverwendung der Abrissbirne vorzieht, ist die Ovolo Group mit Hotels in Hongkong und Australien. Tim Alpe, Chief Operating Officer, erläutert, dass Ovolo bei der Beschaffung neuer Objekte eher die leistungsschwachen und hässlichen Entlein mit Wertsteigerungs-Potential suche. Die Immobilie selbst als Hauptfaktor zu sehen und nicht gleich ihren Wert als Hotel unterscheide das Geschäftsmodell von Ovolo von vielen anderen, so Alpe. „Unsere Immobilien in Hongkong und Australien sind gute Beispiele für dieses Konzept.“

In Hongkong beherbergten Ovolo Central und Ovolo Noho früher Büros, die von der Gruppe zu Serviced Apartments und dann zu Hotels umgebaut wurden. Ovolo Southside in Wong Chuk Hang auf Hong Kong Island war ein Lagerhaus, das man in ein Hotel im hippen New York-Industriestyle verwandelte. „Selbst unsere Immobilie am Hafen von Aberdeen war ursprünglich ein Bürogebäude“, so Alpe. Ovolo Aberdeen Harbour ist seit Anfang August für 90 Tage geschlossen und wird im November als erstes Haus der Marke Mojo Nomad wiedereröffnet. Dieses neue Konzept vereint Leben und Arbeiten unter einem Dach. Zusätzlich zu den 65 Zimmern mit 250 Betten wird das Haus eine Community Bar, ein Café, eine Lounge und Co-Working-Plätze sowie eine gemeinsam nutzbare Küche und eine Waschküche für die Bewohner bieten.

Ovolo achtet beim Kauf der Immobilien auf einen möglichst günstigen Preis, investiert dann aber in hochwertiges Design, zusammen mit der Hongkonger Architekturfirma KplusK Associates und dem HASSELL Studio in Australien. Der Umwidmung wird dabei vor einem Abriss und Wiederaufbau der Vorzug gegeben. Dies ermöglicht zudem die willkommene Beibehaltung einiger skurriler Charakteristika der Originalgebäude.

Das Hongkonger Büro der holländischen Architekturfirma MVRDV demonstriert ebenfalls die Vorteile der Neubelebung. Hier entstand aus einem alten Industriegebäude in East Kowloon ein hochmodernes Bürohaus. Das 18.000 Quadratmeter große Projekt, am Kwun Tong Ufer in Kowloon gelegen, ist Teil eines umfangreicheren Stadtentwicklungsprogramms, das den postindustriellen Distrikt in einen neuen, zentralen Geschäftsbezirk umwandeln will.

Marta Pozo, Direktor bei MVRDV Asia, erläutert, dass das wegen des umfangreichen Einsatzes transparenter Materialien The Glass Office genannte Gebäude, für einen neuen Ansatz der Entwicklung in Hongkong steht. Dieser bevorzugt die Nachrüstung bestehender Gebäude und die Stärkung des originalen Charakters des Viertels vor dem kompletten Neubau.

„Die vorher dunklen und labyrinthartigen Innenbereiche wurden komplett herausgenommen, damit das Licht durch das Gebäude fluten kann“, so Pozo. Gemeinschaftsbereiche, Services und vertikale Zirkulation sind jetzt auf der Rückseite des Gebäudes angeordnet. „Der Grundriss erlaubt in jeder Etage eine Raumaufteilung von einem bis zu vier Mietern.“ Beauftragt wurde MVRDV von der Kapitalbeteiligungsfonds-Gesellschaft GAW Capital, die sich auf den globalen Immobilienmarkt fokussiert.

Auch die Besitzer des Camlux Hotels, das im letzten Mai in Kowloon Bay eröffnete, wollten Elemente der früheren Isolierflaschen-Fabrik aus dem Jahr 1985 erhalten. Managing Director Raymond Leung erzählt, dass die Produktion in einen nahegelegenen Standort verlagert wurde, nachdem die Besitzer die Liegenschaft als sehr geeignet für ein Business Hotel einschätzten. Diese Entscheidung traf mit der Einführung des Revitalization of Industrial Buildings Programms der Regierung zusammen. Nach Aussage von Leung war die Umwandlung auch eine Chance zum Markenaufbau. „Wir wollten unsere eigene Geschichte und die Historie des Gebäudes verbinden, das charakteristische unserer Marke erzählen und gleichzeitig unseren Gästen etwas Interessantes bieten“, erläutert Leung. „Seit der Hoteleröffnung gab es ein großes Medienecho und viele ermutigende Kommentare zu unserem Design und der gelungenen Umwandlung. Dies hat uns nicht nur neue Kunden gebracht, sondern auch viele Stammkunden.“

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