GAI NetConsult ist auf Konferenz über Informationssicherheit in Energienetzen vertreten

Experten diskutieren auf der Fachtagung „IT-Sicherheit – Bedrohungen und Schutzmechanismen für elektrische Netze“ über Lösungen für die Sicherheit in der Energiebranche.

BildBerlin, 04.12.2014 – Die GAI NetConsult GmbH, führender Anbieter von IT-Sicherheitsaudits und der Beratung im Bereich IT-Sicherheitsmanagement in der Energiewirtschaft, referiert auf Einladung des Veranstalters SYMPOS auf der bedeutenden IT-Konferenz in Wien über Leitlinien zum Management der Informationssicherheit in der Energiewirtschaft. Die Fachtagung „IT-Sicherheit – Bedrohungen und Schutzmechanismen für elektrische Netze“ wird in Kooperation mit dem BDEW Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft e.V. durchgeführt und findet in diesem Jahr am 10. und 11. Dezember 2014 statt.

Die Konferenz ermöglicht den Dialog von Vordenkern und Spitzenvertretern der Energiebranche, hochqualifizierten Wissenschaftlern und führenden Experten für IT-Sicherheit in der Energiewirtschaft im deutschsprachigen Raum. Es wird darüber diskutiert werden, wie die Energiebranche in Österreich und Deutschland sicherheitstechnisch aufgestellt ist, welche Architekturen und Technologien sinnvoll sind sowie welche nachhaltigen Modelle und Lösungen sich bewährt haben. Dazu wird es verschiedene Vorträge und Diskussionsrunden geben, an denen auch GAI NetConsult mit einem Experten beteiligt ist.

Energieunternehmen müssen sich intensiv mit dem Thema IT-Sicherheit befassen. Für die Steuerung und Überwachung von Netz- und Erzeugungsanlagen, Elementen im Smart Grid (beispielsweise Ortsnetzstationen und Smart Meter) oder für die Kommunikation zwischen den Unternehmen gehören moderne Leit- und Steuerungstechnik sowie Datenkommunikationsverbindungen und deren Schutz zu den Kernaufgaben in der Branche. Immer wichtiger für die betreffenden Unternehmen werden also die Erkennung und Abwehr von Risiken im Vorfeld, die Umsetzung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen sowie ein gezieltes Notfallmanagement. Im besten Fall wird die ISO/IEC 27001 bzw. ISO/IEC TR 27019 umgesetzt und ein Informationsmanagementsystem (ISMS) im Bereich der Prozesstechnik eingeführt.

Dr. Stephan Beirer, Teamleiter Sicherheit in der Prozessdatenverarbeitung bei der GAI NetConsult, ist am ersten Konferenztag Teil der Diskussionsrunde „Netz-Security in Austria“ und hält am zweiten Tag der Tagung einen Fachvortrag zum Thema „IT-Sicherheit für die Energiewirtschaft: Anwendung und Umsetzung der internationalen Norm ISO/IEC TR 27019“. Die ISO/IEC TR 27019 formuliert Leitlinien zum Informationssicherheitsmanagement auf Basis der ISO/IEC 27002 im Bereich der Leit- und Automatisierungstechnik für die Energiewirtschaft. Dr. Beirer hat als Projekteditor bei DIN und ISO/IEC die Arbeiten zur ISO/IEC TR 27019 wesentlich vorangetrieben und unterstützt.

Als Experte für IT-Sicherheit in der Energiewirtschaft berät Dr. Beirer insbesondere mittlere und große Industrie- und Energieversorgungsunternehmen, Fachverbände sowie verschiedene Hersteller bei der Erstellung von organisatorischen und technischen Sicherheitsrichtlinien sowie bei der Konzeption und Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen wie z.B. Notfallplänen. Er ist zertifiziert als „Lead Auditor ISO/IEC 27001“ und Mitglied der BDEW-Arbeitsgruppe „IT-Sicherheit in der Energie- und Wasserwirtschaft“ sowie der Standardisierungsgremien DIN NA 043-01-27 AA „IT-Sicherheitsverfahren“, DKE/AK 952.0.15 „Informationssicherheit in der Netz- und Stationsleittechnik“ und ISO/IEC JTC 1 SC27 WG 1 „Information security management systems“ und dort u.a. für den Bereich Prozessleittechnik und Smart Grid Security zuständig.

„Die Konferenz bietet eine hervorragende Plattform, um unseren intensiven Dialog mit Experten der Energiebranche und qualifizierten Wissenschaftlern weiterzuführen“, sagt Detlef Weidenhammer, Geschäftsführender Gesellschafter von GAI NetConsult. „Für uns ist eine Teilnahme an der Tagung selbstverständlich. Natürlich beteiligen wir uns auch gern mit unserem tiefen Know-how für IT-Sicherheit an der Diskussion.“

Weitere Informationen zur Konferenz „IT-Sicherheit – Bedrohungen und Schutzmechanismen für elektrische Netze“ finden Sie hier: http://www.netz-security.at

Details zu den Beratungsangeboten der GAI NetConsult wie Sicherheitsaudits, Sicherheitsmanagement und ISMS-Einführung finden Sie hier: https://www.gai-netconsult.de

Über:

GAI NetConsult GmbH
Herr Detlef Weidenhammer
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Deutschland

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Die GAI NetConsult ist ein unabhängiges Software- und Consulting-Unternehmen mit besonderer Expertise in der Erstellung von umfassenden Lösungen zur Informationssicherheit und der Entwicklung sicherer eBusiness-Anwendungen.
In der Informationssicherheit wird der gesamte „Security Life Cycle“ von der Analyse über Konzeption, Realisierung und Betrieb bis hin zur Überprüfung bestehender Sicherheitsmaßnahmen abgedeckt. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören Sicherheitsaudits (BSI, ISO), Penetrationstests, Notfallmanagement und die ISMS-Einführung nach ISO/IEC 27001. Ein Schwerpunkt liegt in der Sicherung von Kontroll- und Automatisierungssystemen (ICS, SCADA), insbesondere im Bereich Kritischer Infrastrukturen wie z.B. der Energieversorgung. Dabei werden die Anforderungen aus dem bdew Whitepaper – von der Projektplanung über die Ausschreibung und Systemkonzeption bis zur Abnahme – begleitet. Mitarbeiter der GAI NetConsult gehören zu den Top-Know-how-Trägern für ICS-Sicherheit und arbeiten in Fachgremien wie DIN, ISO maßgeblich an wichtigen Industriestandards wie der ISO/IEC 27019 mit.
Prozessintegration mit modernen EAI- und ESB-Plattformen sowie agile Softwareentwicklung nach Scrum bei Umsetzung des Security Development Life Cycles (SDL) sind die Basis für die kundenindividuellen Integrations- und Branchenlösungen der GAI NetConsult. Diese Lösungen beinhalten auch die Umsetzung der jeweils relevanten Sicherheitsanforderungen, z.B. aus dem Sozialgesetzbuch (SGB) im Gesundheitswesen oder bzgl. der gesicherten Kommunikation, die im eGovernment gefordert ist.
Zum Kundenstamm der GAI NetConsult gehören mittlere und große Unternehmen vorwiegend aus den Branchen Energieversorgung, Finanzdienstleistung, Gesundheitswesen, Chemie/Pharma sowie Öffentliche Verwaltungen. Weitere Informationen über GAI NetConsult finden Sie unter www.gai-netconsult.de.

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Informationsrisiko-Index: Deutschland am schlechtesten in Europa

Deutsche Unternehmen erreichen mit 53,6 Punkten niedrigsten Wert auf der Risikoskala

Deutschland liegt beim Reifeindex zum Informationsrisiko [1] auf dem letzten Platz. Der Index wird nun schon zum dritten Mal von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC und dem Informationsmanagement-Dienstleister Iron Mountain erhoben. Dazu wurden in diesem Jahr neben Führungskräften in mittelständischen Firmen erstmals auch größere Unternehmen in Europa sowie in den USA und Kanada befragt [2]. Insgesamt schneiden alle befragten Großunternehmen mit 65,7 Punkten besser ab, als der Mittelstand mit 55,3 Punkten.

Die Studienergebnisse für Deutschland, Frankreich, Ungarn, Spanien, die Niederlande, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten und Kanada zeigen, dass die durchschnittliche Punktzahl des Reifeindex zum Informationsrisiko für europäische Unternehmen im Jahr 2014 (56,1 Punkte) im Vergleich zum Vorjahreswert (56,8 Punkte) leicht gesunken ist. Der Idealwert beträgt 100 Punkte.

Während Deutschland im Jahr 2013 mit 55,5 Punkten Rang drei im europäischen Vergleich belegte, rutschte der deutsche Indexwert im Jahr 2014 auf 53,6 Punkte ab. Deutschland liegt damit sowohl hinter den anderen fünf EU-Staaten als auch hinter den Vereinigten Staaten (54,1 Punkte) und Kanada (55,0 Punkte). Im Vorjahr noch auf Platz zwei, erreichte Ungarn in diesem Jahr mit 60,2 Punkten den höchsten Wert. Frankreich erzielt 56,9 Punkte. Die Punktzahl des Vereinigten Königreichs (55,9 Punkte) ist fast gleichauf mit den Niederlanden (55,8 Punkte). Spanien platziert sich mit 54,7 Punkten vor Deutschland.

PwC- und Iron Mountain-Studie: Informationen werden nicht richtig genutzt

Der Reifeindex zum Informationsrisiko untersucht, inwiefern mittelständische und größere Firmen in Europa und Nordamerika ihre Informationen schützen und sie zu ihrem Geschäftsvorteil nutzen. Rund drei Viertel der befragten deutschen Unternehmen (72 Prozent) betrachten Informationen als wichtigen Asset, jedoch beschäftigt im Durchschnitt nur ein Drittel (31 Prozent) Datenanalysten, um den Nutzen aus ihren Informationen zu gewinnen.

Die Befragten bestätigen, dass Informationen ihnen geholfen haben, ihre Entscheidungsprozesse zu verbessern, ihre Kunden besser zu verstehen und den Umsatz zu steigern. Was andere Unternehmensschwerpunkte betrifft, bleibt das Potential weitgehend ungenutzt: Weniger als die Hälfte der deutschen Firmen (46 Prozent) verwendet Informationen für Produkt- und Serviceinnovationen. Nur ein Viertel der deutschen Unternehmen (13 Prozent) verwendet Informationen, um eine schnellere Markteinführung zu erreichen. Gerade mal vier Prozent der deutschen Befragten geben an, dass Informationen die Entwicklungszyklen von Produkten und Dienstleistungen beschleunigen.

Prioritäten bei Data Loss Prevention und Compliance

Bei der Frage nach der Schwerpunktsetzung beim Informationsmanagement konzentriert sich die Mehrheit der deutschen Unternehmen auf die Vermeidung von Datenpannen (72 Prozent) und auf die Verhinderung von gerichtlichen Schritten oder Geldstrafen für Rechtsverstöße (69 Prozent)

„Es überrascht, dass Deutschland als Datenschutz-Vorzeigeland und Ingenieursnation, in der es wichtig ist, Informationen bestmöglich vor fremden Zugriff zu schützen und das Maximum aus Informationen herauszuholen, am schlechtesten abschneidet. Generell offenbaren die diesjährigen Studienergebnisse eine beachtliche Lücke zwischen dem, was sich Unternehmen vornehmen und dem, was sie umsetzen. Unternehmen führen Informationsrisiko-Strategien ein, ohne jemals zu überprüfen, ob diese auch Wirkung zeigen. Das gleiche gilt für den Wert von Informationen, den sich die wenigsten Firmen zunutze machen, um bessere Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln“, sagt Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer von Iron Mountain Deutschland.

Derk Fischer, Partner im Bereich Risk Assurance Solutions, PwC Deutschland beurteilt dies folgendermaßen: „Unternehmen stehen überall vor dem gleichen Problem. Sie sind in einer Informationslandschaft tätig, die durch eine zunehmende Vielfalt und Datenmenge sowie durch eine immer größere Geschwindigkeit gekennzeichnet ist, mit der Informationen erzeugt und ausgetauscht werden. All diese Faktoren setzen Informationen einem erhöhten Risiko aus. Gleichzeitig steigt die Erwartung an Unternehmen, ihre Informationen bestmöglich zu nutzen. Zu viele Unternehmen sind bisher noch der irrigen Annahme, die Risiken und den Nutzen der verfügbaren Informationen gut zu kennen. Obwohl diese Informationen ihr größtes Vermögen darstellen, bleiben sie erstaunlich passiv, wenn es um deren Schutz und produktive Nutzung geht Aber ein Großteil der Kunden vertraut Unternehmen mittlerweile persönliche Informationen an. Unternehmen können es sich daher nicht leisten, das Thema Informationsmanagement und Informationssicherheit auf die leichte Schulter zu nehmen und dadurch das Vertrauen ihrer Kundenbasis nachhaltig aufs Spiel zu setzen.“

[1] Der Reifeindex zum Informationsrisiko ist eine Kennzahl, die angibt, inwiefern Unternehmen ein geeignetes Schutzniveau zur Verringerung von Informationsrisiken – beispielsweise Datenverluste, Cyber-Angriffe oder Industriespionage – besitzen. Außerdem wird untersucht, wie Firmen auf wichtige Trends wie Big-Data, Cloud-Storage und BYOD (Bring Your Own Device) reagieren. Bei einem Maximalwert von 100 sind Unternehmen vollständig auf Informations-Risiken vorbereitet.

[2] PwC befragte leitende Angestellte in 600 europäischen und 600 nordamerikanischen Unternehmen mit 250 bis 2.500 Mitarbeitern sowie 600 Firmen auf beiden Kontinenten mit bis zu 100.000 Angestellten in folgenden Wirtschaftsbranchen: Recht, Finanzen, Pharma, Versicherungen, Energie, Fertigungsindustrie und Maschinenbau.

Eine Zusammenfassung des Reports, ,Über die guten Absichten hinaus‘, steht unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.ironmountain.de/risikomanagement/

Weitere Informationen zu den Dienstleistungen von Iron Mountain finden Sie hier: www.ironmountain.de.

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Iron Mountain ist ein führender Dienstleister rund um die Speicherung und das Management von Informationen. Das Netz aus Hochsicherheitsarchiven umfasst eine Fläche von 6 Millionen Quadratmetern mit mehr als 1.000 Archiven in 36 Ländern, um Kunden weltweit schnell und zuverlässig zu versorgen. Die Archivierungslösungen von Iron Mountain beinhalten sowohl physische Dokumente als auch digitale Daten und decken dabei den gesamten Lebenszyklus – von der sicheren Aufbewahrung bis hin zur Vernichtung – ab, um Unternehmen bei der Compliance-gerechten Aufbewahrung ihrer Dokumente, der Reduzierung ihrer Lagerkosten und der Risikovorsorge zu unterstützten. 1951 gegründet, speichert und sichert Iron Mountain Milliarden von Unternehmensinformationen einschließlich Geschäftsdokumente, Backup-Bänder, elektronische Akten und medizinische Daten. www.ironmountain.de

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Praxisseminar vermittelt Kenntnisse zur ISO 27001 und Einführung eines ISMS

Eine wichtige Voraussetzung für die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 ist die Einführung eines Information Security Management Systems (ISMS). Die IBS-Akademie bietet dazu ein praxisnahes Seminar an.

BildHamburg, 27. April 2017 – Die IBS Schreiber GmbH, ein führender Anbieter von Beratung, Schulung und Software für die Prüfung und Auditierung von SAP-Systemen, unterstützt Unternehmen bei der Einführung eines ISMS und der Zertifizierung nach ISO 27001. Im Rahmen eines praxisnahen Seminars erfolgt eine fundierte Einführung in die Anforderungen, außerdem werden zahlreiche Best-Practice-Tipps vermittelt und Hinweise zur Durchführung einer eigenständigen Risikoanalyse gegeben.

ISMS – Informationssicherheit als ganzheitlicher Ansatz

Die Informationssicherheit hat nicht nur den Schutz von Daten in IT-Systemen zum Ziel, sondern die Sicherheit aller Informationen, also auch Informationen, die beispielsweise nur auf Papier oder nur im Kopf eines Mitarbeiters gespeichert sind. Die Grundwerte der Informationssicherheit sind dabei die Verfügbarkeit, die Vertraulichkeit und die Integrität der Informationen.

Durch die Einführung eines Information Security Management Systems (ISMS) wird die Informationssicherheit im Unternehmen dauerhaft definiert, kontrolliert, aufrechterhalten und fortlaufend verbessert. Zu diesem Zweck beinhaltet ein ISMS eine Aufstellung von Verfahren und Regeln, an denen sich das Unternehmen auszurichten hat. Die Norm ISO/IEC 27001 spezifiziert die Anforderungen an ein ISMS. Sie betrachtet die Herstellung, den Betrieb, die Überwachung, die Wartung und die Verbesserung des ISMS.

Umsetzung der ISO 27001 und Risikomanagement zentrale Themen

Die Teilnehmer erlernen in diesem Seminar, wie ein ISMS nach ISO 27001 für ihr Unternehmen aufgebaut sein sollte und wie sie es prüfen und bewerten können. Dazu werden nicht nur Hintergründe der Informationssicherheit beleuchtet und die Struktur, Ziele und Anwendungsbereiche der Normenreiche 2700x, insbesondere der ISO/IEC 27001:2013, erläutert, sondern auch der Zweck und die Einführung eines ISMS anhand von Best-Practice-Beispielen dargestellt. Praxisnahe Tipps zur Organisation der Informationssicherheit und der Formulierung von Policies (Richtlinien) und Prozessen im ISMS sowie Einblick in die Kombination mit einem Business Continuity Management runden diesen Teil des Seminars ab.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet Information Security Risk Management. Nach einer Einführung in das Risikomanagement werden insbesondere die Anforderungen an und Best Practices für das IS-Risikomanagement gemäß ISO/IEC 27001:2013 und anderen Vorgaben besprochen. Dabei wird der Risikomanagement-Prozess (Asset-Inventarisierung, Schutzbedarf, Gefährdungen, Risiko, Maßnahmen) behandelt und ein Best-Practice-Vorgehen für Information Security Risiko-Assessments vorgestellt. Viele Fallbeispiele aus der Praxis machen das Seminar besonders wertvoll für die Teilnehmer.

Das zweitägige Seminar findet am 8. und 9. Juni in der IBS-Akademie in Hamburg statt. Als Referenten konnten mit Alexander Clemm und Matthias Wehrhahn zwei ausgewiesene Experten für ISMS-Projekte gewonnen werden. Herr Alexander Clemm hat als Prüfungsleiter bei Ebner Stolz langjährige Erfahrung im Bereich der Durchführung und Leitung von zahlreichen IT-Compliance-Prüfungen (CISA). Zudem führt er als zertifizierter ISO 27001 Lead Auditor und zertifizierter IT-Sicherheitsmanager (CISM) IT-Risikoanalysen und ISMS-Implementierungen durch. Darüber hinaus kann Herr Clemm als zertifizierter ISO 22301 Lead Auditor auf erfolgreiche Implementierungsprojekte im Bereich Business Continuity Management zurückblicken. Herr Matthias Wehrhahn ist Consultant im Bereich der Informationssicherheit bei der Veritas Management Group GmbH & Co. KG. Als CISA und zertifizierter ISO 27001 Lead Auditor führt er unter anderem ISO 27001 und IT-Grundschutz Implementierungen durch. Zudem ist er als Berater im Bereich von Internen Kontrollsystemen und der Prozessoptimierung tätig.

„Die Einführung eines ISMS ist ein wichtiger Meilenstein für jedes Unternehmen, umso mehr im Zuge der unaufhaltsamen Digitalisierung. Legislative Änderungen erfordern zudem in zunehmendem Maße Zertifizierungen nach ISO/IEC 27001. Mit unserem Seminar können Unternehmen eine solide Basis für eine entsprechende Initiative im eigenen Haus legen und von unserem Praxiswissen profitieren“, sagt Alexander Clemm, Referent der IBS-Akademie und Prüfungsleiter bei Ebner Stolz.

„Die Zertifizierung nach ISO 27001 kristallisiert sich immer mehr zu einem wichtigen Qualitäts- und Differenzierungsmerkmal für Unternehmen heraus“, ergänzt Sebastian Schreiber, Geschäftsführer von IBS Schreiber.

Eine detaillierte Beschreibung des Seminars findet sich auf der Website unter:
https://www.ibs-schreiber.de/akademie/seminare/iso-27001-und-einfuehrung-eines-isms/

Das Akademieprogramm von IBS Schreiber bietet zudem mehr als einhundert Seminarthemen für Prüfung, Revision und Sicherheit von IT- und SAP®-Systemen: https://www.ibs-schreiber.de/akademie/

Über:

IBS Schreiber GmbH
Frau Lisa Niekamp
Zirkusweg 1
20359 Hamburg
Deutschland

fon ..: +49 40 69 69 85 68
web ..: http://www.ibs-schreiber.de
email : lisa.niekamp(at)ibs-schreiber.de

Über IBS Schreiber und CheckAud® for SAP® Systems
Die 1979 gegründete IBS Schreiber GmbH bietet ein einzigartiges Service- und Produktangebot für IT- und speziell SAP-Sicherheit, Datenschutz und Data Sciences an. Dabei kombiniert IBS Beratungs-, Prüfungs- und Serviceleistungen mit der Entwicklung spezieller Prüfsoftware und einem umfassenden Weiterbildungsangebot. Durch die Kombination von technischem, organisatorischem und fachlichem Know-how kann IBS alle Aspekte einer fundierten Governance, Risk & Compliance-Strategie (GRC) und IT-Sicherheitskonzeption aus einer Hand planen, prüfen und umsetzen.
Im Service- und Prüfungsgeschäft gehört das Unternehmen zu den führenden Experten für gesetzeskonforme und Compliance-gerechte Sicherheitskonzepte mit speziellem Fokus auf das Berechtigungsmanagement. IBS prüft IT- und SAP-Systeme auf ihre technische Sicherheit sowie die gesetzes- und regelkonforme Umsetzung von Berechtigungen, Zugriffsrechten und Prozessen. IBS bietet Datenschutz als Prüfungspaket, Beratung oder steht auch als externer Datenschutzbeauftragter zur Verfügung, mit langjähriger Erfahrung in der organisatorischen und technischen Beratung, Prüfung und Softwareerstellung. Als externer IT-Sicherheitsbeauftragter (ITSiBe) kann IBS seine Kunden in diesem speziellen Know-how auch operativ entlasten.
Mit mehr als einhundert Seminarthemen und vier jährlichen Fachkonferenzen ist IBS einer der größten und erfolgreichsten Anbieter von Schulungen, Seminaren und anderen Weiterbildungsformen für IT-Sicherheit, SAP-Sicherheit, Revision, Datenschutz und Datenanalyse im deutschsprachigen Raum. Durch die Synergien mit dem Prüfungs- und Beratungsgeschäft zeichnen sich die Veranstaltungen durch besonders hohe Praxisnähe und Anschaulichkeit aus. Mit dem Fachjournal Revisionspraxis PRev fördert IBS den Erfahrungsaustausch zwischen Revisoren, Wirtschaftsprüfern, IT-Sicherheits- und Datenschutzbeauftragten.
Zu den Kunden der IBS im Service- und Prüfungsgeschäft gehören u. a. das Technologieunternehmen Basler, Beiersdorf, die Ergo-Gruppe sowie die Schweizer Post. Weitere Informationen zum Unternehmen IBS Schreiber und dem Service- und Schulungsangebot unter www.ibs-schreiber.de.
Die GRC-Software CheckAud® for SAP® Systems ist ein professionelles Werkzeug zur umfassenden, effizienten und effektiven Prüfung von komplexen Zugriffsberechtigungen in SAP®-Systemen. Einzigartig ist der in der Software enthaltene ausgedehnte Katalog von mehreren Hundert vorkonfigurierten Prüfungen, für die IBS auch einen Aktualisierungsservice anbietet, der sowohl Veränderungen durch SAP®-seitige-Updates als auch durch geänderte gesetzliche Anforderungen umfasst.
Zu den Nutzern von CheckAud® for SAP® Systems gehören u. a. die Berliner Wasserbetriebe, Emil Frey, Knauf, MVV Energie und die Universität Graz. Weitere Informationen zum Produkt CheckAud® for SAP® Systems unter www.checkaud.de.

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GAI NetConsult analysiert IT-Sicherheitskatalog für Energienetzbetreiber

Dokument enthält verpflichtende Anforderungen an IT-Sicherheit-Mindeststandards für Betreiber von Strom- und Gasnetzen.

BildBerlin, 26.08.2015 – GAI NetConsult, Spezialist für Informationssicherheit insbesondere bei Prozessdatenverarbeitung in Kritischen Infrastrukturen, hat eine erste Analyse des neuen IT-Sicherheitskatalogs für Betreiber von Strom- und Gasnetzen durchgeführt.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den Katalog im Benehmen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstellt. Er enthält Sicherheitsanforderungen, die dem Schutz gegen Bedrohungen der für einen sicheren Energienetzbetrieb notwendigen Telekommunikations- und elektronischen Datenverarbeitungssysteme dienen. Der in Kurzform IT-Sicherheitskatalog genannte Anforderungskatalog ist für Energienetzbetreiber gemäß EnWG §11 Absatz 1a verbindlich und wurde nun veröffentlicht.

Die Ziele des IT-Sicherheitskatalogs der BNetzA sind die Sicherstellung der Verfügbarkeit der zu schützenden Systeme und Daten, die Sicherstellung der Integrität der verarbeiteten Informationen und Systeme sowie die Gewährleistung der Vertraulichkeit der verarbeiteten Informationen. Der IT-Sicherheitskatalog verpflichtet Strom- und Gasnetzbetreiber zur Umsetzung IT-sicherheitstechnischer Mindeststandards.

Eine erste Analyse der neuen Richtlinie durch die GAI NetConsult hat neben einer Vielzahl kleinerer Änderungen/Korrekturen gegenüber der Entwurfsfassung vor allem folgende Punkte aufgezeigt, die für Energienetzbetreiber in der Strom- oder Gasversorgung relevant sind:

– Im Kern sind weiterhin der Aufbau und die Zertifizierung eines ISMS nach DIN ISO/IEC 27001 für alle Netzbetreiber im Bereich Strom und Gas unabhängig von ihrer Größe gefordert.
– Der Geltungsbereich ist gemäß der kürzlich durch das IT-Sicherheitsgesetz erfolgten Änderung des EnWG auf „Telekommunikations- und elektronische Datenverarbeitungssysteme, die für einen sicheren Netzbetrieb notwendig sind“ angepasst. Die konkrete Ermittlung des Geltungsbereichs und die Abgrenzung zwischen direkt, indirekt bzw. nicht für den sicheren Netzbetrieb erforderlicher Systeme obliegen weiterhin dem Netzbetreiber selbst. Die Vorgaben und Erläuterungen zur Abgrenzung sind weitgehend unverändert.
– In diesem Zusammenhang wird weiterhin die Erstellung eines Netzstrukturplans mit den Technologiekategorien „Leitsysteme und Systembetrieb“, „Übertragungstechnik / Kommunikation“ und „Sekundär-, Automatisierungs- und Fernwirktechnik“ gefordert.
– Für die Risikoeinschätzung werden nunmehr weitergehende Vorgaben hinsichtlich der zu betrachtenden Schadenskategorien, der zu betrachtenden Einstufungskriterien und Gefährdungen gemacht. Unter anderem sollen bei den Schäden auch „betroffener Bevölkerungsanteil“ und „Auswirkungen auf weitere Infrastrukturen (z.B. vor- und nachgelagerter Netzbetreiber, Wasserversorgung)“ explizit betrachtet werden. Hier sind im Unternehmen ggf. bereits vorhandene Methoden zur Risikoanalyse in der Regel zu erweitern.
– Weiterhin ist die Benennung eines Ansprechpartners für IT-Sicherheit vorgesehen, der auch für die Kommunikation mit der BNetzA bei aufgetretenen Sicherheitsvorfällen zuständig ist. Der Ansprechpartner IT-Sicherheit ist bis zum 30.11.2015 zu benennen. Hier besteht also kurzfristig Handlungsbedarf.
– Weitere Festlegungen zu den gemäß IT-Sicherheitsgesetz und EnWG § 11 1c bei KRITIS-Relevanz vorgesehenen Meldungen bei Störungen an das BSI macht der IT-Sicherheitskatalog nicht. Hier bleibt die Ausgestaltung des Verfahrens durch das BSI abzuwarten.
– Für die Zertifizierung ist nunmehr ein eigenes Zertifizierungsschema vorgesehen, das von der BNetzA mit der Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) derzeit erarbeitet wird. „Generische“ ISO/IEC 27001-Zertifikate sind somit an dieser Stelle nicht ausreichend. Zudem kann die Zertifizierung dann nur durch einen bei der DAkkS für dieses Schema akkreditierten Dienstleister erfolgen.
– Die erfolgreiche Zertifizierung ist bis zum 31.01.2018 gegenüber der BNetzA nachzuweisen.

Eine ausführliche Analyse des IT-Sicherheitskatalogs und Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise werden durch die GAI NetConsult im kommenden GAI NetConsult SecurityJournal veröffentlicht werden.

„Der neue IT-Sicherheitskatalog der BNetzA macht Mindeststandards im Bereich IT-Sicherheit für Energienetzbetreiber erstmals verpflichtend“, sagt Detlef Weidenhammer, Geschäftsführender Gesellschafter von GAI NetConsult. „Verantwortungsvolle Netzbetreiber haben sich bereits in der Vergangenheit intensiv mit diesem Thema befasst und stehen jetzt nicht mit leeren Händen da. Wir begrüßen, dass durch den nunmehr verbindlichen IT-Sicherheitskatalog das Thema erneut ganz oben auf die Agenda gerückt ist. Die verbleibenden zweieinhalb Jahre bis zum zwingenden Nachweis der Zertifizierung wollen gut genutzt sein.“

Die GAI NetConsult unterstützt Netzbetreiber bei der Umsetzung des IT-Sicherheitskatalogs durch Beratung, Sicherheitschecks sowie den Aufbau von Informationssicherheitsmanagementsystemen (ISMS) nach DIN ISO/IEC 27001.

Details zu den Beratungsangeboten der GAI NetConsult speziell zum IT-Sicherheitskatalog und generell zur Informationssicherheit im Bereich Kritischer Infrastrukturen mit Dienstleistungen wie IT-Sicherheitsaudits, Umsetzung des BDEW Whitepaper oder der ISO 27001 sowie ISMS-Einführungen finden Sie hier: https://www.gai-netconsult.de

Das Security Journal der GAI NetConsult kann kostenlos online im Abo bezogen werden. Die Anmeldung erfolgt hier: https://www.gai-netconsult.de/journal

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Prozessintegration mit modernen EAI- und ESB-Plattformen sowie agile Softwareentwicklung nach Scrum bei Umsetzung des Security Development Life Cycles (SDL) sind die Basis für die kundenindividuellen Integrations- und Branchenlösungen der GAI NetConsult. Diese Lösungen beinhalten auch die Umsetzung der jeweils relevanten Sicherheitsanforderungen, z.B. aus dem Sozialgesetzbuch (SGB) im Gesundheitswesen oder bzgl. der gesicherten Kommunikation, die im eGovernment gefordert ist.
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GAI NetConsult nimmt kritische Einschätzung des IT-Sicherheitsgesetzes vor

Auswirkungen auf EVUs und andere KRITIS-Unternehmen werden bewertet. GAI NetConsult stellt Hilfe zur Umsetzung bereit.

BildBerlin, 27.07.2015 – GAI NetConsult, Spezialist für Informationssicherheit bei Kritischen Infrastrukturen, veröffentlicht eine kritische Bewertung des IT-SiG und zeigt Hürden bei der Umsetzung auf.

Vor dem Hintergrund zunehmender Cyber-Angriffe auf Unternehmen, Betreiber Kritischer Infrastrukturen und staatliche Institutionen, verfolgt die Bundesregierung mit dem kürzlich verabschiedeten IT-SiG das Ziel, die IT-Sicherheit in Deutschland signifikant zu verbessern. Das Gesetz mit dem allumfassenden Namen „Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme“ stellt Anforderungen für Mindeststandards an IT-Sicherheit auf und definiert Meldepflichten für erhebliche IT-Sicherheitsvorfälle. Betroffen sind insbesondere Betreiber Kritischer Infrastrukturen aus den Bereichen Energie, Informationstechnik und Telekommunikation, Transport und Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung sowie Finanz- und Versicherungswesen.

Geltungsbereich weiterhin unklar

Nach wie vor unklar ist, welche Unternehmen nun genau Betreiber Kritischer Infrastrukturen sein sollen. Die exakte Definition Kritischer Infrastrukturen und damit die Abgrenzung des Geltungsbereiches des Gesetzes sind weiterhin offen und werden erst per Rechtsverordnung durch das BMI (unter Einbeziehung der betroffenen Kreise aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft) genauer festgelegt. Während der Gesetzesentwurf nach „aktuellen Schätzungen“ die Zahl der meldepflichtigen Betreiber Kritischer Infrastrukturen bei maximal 2000 sieht, kommt eine Studie im Auftrag des BDI auf bis zu 18.000 Großunternehmen in den KRITIS-Sektoren. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass der Gesetzgeber bei seinen Planungen von erheblich zu niedrigen Zahlen ausgegangen ist.

Abgrenzung zu branchenspezifischen Gesetzen und Sicherheitsstandards

Das IT-SiG ist kein eigenständiges Gesetz, sondern ein Artikelgesetz, d.h. eine Sammlung von Änderungen und Erweiterungen bereits bestehender Gesetze wie u.a. dem BSI-Gesetz (BSIG), dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und dem Telemediengesetz. Für Energienetzbetreiber (Strom und Gas) ändert sich durch das IT-SiG zunächst nur wenig, da sie bereits dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) unterliegen und gesetzlich zur Umsetzung des IT-Sicherheitskatalogs der Bundesnetzagentur (BNetzA) und zur Einhaltung von Mindeststandards zur IT-Sicherheit im Netzbetrieb verpflichtet sind. Anderes gilt bei Energieanlagenbetreibern und ggf. auch Energiehändlern, die virtuelle Kraftwerke betreiben. Sie kommen jetzt in die Obhut der BNetzA und unterliegen damit neu dem BnetzA IT-Sicherheitskatalog. Zudem ändern sich die Meldewege für Sicherheitsvorfälle (BSI statt BNetzA) und die damit verbundenen Auskunftspflichten ggü. dem BSI.

Änderungen für Energieversorger (EVU) in der Praxis

Für Umsetzungsprojekte bei EVUs bleibt noch die Veröffentlichung der endgültigen Version der IT-Sicherheitskataloge für Netz- und Anlagenbetreiber (sowie die Rechtsverordnung zu den KRITIS-relevanten Energieanlagen) abzuwarten, die allgemein für Q3/2015 erwartet wird. Die umzusetzenden Mindeststandards orientieren sich an der internationalen Normenreihe ISO/IEC 2700x, ergänzt um den IT-Sicherheitskatalog für Energienetze und -anlagen der Bundesnetzagentur (BNetzA). Im Kern wird die Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS, engl. Information Security Management System) – wie in der ISO/IEC 27001 beschrieben – verlangt. Weiterhin etabliert das IT-SiG eine Meldepflicht für IT-Sicherheitsvorfälle in Kritischen Infrastrukturen und verlangt die Einrichtung einer Kontaktstelle für die Störungsmeldungen, spätestens sechs Monate nach Erlass der Verordnung. Im Zwei-Jahres-Rhythmus ist nachzuweisen, wie diese Mindestanforderungen erfüllt werden.

Analyse und Planung für ein ISMS jetzt beginnen

Mit Blick auf die zu erwartenden gesetzlichen Fristen zur Einführung eines ISMS sollten EVUs und andere Unternehmen der KRITIS-Sektoren schon jetzt in die Planung einsteigen. Die Einführung eines ISMS und dessen Zertifizierung innerhalb von zwei Jahren bei Unternehmen, die hierfür noch keine ausreichenden Vorarbeiten aufweisen können, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Der hierfür benötigte Aufwand auch bei den eigenen Mitarbeitern wird zumeist unterschätzt und ohne externe Hilfe mit fundierten Kenntnissen der ISO-Methodiken wird die Zielsetzung der Zertifizierungsfähigkeit nicht erreichbar sein. Weiterhin ist bei den prognostizierten Tausenden von betroffenen Unternehmen ein Run auf die entsprechend erfahrenen Beratungsunternehmen zu erwarten. Es empfiehlt sich also zur eigenen Risikominimierung, sich frühzeitig mit den Auswirkungen des IT-SiG zu beschäftigen.

IT-SiG ist bei allen Schwächen ein Schritt in die richtige Richtung

Eine ausführliche Diskussion des IT-SiG mit Details der Auswirkungen insbesondere für EVUs und andere KRITIS-Unternehmen findet sich im aktuellen Security Journal der GAI NetConsult. „Auch wenn viele Experten das IT-SiG mit dem berühmten Sprichwort too little, too late kommentieren, ist es ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Detlef Weidenhammer, Geschäftsführender Gesellschafter von GAI NetConsult. „Wir erwarten durch das IT-SiG, dass sich deutlich mehr Unternehmen in den KRITIS-Branchen intensiver mit dem Schutz ihrer Daten und Infrastruktur auseinandersetzen. Die Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems sollte – unabhängig von den konkret gesetzlich geforderten Maßnahmen – immer die Basis einer Informationssicherheitsstrategie sein.“

Das Security Journal der GAI NetConsult erscheint alle zwei Monate mit aktuellen, sorgfältig recherchierten Informationen aus der Welt der Informationssicherheit. Es bündelt die Erfahrungen aus vielen Security-Projekten in Form von tiefgreifenden Fachartikeln sowie aktuellen Tipps zum Thema Informationssicherheit. Das Journal kann kostenlos online im Abo bezogen werden. Die Anmeldung erfolgt hier: https://www.gai-netconsult.de/journal

Details zu den Beratungsangeboten der GAI NetConsult bei den Themen IT-Sicherheitsgesetz (IT-SiG) und generell zur Informationssicherheit im Bereich Kritischer Infrastrukturen mit Dienstleistungen wie IT-Sicherheitsaudits und BSI-Audits, Umsetzung des bdew Whitepapers oder der ISO 27001 sowie ISMS-Einführungen finden Sie hier: https://www.gai-netconsult.de

Über:

GAI NetConsult GmbH
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Deutschland

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Die GAI NetConsult ist ein unabhängiges Software- und Consulting-Unternehmen mit besonderer Expertise in der Erstellung von umfassenden Lösungen zur Informationssicherheit und der Entwicklung sicherer eBusiness-Anwendungen.
In der Informationssicherheit wird der gesamte „Security Life Cycle“ von der Analyse über Konzeption, Realisierung und Betrieb bis hin zur Überprüfung bestehender Sicherheitsmaßnahmen abgedeckt. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören Sicherheitsaudits (BSI, ISO), Penetrationstests, Notfallmanagement und die ISMS-Einführung nach ISO/IEC 27001. Ein Schwerpunkt liegt in der Sicherung von Kontroll- und Automatisierungssystemen (ICS, SCADA), insbesondere im Bereich Kritischer Infrastrukturen wie z.B. der Energieversorgung. Dabei werden die Anforderungen aus dem bdew Whitepaper – von der Projektplanung über die Ausschreibung und Systemkonzeption bis zur Abnahme – begleitet. Mitarbeiter der GAI NetConsult gehören zu den Top-Know-how-Trägern für ICS-Sicherheit und arbeiten in Fachgremien wie DIN, ISO maßgeblich an wichtigen Industriestandards wie der ISO/IEC 27019 mit.
Prozessintegration mit modernen EAI- und ESB-Plattformen sowie agile Softwareentwicklung nach Scrum bei Umsetzung des Security Development Life Cycles (SDL) sind die Basis für die kundenindividuellen Integrations- und Branchenlösungen der GAI NetConsult. Diese Lösungen beinhalten auch die Umsetzung der jeweils relevanten Sicherheitsanforderungen, z.B. aus dem Sozialgesetzbuch (SGB) im Gesundheitswesen oder bzgl. der gesicherten Kommunikation, die im eGovernment gefordert ist.
Zum Kundenstamm der GAI NetConsult gehören mittlere und große Unternehmen vorwiegend aus den Branchen Energieversorgung, Finanzdienstleistung, Gesundheitswesen, Chemie/Pharma sowie Öffentliche Verwaltungen. Weitere Informationen über GAI NetConsult finden Sie unter www.gai-netconsult.de.

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