Insolvenzantragspflicht wieder aktiv: Finanzierung von Sanierungen rückt in den Fokus

Die unter Experten umstrittene Aussetzung der Insolvenzantragspflicht endete am 30. September – zumindest teilweise.

BildDas heißt: Akut zahlungsunfähige Unternehmen müssen ab sofort wieder einen Insolvenzantrag stellen, auch wenn ihre Schieflage auf COVID-19 zurückzuführen ist. Eine Ausnahme macht der Gesetzgeber jedoch bei aufgrund der Pandemie überschuldeten aber noch zahlungsfähigen Firmen. Diese müssen bis 31.12.2020 auch weiterhin keine Insolvenz beantragen. So sollten die Unternehmen nach Aussagen der Justizministerin weiter Zeit bekommen, um sämtliche Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen auszuschöpfen . Dieser teilweise Aufschub gibt manchem Unternehmen sicher Handlungsspielraum, sollte aber nicht zu Zögerlichkeit verleiten, wie Carl-Jan von der Goltz, geschäftsführender Gesellschafter von Maturus Finance, weiß: “Ein Gros der insolvenzreifen Firmen muss jetzt aktiv werden und notwendige Schritte einleiten: Eine Insolvenzrechts-Beratung suchen, einen Insolvenzantrag stellen und die notwendigen Mittel beschaffen. Doch auch die überschuldeten Betriebe, die eine zusätzliche Frist bis Jahresende bekommen haben, sollten dringend an Lösungen arbeiten und die Liquiditätsbeschaffung angehen.”

Weiterentwicklung des Sanierungsrechts

Es gab dieser Tage eine weitere wichtige Nachricht aus dem Sanierungs- und Insolvenzbereich. So hat das BMJV einen Referentenentwurf für ein Gesetz vorgelegt, das die bisherige Rechtspraxis reformieren wird. Das “Gesetz zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts” soll bereits Anfang 2021 inkraft treten. “Nachdem die EU-Richtlinie zu den präventiven Restrukturierungsrahmen schon eine Weile ihrer Umsetzung in deutsches Recht harrt, kam der jetzt vorgelegte Entwurf für viele doch überraschend. Wird dieses Gesetz so umgesetzt, dann wird sich die Restrukturierungspraxis wohl stark wandeln und eine vorinsolvenzliche Sanierung für mehr Unternehmer eine gangbare Option werden”, erwartet von der Goltz. Der Entwurf sieht unter anderem die Möglichkeit zur Entwicklung eines Restrukturierungsplans und dessen Verhandlung mit den Gläubigern komplett in Eigenregie des Unternehmens vor. Die vielleicht wichtigste Neuerung dabei: Es muss nicht mehr der Kompromiss mit jedem einzelnen Gläubiger gesucht werden. Stattdessen werden diese künftig, ähnlich wie im regulären Insolvenzverfahren, in Gruppen vereint. Es sollen dem Referentenenturf zufolge dann nur noch 75 Prozent der Gruppenmitglieder und insgesamt eine Mehrheit der Gläubigergruppen zustimmen müssen, damit ein Restrukturierungsplan als angenommen gilt. Das würde die Aussicht auf dessen Umsetzung deutlich erhöhen – denn momentan können schon einzelne Gläubiger sämtliche Sanierunsbemühungen kippen. Die Gerichte sollen in diesen neuen Restrukturierungsverfahren nur optional eine Rolle spielen, etwa zur Abstützung des Sanierungsplans, bei Streitigkeiten mit Gläubigern oder um das Unternehmen im Restrukturierungsprozess bei Bedarf vor Vollstreckungsmaßnahmen zu schützen. Doch trotz aller zu erwartenden Möglichkeiten: Ein Kernthema solcher Restrukturierungspläne wird wohl auch künftig die entsprechende Finanzierung sein.

Wie sollen Sanierungspläne finanziert werden?

Egal, ob sich ein Unternehmen auf ein Insolvenzverfahren einstellen muss, oder eine kriselnde Firma sich vorausschauend restrukturieren möchte: Mit alternativen Finanzierungsansätzen wie Sale & Lease Back oder Asset Based Credit können auch in Sondersituationen Mittel freigemacht werden. “Besitzt ein Unternehmen viele Maschinen, dann ist Sale & Lease Back nicht selten als Krisenfinanzierung prädestiniert. Denn hier wird im Rahmen einer reinen Innenfinanzierung frische Liquidität erzeugt – zudem können oftmals stille Reserven gehoben werden. Dazu verkauft das Unternehmen seinen werthaltigen Maschinenpark und least ihn direkt im Anschluss zur lückenlosen Weiternutzung wieder zurück”, erklärt Finanzierungsexperte von der Goltz. Der Vorteil in einer Insolvenz oder präventiven Restrukturierung: Sale & Lease Back fokussiere sich auf den Wert der Objekte und sei dadurch bonitäts- und bankenunabhängig. Außerdem spare das Modell durch seinen effektiven Finanzierungsprozess Zeit. Doch der “Rückmietverkauf” ist nicht die einzige Option in Sondersituationen: “Natürlich besitzt nicht jedes Unternehmen einen großen Bestand an Maschinen. Mittelständische Händler verfügen aber regelmäßig über ein umfassendes Warenlager. Über das Modell “Asset Based Credit” können die marktgängigen Handelsgüter bzw. Fertigwaren aus einem solchen Lager zur Besicherung eines Spezialkredites verwendet werden. Und dieser kann unter anderem auch dazu dienen, Restrukturierungsmaßnahmen zu finanzieren”, so von der Goltz.

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Kurzprofil Maturus Finance GmbH
Die Maturus Finance GmbH ist eine bankenunabhängige Finanzierungsgesellschaft und bietet innovative Wege der Unternehmensfinanzierung. Der Finanzdienstleister ist Ansprechpartner für mittelständische Produktionsbetriebe und Händler, die im Rahmen ihrer aktuellen Finanzierungsstruktur Alternativen zu bestehenden Bankverbindungen suchen und ihren unternehmerischen Spielraum erweitern wollen. Finanzierungslösungen werden ab einem Volumen von 250 TEUR bis 15 Millionen EUR angeboten, in Einzelfällen auch darüber hinaus. Dies korrespondiert in der Regel mit Umsatzgrößen der Unternehmen von circa 5 Millionen bis 200 Millionen EUR. Die Maturus Finance GmbH hat ihren Hauptsitz in Hamburg, Deutschland, und ist seit 2015 auch in Österreich vertreten.

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Maturus TradeInvest übernimmt komplexe Asset-Transaktionen

Verkaufsabwicklung von Industriegütern bei Restrukturierungsprozessen

Die wirtschaftliche Situation vieler Fertigungsunternehmen ist aufgrund der Coronakrise immer noch angespannt. So zeigte beispielsweise eine Blitzumfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) unter seinen Mitgliedsfirmen, dass sich die Lieferketten zwar entspannt haben, die Auftragseinbußen aber weiterhin hoch sind. Der Kreditversicherer Euler Hermes erwartet in Deutschland mindestens zehn Prozent mehr Insolvenzen als im Vorjahr. Aber auch Restrukturierungen und Transformationsprozesse werden verstärkt angestoßen. “Damit einher geht häufig die Veräußerung von Anlagevermögen”, weiß Carl-Jan von der Goltz, Geschäftsführender Gesellschafter der Maturus Finance GmbH. “Als objektbasierter Finanzierer liegt unsere Kompetenz in der Bewertung von Maschinen, Produktionsanlagen und Fuhrparks – entsprechend sind wir der ideale Partner für Unternehmen, die erstens den Wert ihres Maschinenparks einschätzen wollen und zweitens einen verlässlichen Spezialisten für den anschließenden Maschinenverkauf suchen”, so von der Goltz weiter.

Für diese spezielle Serviceleistung steht das europaweittätige Tochterunternehmen von Maturus Finance, die Maturus TradeInvest, bereit. “Das Management eines Betriebs beauftragt uns mit der gesamten Organisation und Abwicklung des Verkaufsprozesses und kann sich somit auf seine Hauptaufgabe konzentrieren. Denn gerade in komplexen Veränderungsprozessen hat der Unternehmer häufig nicht die Zeit, sich mit der Veräußerung des Maschinenparks auseinanderzusetzen. Zudem fehlt den Betrieben häufig das entsprechende Know-how für derartige Verkaufsprojekte”, sagt Christoph Kleinfeld, geschäftsführender Gesellschafter der Maturus TradeInvest. Der Dienstleister regelt die marktgerechte Wertermittlung der Objekte durch externe Gutachter und erstellt gemeinsam mit dem Betrieb einen Projektablaufplan. “Dieser umfasst die Vermarktung, Demontage und Ausbringung innerhalb eines vereinbarten Zeitrahmens”, beschreibt Kleinfeld das Vorgehen. Wenn gewünscht, wird das Gebäude auch leer und besenrein übergeben.

Anwendungsbeispiele gibt es zahlreiche: Sellt ein Unternehmen mit verschiedenen Produktbereichen beispielsweise fest, dass seine Maschinenherstellung nicht mehr rentabel arbeitet, kann es diesen Unternehmensbereich verkaufen. Oder ein Betrieb entschließt sich, aufgrund geopolitischer oder wirtschaftlicher Veränderungen einen Produktionsstandort zu schließen. Denkbar wäre ebenfalls die Umstellung der Produktpalette oder Serviceleistungen aus wettbewerbsrelevanten Gründen. Auch eine komplette Betriebsauflösung wegen Insolvenz ist möglich. In allen genannten Beispielen werden Anlagen und Maschinen nicht mehr benötigt und können zur Liquiditätsgewinnung verkauft werden.

Der Branchenfokus für das Serviceangebot der Matrus TradeInvest liegt in der Regel auf den klassischen, produzierenden Investitionsgüterbereichen. Dazu zählen beispielsweise das gesamte Spektrum der Blech- und Metallbearbeitung, die Kunststoff- und Holzverarbeitung sowie nach Einzelfallprüfung auch ausgewählte weitere Segmente. Zielgruppen sind beispielsweise die Geschäftsleitung, Unternehmens- oder Insolvenzberater.

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Daten- und Projektmanagement für die Insolvenz: INSOPROJECTS und PROJEKTERFOLG schließen Partnerschaft

INSOPROJECTS und PROJEKTERFOLG unterstützen Krisenunternehmen durch Daten- und Projektmanagement. Sie schaffen mehr Wert für die Gläubiger, sorgen für Sicherheit und Geschwindigkeit im Verfahren.

BildDüsseldorf, 20.7.2020 – Insolvenzen, Sanierungen und Restrukturierungen erfordern professionelles Projektmanagement bei der Integration von wirtschaftlichen und technischen Aspekten. Um diese Aufgaben zukünftig effizienter zu lösen, vereinbaren die INSOPROJECTS GmbH und die PROJEKTERFOLG GmbH eine strategische Partnerschaft. INSOPROJECTS begleitet Unternehmen in Krisensituationen in Hinblick auf IT, Datenmanagement und Geschäftsprozesse. Die Kernkompetenzen von PROJEKTERFOLG liegen in den Bereichen Projektmanagement und Task Force. Durch die Kombination beider Leistungsspektren wird eine bessere Transparenz geschaffen. Resultat: Mehr Wert für die Gläubiger, größere Sicherheit und höhere Geschwindigkeit im Verfahren.

Gemeinsam arbeiten die Partner an der Schaffung von Standards in den Bereichen Datensicherung, Datenextraktion sowie Datenauswertung. Sie sorgen mit einer schnellen Eingreiftruppe für erfolgreiche Lösungen in Insolvenzverfahren, Sanierungen und Restrukturierungen. Mit der Implementierung einer agilen und gleichzeitig stabilen Projektorganisation steht das Erzielen von Ergebnissen statt der Erledigung von Aufgaben an erster Stelle. Damit ergibt sich ein großer Mehrwert für das insolvente Unternehmen und die Gläubiger.

“Unser Ansatz erlaubt es die vorhandenen Schätze im Unternehmen besser zu finden und zu heben. Sie erhalten schneller einen besseren Überblick, reduzieren Ihre Haftungsrisiken und gewinnen einen größeren Zeit- und Spielraum bei der Zukunftsgestaltung des Krisenunternehmens. Unsere Projekte sorgen für Verbesserungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch optimiertes Working Capital, höhere Liquidität und bessere Ergebnisse. Dies alles zahlt sich am Ende durch eine deutliche Vergrößerung der Insolvenzmasse als Erfolg für Sie aber auch für alle Stakeholder aus.” erläutert Thomas Möllers, Geschäftsführer der INSOPROJECTS GmbH.

“Insolvenzverwalter, Gläubiger, Kunden und Lieferanten wünschen sich Transparenz und zielgerichtetes Handeln des insolventen Unternehmens. Für die Mitarbeiter ist die Situation häufig neu. Hinzu kommt die Angst um den Arbeitsplatz. Um in diesem Umfeld in kurzer Zeit die notwendigen Kräfte zu bündeln und Mitarbeiter zu motivieren, setzen wir auf die Kombination transparenter Daten, klarer Prioritäten und starker Führung im Team. Unser integriertes Projektmanagement erlaubt es, die technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Potenziale im Unternehmen schneller zu realisieren. Aus diesem Grund schaffen wir mit der Kooperation von INSOPROJECTS und PROJEKTERFOLG etwas Neues mit einem riesigen Mehrwert für Insolvenzverwalter und Gläubiger.” erklärt Dr. Thorsten Nottebaum, Geschäftsführer der PROJEKTERFOLG GmbH.

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INSOPROJECTS, mit Sitz in Dortmund und einer Niederlassung in Düsseldorf, ist ein europaweit operierendes Unternehmen für Projektmanagement in Insolvenzen, Sanierungen und Restrukturierungen. INSOPROJECTS entwickelt speziell für Krisensituationen maßgeschneiderte Lösungen für die Bereiche IT, Organisation und Management. Durch den Gesellschafter UNIORG verfügt INSOPROJECTS über ein zertifiziertes IT-Rechenzentrum sowie eines der erfahrensten und traditionsreichsten ERP- und Organisations-Beratungshäuser in Deutschland. Hierdurch wird es möglich jedes große ERP-System und alle IT-Umgebungen zu betreuen. Mehr erfahren unter www.inso-projects.de.

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Fixkostenmanagement nach und während der Corona-Krise

Gerade zu Zeiten einer Wirtschaftskrise kämpfen viele Unternehmen bei sinkenden Umsätzen mit der hohen Fixkostenlast. Hier gilt es, für die Zukunft wirksame Maßnahmen zu ergreifen.

Schon Schmalenbach und Porter erkannten, dass die Steuerung der Fixkosten entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Unternehmen hat. Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise, die durch das Corona-Virus ausgelöst wurde, haben viele Unternehmen unter der Last der hohen Fixkosten zu leiden. Doch was lässt sich für die Zukunft daraus lernen?
Prof. Dr. Stefan Georg von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes betont auf https://www.wiin-kostenmanagement.de/fixkostenmanagement/ die Wichtigkeit, Fixkosten frühzeitig zu beeinflussen. Unzweifelhaft muss ein Unternehmen gewisse Kapazitäten aufbauen, um überhaupt am Wettbewerb partizipieren zu können. Doch oftmals verlieren die Betriebe im Laufe der Zeit die Übersicht, welche Fixkosten überhaupt zu tragen sind. Das liegt vor allem daran, dass Unternehmen zwar Einzelkosten und Gemeinkosten im Blick haben, diese aber nicht deckungsgleich mit variablen und fixen Kosten sind, so dass die Transparenz der Fixkosten fehlt. Und in Zeiten sinkender Umsätze wird dies dann besonders deutlich.
Das strategische Kostenmanagement stellt Methoden bereit, effektives Fixkostenmanagement zu betreiben. Dazu sind Eigentumspotenzialdatenbanken und Vertragsdatenbanken aufzubauen, aus denen die wichtigsten Parameter hervorgehen, die für die Beeinflussung der Höhe der Kosten von Bedeutung sind. Nur so kann man auch während wirtschaftlicher Krisen die drohende Insolvenz von Unternehmen vermeiden.
Oftmals lassen sich fixe Kosten nur auf lange Sicht hin steuern. Es gehört zu ihrem Charakter, dass sie auch dann anfallen, wenn die Produktion des Unternehmens stillsteht. Doch nur, wer die eigenen Fixkosten im Detail kennt, kann auch Maßnahmen zum Abbau der Fixkosten ergreifen, um nicht von der Last der fixen Kosten erdrückt zu werden. Dieser Schritt stellt die Weichen für eine wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens.

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Konjunkturabschwächung schlägt sich in steigenden Insolvenzen nieder

Frühzeitiges Krisenmanagement kann Worst Case verhindern

BildDie Eintrübung der wirtschaftlichen Lage macht sich bemerkbar: Die Meldungen über Gewinneinbruch, Arbeitsplatzabbau oder Werksschließungen reißen derzeit nicht ab. Insbesondere Fahrzeugbau sowie Maschinen- und Anlagenbau sind davon betroffen. Laut neuesten Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform schlägt sich die konjunkturelle Abschwächung in Deutschland zunehmend in den Insolvenzzahlen nieder. 19.400 Unternehmensinsolvenzen wurden in 2019 gemeldet – damit endet der seit zehn Jahren andauernde Rückgang der Unternehmensinsolvenzen.

Dabei können Insolvenzen in einigen Fällen auch vermieden werden, wenn frühzeitig gegengesteuert wird. “In unserer Beratungspraxis erleben wir immer wieder Fälle, wo Unternehmen erst handeln, wenn die Auftragsbücher leer sind oder es bereits massive Zahlungsschwierigkeiten gibt,” weiß Simon Leopold, Geschäftsführer und Unternehmensberater bei der ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG im Beratungsverbund ABG-Partner. “Dabei zeichnet sich eine Krise schon lange im Vorfeld ab und entsteht in einem mehrstufigen Prozess”, so Leopold weiter.

Krise nicht erst bei mangelnder Liquidität

Streng genommen beginnt eine Krise bereits dann, wenn sich der Wettbewerb verschärft, ein Unternehmen generell von wenigen Großkunden abhängig ist, mehr Reklamationen anfallen oder die Nachfrage nach bestimmten Produkten sinkt. Dann spricht man von der sogenannten strategischen Krise, die sich häufig noch nicht direkt auf die Liquidität auswirkt. “Genau darauf fallen viele Unternehmen herein, die nach dem Prinzip ,It’s all about the money’ agieren: Solange das Unternehmen aus monetärer Sicht noch keine großen Federn lassen muss, wird die Krise in diesem Stadium gar nicht erst als solche erkannt, geschweige denn ernst genommen”, weiß Unternehmensberater Leopold. Ein großer Fehler, denn wenn nicht hier schon Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, ist der langfristige Erfolg gefährdet.

Wirtschaftsexperten unterstützen mit Fachwissen aus der Praxis

Wird auf Krisenanzeichen nicht reagiert, setzt schließlich die Liquiditätskrise ein – der Moment, in dem meist “nichts mehr geht” und die Manager erst wirklich aufwachen. Die Bank droht dann beispielsweise mit einer Kündigung der Kreditlinien. Meist gibt es bereits Rückstände bei Umsatz- und Gewerbesteuer, Lohnzahlungen oder Sozialversicherungsbeiträgen. Pfändungen oder Vollstreckungen durch den Gerichtsvollzieher gehören zu den Anzeichen einer Krisenstufe, die bereits über die Liquiditätskrise hinausgehen. Im Ernstfall spricht man sogar von “Insolvenzreife” beziehungsweise “Insolvenz”, bei der von einer drohenden bis vollkommenen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung ausgegangen werden kann. “Der Spielraum ist dann bereits sehr stark eingeschränkt. Verzweifelte Schnellschuss-Aktionen, bestehend aus kosmetischen Einzelmaßnahmen, helfen nicht mehr. Daher empfehlen wir, bereits frühzeitig auf Krisenanzeichen zu reagieren und gegenzusteuern – bei Bedarf mit externer Unterstützung”, erklärt Leopold. Denn wenn dies zu spät erfolgt, bleibt auch den Fachexperten wenig Handlungsspielraum.

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Über den Beratungsverbund ABG-Partner
ABG-Partner ist ein Beratungsverbund mit eigenständigen Gesellschaften der Steuer- und Unternehmensberatung, Marketing, Recht und Wirtschaftsprüfung. Gegründet 1991, betreut ABG-Partner mit rund 100 Mitarbeitern an den Standorten München, Bayreuth, Dresden sowie Böblingen Unternehmen und Institutionen in allen steuerlichen und wirtschaftlichen Themen. Wir unterstützen unsere Mandanten fachübergreifend bei Gründungen, in Wachstumsprozessen, bei Unternehmensnachfolgen sowie bei Sanierungen.

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Große Chancen für Neustart nach Insolvenz: Studie bestätigt Erfolgsmodell der Eigenverwaltung

Infolge von ESUG wurde nach Meinung der Experten die Eigenverwaltung gestärkt: Der Geschäftsführer bleibt selbst an Bord. Ein erfolgreicher, nachhaltiger Neustart gelingt nur mit einem Sanierungsteam.

Bild(Dresden, 27. Juni 2018) “Vor der Novellierung des Insolvenzrechts wurden häufig auch überlebensfähige Betriebe zerschlagen”, erzählt Simon Leopold, Geschäftsführer der ABG Consulting-Partner im Beratungsverbund ABG-Partner. Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) vom März 2012 sollte an der Stelle Abhilfe schaffen und es einem Unternehmen mit “gesundem Kern” ermöglichen, sich innerhalb weniger Monate von Grund auf zu sanieren, neu aufzustellen und die Weichen für einen erfolgreichen Turnaround zu stellen. Eines der zentralen Ziele hierbei war das Stärken der sogenannten Eigenverwaltung, welches von einem Großteil der Experten als erreicht betrachtet wird. So lautet das Ergebnis der aktuellen Roland-Berger-Studie, die seit Einführung von ESUG regelmäßig das Meinungsbild von Experten und Entscheidern wiedergibt. “Damit kann man diese Form des Verfahrens als eine der erfolgreichsten Novellen des Insolvenzrechts betrachten”, fasst Leopold zusammen. In Zusammenarbeit mit der Heidelberger gemeinnützigen Gesellschaft für Unternehmensrestrukturierung mbH werden im Rahmen der Studie 2.300 Manager sowie Sanierungs- und Insolvenzexperten befragt.

Kein Insolvenzverwalter: Unternehmer bleibt selbst an Bord

Im Rahmen eines Verfahrens in Eigenverwaltung wird das Unternehmen nicht von einem Insolvenzverwalter übernommen. Stattdessen erhält der Unternehmer vom Gericht die Befugnis, den Betrieb selbst fortzuführen. Dies zählt zu den großen Vorteilen der Eigenverwaltung, da der Geschäftsführer damit weiterhin Ansprechpartner für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter bleibt und sein unternehmerisches Know-how einbringt. Ihm zur Seite steht der Sachwalter, der eine Aufsichtsfunktion hat und fortlaufend die wirtschaftliche Lage sowie die Liquiditätsplanung kontrolliert – unter Wahrung der Interessen und Rechte von den Gläubigern. Seine Arbeit bildet somit den Rahmen der Sanierung. Aufgrund der Komplexität und vielseitigen Anforderungen eines Insolvenzverfahrens werden diese meist in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Sanierungsteam umgesetzt. Dazu gehören in der Regel Unternehmensberater, Steuerexperten, Rechtsanwälte und oft auch Kommunikationsberater, die das Verfahren durch eine stringente interne und externe PR-Arbeit unterstützen.
Auch laut Roland-Berger-Studie zählt die professionelle Unterstützung zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren, da die Geschäftsführer der krisenbehafteten Unternehmen meist nicht über die notwendige Erfahrung oder das Fachwissen verfügen.

Antragstellung: Fristen einhalten und formale Anforderungen erfüllen

Das fristgerechte und richtige Stellen des Insolvenzantrags gehört für 69 Prozent der Befragten zu den schwierigsten Aspekten – beginnend bei der Frist. Spätestens drei Wochen nach Eintreten eines Insolvenzgrundes muss der Antrag beim zuständigen Gericht vorliegen. Dazu zählen entweder die tatsächliche Zahlungsunfähigkeit, eine drohende Zahlungsunfähigkeit oder auch die Überschuldung des Unternehmens. Lässt der Geschäftsführer die Frist verstreichen, macht er sich der Insolvenzverschleppung schuldig und im schlimmsten Fall gegenüber den Gläubigern schadensersatzpflichtig. Der Antrag selbst sollte gründlich vorbereitet werden: Fehlende, fehlerhafte oder unzureichende Unterlagen gehören auch heute noch zu den häufigsten Gründen, weshalb ein Antrag auf Eigenverwaltung abgelehnt wird.

Das Herzstück des Verfahrens: Der Insolvenzplan

Als Grundlage der Sanierung wird meist parallel ein Insolvenzplan erstellt. Aufgrund der insolvenzrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Komplexität wird dieser gemeinsam mit externen Beratern erarbeitet. Er besteht aus einem “darstellenden Teil”, in dem alle relevanten Unternehmensunterlagen aufgearbeitet und analysiert werden. Der anschließende “gestaltende Teil” enthält eine Erfolgsprognose zur Sanierungsfähigkeit und weist nach, dass mit Hilfe der angedachten Restrukturierungsmaßnahmen ein dauerhafter Neustart gelingen kann. Der Insolvenzplan steht und fällt mit der Akzeptanz von Seiten der Gläubiger: Diese verzichten zunächst auf einen Teil ihrer Forderungen mit der Erwartungshaltung, dass die Wettbewerbs- und Zahlungsfähigkeit des Betriebes mit Hilfe der Maßnahmen wiederherstellt wird. Stehen die Gläubiger hinter dem Plan und Unternehmen, ist das eine gute Voraussetzung für die offizielle Bestätigung durch das Gericht und die Aufhebung des Insolvenzverfahrens.

ABG-Partner: Insolvenzspezifische, ganzheitliche Expertise

“Wir haben in der Vergangenheit im ABG-Verbund zahlreiche Insolvenzverfahren erfolgreich begleitet”, informiert Simon Leopold. “Die Mandanten profitieren dabei von unserem fachübergreifenden Ansatz und Netzwerk aus insolvenzerfahrenen Unternehmens- und Steuerberatern, Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Kommunikationsexperten.” Diese begleiten das jeweilige Unternehmen nicht nur im Laufe des Verfahrens sondern oft auch darüber hinaus. Ein Sanierungsprozess ist nicht automatisch mit der offiziellen Aufhebung des Insolvenzverfahrens durch das Gericht beendet. Denn danach müssen die im Insolvenzplan angedachten und von den Gläubigern bestätigten Maßnahmen weiter umgesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise eine Umstrukturierung von internen Abläufen, die Neukalkulation von Verkaufspreisen oder der Ausbau von Vertriebswegen. “Nur so können wir Unternehmen den erfolgreichen und nachhaltigen Neustart ermöglichen. Das gelingt natürlich nur unter der Voraussetzung, dass die Geschäftsführung rechtzeitig auf Krisenanzeichen reagiert und willens ist, ihr Unternehmen wieder auf `Kurs` zu bringen”, so Unternehmensberater Leopold.

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Hohe Renditen – nur ein Traum?

Auf Sparbuch und Tagesgeldkonten gibt es für Kleinan-leger kaum noch Zinsen, Aktien sind für viele zu riskant. Soll man sein Geld gleich unters Kopfkissen legen oder gibt es doch noch Alternativen?

BildGrundsätzlich gilt: Wer sein Kapital sinnvoll anlegen möchte, sollte es breit streuen – dann muss man auch nicht auf ertragreiche Anlagen verzichten. Im Internet finden sich zahlreiche Anlagemöglichkeiten, aber hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Viele Anlageformen versprechen hohe Zinsen, sind aber meist auch mit gro-ßem Risiko verbunden. Wichtig ist, sich ausgiebig zu informieren und zu vergleichen.

Worauf sollte man achten?

“In einer Zeit der Niedrigzinsen attraktive Erträge zu erwirtschaften, muss nicht immer schwer sein”, so UDI-Geschäftsführer Georg Hetz. Sein Unternehmen gehört seit 20 Jahren zu Deutschlands Pionieren und Marktfüh-rern in Sachen ökologische, nachhaltige Geldanlagen. “Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sein Geld rentabel anzulegen. Wichtig ist aber immer auch ein Abwägen des Risikos. Wer z.B. 50% seines Kapitals mit hoher Sicherheit bei Bank oder Sparkasse anlegt, kann mit dem anderen Teil ruhig auf Rendite setzen. Setzen Sie aber nicht alles auf eine Karte -eine Streuung Ihrer Geldanlagen minimiert das Risiko!”, ergänzt Hetz.

Was empfehlen Sie?

“Sie als Anleger haben die Wahl – Sie entscheiden selbst über Ihr Investment. Nachhaltige Geldanlagen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Anstatt in Unternehmen, Staaten oder Produkte zu investieren, die nicht mit Ihren Lebenseinstellungen übereinstimmen, bietet eine Investition in nachhaltige, zukunftssichere und zinsstarke Sachwerte eine gute Alternative. Durch grüne Investments wird viel bewegt und man investiert in die Zukunft. Da sie längst auch lukrativ sind, erwirtschaften sie profitable Renditen zusätzlich zu dem guten Ge-wissen, etwas für die Umwelt getan zu haben.”, so Georg Hetz weiter. “Natürlich muss man sich damit intensiv beschäftigen, um für sich die richtige Anlageentscheidung zu treffen. Aber es lohnt sich!”
Bei der Auswahl der Projekte setzt UDI auf höchste Standards und Rentabilität. Um das Risiko zu streuen wird in sehr unterschiedliche Projekte investiert.

UDI-Festzinsanlagen setzen die Investitionen der Anleger für Erneuerbare Energien – Projekte in den Bereichen Solar-, Wind- und Bioenergie sowie energieeffiziente Immobilien ein. Diese Streuung in mehrere Projekte garantiert, dass u.a. unabhängig vom Wetter und dem Tag-/Nacht-Rhythmus immer Energie erzeugt wird. Durch diese Mischung wird das mögliche Risiko breit gestreut – “ein Totalverlust” der Geldeinlage wird hierbei nahezu ausgeschlossen.

UDI zählt zu den Vorreitern im Bereich grünes Geld. Durch ihre Geldanlagen konnten bisher 383 Windkraftanlagen, 46 Biogasanlagen, 90 Solarprojekte und ein Green Building realisiert werden. Mit diesen Energiekraftwerken werden 1,6 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt, die rechnerisch 1,8 Millionen Menschen mit sauberer Energie versorgen und der Umwelt 1,7 Millionen Tonnen CO2 ersparen. “Umgerechnet heißt das: Ein Anleger kann der Umwelt heute mit 10.000 Euro bereits 35 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.”, ergänzt Georg Hetz.

*Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.

Über:

UDI Gruppe Nürnberg
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Kurzportrait der UDI-Gruppe

1998 gegründet, gehört UDI schon seit vielen Jahren zu Deutschlands Marktführern im Bereich ökologischer Kapitalanlagen. Geschäftsführer Georg Hetz ist ausgebildeter Banker und blickt auf langjährige Erfahrungen in Consulting, Marketing und Vertrieb zurück.

Dem Wissen der 62 Mitarbeiter des UDI-Teams und der Qualität der Beteiligungsangebote vertrauen bereits rund 17.200 Anleger. UDI unterhält keinen teuren Außendienst, sondern betreut die Kunden bundesweit im Direktvertrieb schnell und effektiv. Das bis dato vermittelte Eigenkapital von knapp 520 Mio. Euro ermöglichte zusammen mit dem Fremdkapital den Bau von 383 Windkraftanlagen, 46 Biogasanlagen sowie 90 Solarprojekten und einer grünen Immobilie. Mit dem jährlich erzeugten Ökostrom können schon über 1,8 Millionen Menschen mit umweltfreundlicher Energie versorgt werden. Der Umwelt werden dadurch rechnerisch jedes Jahr rund 1,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid erspart.

Seit der Gründung der UDI-Gruppe hat sie sich vom Vertrieb für die Einwerbung von Eigenkapital für Windparks zu einer renommierten Anbieterin für Windkraft-, Solar- und Biogaskraftwerke entwickelt. Von der Projektentwicklung und Konzeption über die Vermittlung von ökologischen Geldanlagen an Privatinvestoren, verfügt die UDI über langjährige Erfahrung und Kompetenz. Auch auf dem Gebiet der Festzinsanlagen ist die Gruppe seit mehreren Jahren erfolgreich tätig. Die ab 2007 bis heute emittierten verzinslichen Vermögensanlagen waren bei den Kunden stets begehrt.

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Junge Erwachsene und das liebe Geld

Junge Leute verfügen zum Teil über eine beachtliche Finanzkraft, interessieren sich für Geldanlagen und wissen aber kaum etwas darüber. Sobald sie sich informieren, wird die Anlageform hinterfragt.

BildEine repräsentative Studie von Youngcom, die letzten Dezember im agentureigenen Network erhoben wurde, zeigt, dass junge Erwachsene über eine beachtliche Finanzkraft verfügen. Das liege daran, dass in jungen Jahren die Vorsorge oder auch der Unterhalt für eine Familie noch keine Rolle spiele. Aber keiner der Befragten konnte von sich sagen, dass er sich mit Geldanlagen sehr gut auskenne, obwohl über zwei Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen angab, sich für das Thema Geld zu interessieren. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich die meisten außerhalb des Elternhauses noch gar nicht mit dem Thema Finanzen auseinandergesetzt haben.

Viele Berufsanfänger denken beim ersten Gehalt zunächst ans Ausgeben: Ein neues Handy, das Festival nächsten Monat oder an Urlaub. Im zweiten Schritt geht es dann schon mal ums Sparen. Wenn es am Anfang auch eher kleine Beträge sind, dank Zins und Zinseszins könnte daraus schon ein kleines Vermögen werden. Auch wenn es in der Niedrigzinsphase gar nicht so einfach ist, die richtige Sparform zu finden.

Dass es tatsächlich eine beachtliche Anzahl von sehr jungen Erwachsenen gibt, die über erhebliche Geldbeträge verfügen, stellte die Studie von Youngcom ebenfalls fest. Das Kapital würde beispielsweise aus einer Erbschaft oder auch aus Zuwendungen der Eltern und Großeltern stammen. Egal aus welcher Quelle, Geld sollte man nicht parken, sondern anlegen.

Was raten Sie jungen Anlegern?

“Der Beratungsbedarf ist bei jungen Anlegern sehr hoch. Wir erleben immer wieder, dass das Wissen rund ums Geld nicht wirklich groß ist”, erzählt Georg Hetz, der Geschäftsführer des unabhängigen Finanzdienstleisters UDI aus Nürnberg. “Junge Menschen sollten sich gut informieren und von vornherein bei der Wahl der Anlage ihr Geld splitten. Die Hälfte etwa sollte sehr liquide angelegt werden, damit das Geld zur Verfügung steht, wenn es gebraucht wird. Das könnte zum Beispiel die Anlage auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto sein. Hier muss man aber unbedingt auf die Laufzeit achten. Mindestens 30 Prozent des Geldes rate ich in renditestarke Geldanlagen anzulegen und nur 20 Prozent variabel in unterschiedliche Finanzprodukte wie festverzinsliche Wertpapiere und Aktien. Wer sein Guthaben so oder ähnlich aufgeteilt anlegt, erreicht eine Risikostreuung und hat dennoch schnell Geld verfügbar.”

Was sollte bei jungen Anlegern einen höheren Stellenwert einnehmen: Rendite oder Sicherheit?

“Diese Frage stellt sich jedem Anleger und er entscheidet, was ihm wichtiger ist. Wobei ein 50-Jähriger in der Regel die Sicherheit in den Vordergrund stellt, damit das Kapital seine Rente ergänzt”, fährt Hetz fort. “Wer bereits um die Zwanzig mit dem Vermögensaufbau und der Kapitalanlage beginnt, sollte die Sicherheit im Auge haben, aber die Rendite bei der Wahl der Anlage in den Vordergrund stellen und auch mehr Risiko in Kauf nehmen. Ich denke da an risikoreichere Geldanlagen wie Aktien, Wertpapiere oder auch Nachrangdarlehen.”

Begriffe wie Nachhaltigkeit und Ökologie spielen bei Berufsanfänger oft erst dann eine Rolle, wenn sie sich selbständig machen und ihre erste eigene Wohnung beziehen. Sobald sie einen Haushalt führen, kommen viele Fragen auf sie zu und sie beschäftigen sich auch mit dem Thema Nachhaltigkeit: Trenne ich Müll und wie organisiere ich das am besten? Sollte ich Wasser sparen? Fahre ich mit dem Auto oder vielleicht auch ein paarmal in der Woche mit dem Rad zur Arbeit? Kaufe ich regionale Produkte? Bevorzuge ich Billigware vom Discounter oder doch lieber Ökoprodukte? Bleibt genug zum Sparen übrig und wie lege ich mein Geld jetzt sinnvoll an? Dies und mehr gilt es zu entscheiden.

Spielt Nachhaltigkeit bei jungen Anlegern eine nennenswerte Rolle?

“Im Gespräch mit jungen Anlegern hat mich immer wieder überrascht, dass sie zum einen sehr genau wissen wollen, was mit ihrem Geld passiert und zum anderen, dass ihnen die Nachhaltigkeit einer Anlageform sehr wichtig ist”, so Hetz weiter. “Um den Begriff Nachhaltigkeit ein wenig zu konkretisieren: Ich würde einen Prozess dann als nachhaltig bezeichnen, wenn er heutige Bedürfnisse befriedigt, ohne den Generationen der Zukunft die Möglichkeit zu nehmen, ihre Bedürfnisse ebenso zu befriedigen. Nachhaltige Geldanlagen sind beispielsweise Investitionen in neue Energien. Für junge Menschen gehört der Umbruch auf dem Energiesektor zur alltäglichen Schlagzeile. Dass fossile Energien zur Neige gehen und nach und nach durch die Nutzung von erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz ersetzt werden müssen, ist ihnen klar. Wenn man nun in diesen Zukunftsmarkt investieren kann, gute Renditen erzielt und gleichzeitig etwas für sauberen Strom und den Umweltschutz tut, ist das nachhaltig. Je mehr Gelder in den Bau von Ökokraftwerken fließen, desto weniger Kohle- und Atomkraftwerke werden gebraucht. Das interessiert junge Menschen heute mehr denn je.”

Die UDI zählt zu den Pionieren im Bereich grünes Geld. Durch ihre Geldanlagen konnten bisher 383 Windkraftanlagen, 46 Biogasanlagen, 90 Solarprojekte und ein Green Building realisiert werden. “Mit diesen Energiekraftwerken erzeugen wir 1.607 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr, die rechnerisch 1,8 Millionen Menschen mit sauberer Energie versorgen und der Umwelt 1.680.815 Tonnen CO2 ersparen. Umgerechnet heißt das: Ein Anleger kann der Umwelt heute mit 10.000 Euro bereits 35 Tonnen Co2 pro Jahr einsparen”, ergänzt Georg Hetz.

Weitere Informationen zur UDI finden Sie unter: www.udi.de
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Über:

UDI Gruppe Nürnberg
Herr Georg Hetz
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Kurzportrait der UDI-Gruppe

1998 gegründet, gehört UDI schon seit vielen Jahren zu Deutschlands Marktführern im Bereich ökologischer Kapitalanlagen. Geschäftsführer Georg Hetz ist ausgebildeter Banker und blickt auf langjährige Erfahrungen in Consulting, Marketing und Vertrieb zurück.

Dem Wissen der 62 Mitarbeiter des UDI-Teams und der Qualität der Beteiligungsangebote vertrauen bereits rund 17.200 Anleger. UDI unterhält keinen teuren Außendienst, sondern betreut die Kunden bundesweit im Direktvertrieb schnell und effektiv. Das bis dato vermittelte Eigenkapital von knapp 520 Mio. Euro ermöglichte zusammen mit dem Fremdkapital den Bau von 383 Windkraftanlagen, 46 Biogasanlagen sowie 90 Solarprojekten und einer grünen Immobilie. Mit dem jährlich erzeugten Ökostrom können schon über 1,8 Millionen Menschen mit umweltfreundlicher Energie versorgt werden. Der Umwelt werden dadurch rechnerisch jedes Jahr rund 1,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid erspart.

Seit der Gründung der UDI-Gruppe hat sie sich vom Vertrieb für die Einwerbung von Eigenkapital für Windparks zu einer renommierten Anbieterin für Windkraft-, Solar- und Biogaskraftwerke entwickelt. Von der Projektentwicklung und Konzeption über die Vermittlung von ökologischen Geldanlagen an Privatinvestoren, verfügt die UDI über langjährige Erfahrung und Kompetenz. Auch auf dem Gebiet der Festzinsanlagen ist die Gruppe seit mehreren Jahren erfolgreich tätig. Die ab 2007 bis heute emittierten verzinslichen Vermögensanlagen waren bei den Kunden stets begehrt.

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Banken im Spagat zwischen Regulierung und der Suche nach neuen Märkten

Banken und Sparkassen sind weiterhin wichtige Partner, aber nicht mehr als alleinige Finanzierer sondern im Zusammenspiel mit anderen zum Beispiel bankenunabhängigen Anbietern.

BildSeit einigen Jahren schrumpft die Anzahl der Banken in Deutschland: Während es 1996 noch 3.700 waren, sind es heute nur noch 1.800. Das belegen neue Angaben des Informationsdienstes Barkow Consult. Im gleichen Zeitraum nahmen die Zweigstellen von 66.000 auf 30.600 ab. In 2017 beschleunigte dieser Prozess besonders: Die Zahl der Banken sank um 4,7 Prozent, in den Jahren davor lag der Durchschnitt bei 3,2 Prozent. Jedoch verschwindet lediglich ein Bruchteil der Geldhäuser wirklich vom Markt, wie zum Beispiel im Falle der insolventen Frankfurter Maple Bank oder der Dero Bank, die im Februar dieses Jahres Insolvenz anmelden musste. Vielmehr wird in der deutschen Bankenlandschaft umstrukturiert, saniert und meist fusioniert.

Umbruch der deutschen Finanzlandschaft
Experten gehen sogar davon aus, dass der ganz große Umbruch erst noch bevor steht: Nach einer aktuellen Untersuchung der Beratung Oliver Wyman werden in zehn bis 15 Jahren lediglich noch 150 bis 300 Banken übrig bleiben. Der größte Treiber liegt im Thema Digitalisierung der Finanz-dienstleistungen. Viele Kreditinstitute haben hier großen Nachholbedarf und es drängen bereits neue Player mit frischen Geschäftsmodellen auf den Markt. Neben diesen Herausforderungen kämpfen Banken nicht nur mit strengeren Regulierungen, sondern auch mit den daraus resultierenden Kosten – und das in einer anhaltenden Niedrigzinsphase. Laut Oliver Wyman seien die Bankenerträge zwar mit 115 Milliarden Euro von 2013 bis 2016 stabil geblieben, jedoch sind die meisten Häuser kaum profitabel. Während im Vergleich US-Banken 2016 auf eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von rund neun Prozent kommen, sind es bei den Instituten hierzulande nur etwa ein Prozent. Den Veränderungsprozess gehen die Beteilig-ten recht unterschiedlich an – während einige Banken hadern und sich kaum weiterentwickeln, gestalten führende Häuser diesen aktiv. Sie setzen auf neue Geschäfts- und Servicemodelle, sind offen für andere Ansätze und vielseitige Kooperationen. Auf Kundenseite gibt es ebenfalls ein Umdenken. Immer mehr Unternehmen setzen auf einen strukturierten Finanzierungsmix – weg von einer reinen Bankenlinie, hin zur Zusammenarbeit mit mehreren Geldgebern.

Google & Co. wollen im Finanzierungsmarkt mitmischen
“Der moderne Unternehmer von heute prüft genau, welche Finanzierungsmodelle seine wirtschaftlichen Ziele unterstützen”, berichtet Carl-Jan von der Goltz, Geschäftsführer der Maturus Finance GmbH. “Passend zu seinem Geschäftsmodell, den Anlässen und Gegebenheiten kommen dann verschiedene Varianten zum Einsatz – eine Vielfalt, die dem Unternehmer den größtmöglichen finanziellen Spielraum sowie eine gewisse Flexibilität ermöglicht.” Banken und Sparkassen sind weiterhin wichtige Partner, aber nicht mehr als alleinige Finanzierer sondern im Zusammenspiel mit anderen zum Beispiel bankenunabhängigen Anbietern, Fin-Techs oder Private-Debt-Fonds. Auch globale finanz- und technologiestarke Konzerne, wie Google, Amazon oder Alibaba arbeiten bereits an eigenen oft bankenähnlichen Modellen. Sie können für Banken zusätzliche starke Wettbewerber werden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Handlungsvoraussetzungen derzeit nicht für alle Player gleich sind – während Banken bei ihren Geschäften strenge Auflagen beachten müssen und alternative Finanzierungspartner wie Leasing- und Factoringgesellschaften umfangreiche Vorgaben der Bafin, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, zu erfüllen haben, gelten diese beispielsweise für Debt-Fonds nicht. Eine Vielzahl ausländischer Anbieter drängt derzeit auf den Markt – im Fokus teils ag-gressive Kreditfonds, die sich immer stärker für die direkte Darlehens-vergabe an Unternehmen interessieren und Banken in diesem Geschäftsfeld Konkurrenz machen. Die Bafin ebnete 2016 diesen Weg – seitdem dürfen Finanzinvestoren wie Anbieter von Private Equity, Private Debt, aber auch Hedgefonds, offiziell Darlehen an Unternehmen vergeben.

Unternehmensfinanzierung mit Sale & Lease Back
“Für den klassischen Mittelstand in Deutschland gibt es demnach eine Viel-zahl von Optionen für die optimale Finanzierungsstruktur”, bestätigt von der Goltz. “Leasing- und Factoringmodelle gehören für viele Betriebe bereits dazu, jährlich gibt es hohe Wachstumsraten”, so der Experte weiter. Für produzierende Unternehmen mit einem umfangreichen Maschinen- und Anlagenpark kann das Leasingmodell Sale & Leas Back eine interessante Option sein. “Dabei werden gebrauchte Maschinen, die im Betrieb meist erhebliche finanzielle Mittel binden, verkauft und direkt im Anschluss zurück geleast”, beschreibt von der Goltz. “Das Unternehmen erhält im Rahmen einer reinen Innenfinanzierung frische Liquidität.” Sale & Lease Back ist ein assetbasiertes Modell, welches banken- und bonitätsunabhängig ist. Die Finanzierungsgesellschaft Maturus Finance stellt bei der Bewertung des Engagements auf die Objekte ab, wie der Geschäftsführer erläutert: “Wir finanzieren meist umfangreiche Maschinen- oder Anlagenparks. Diese sollten werthaltig, mobil und flexibel einsetzbar sein. Einzel- oder Sondermaschinen sowie mit der Halle verkettete Anlagen eignen sich demnach nicht für Sale & Lease Back.” Die Anlässe für den Einsatz des Modells sind vielseitig, meist wird schnell und flexibel Liquidität benötigt: Die Begleitung von Wachstumsvorhaben, die Umsetzung von Unternehmensnachfolgen, Restrukturierungen, Sanierungen oder sogar Insolvenzen gehören dazu.

Über:

Maturus Finance GmbH
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Brodschrangen 3-5
20457 Hamburg
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fax ..: +49 40 300 39 36-249
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Kurzprofil Maturus Finance GmbH

Die Maturus Finance GmbH ist eine bankenunabhängige Finanzierungsgesellschaft und bietet innovative Wege in der Unternehmensfinanzierung an. Der Finanzdienstleister ist Ansprechpartner für mittelständische Produktionsunternehmen, die im Rahmen ihrer aktuellen Finanzierungsstruktur Alternativen zu bestehenden Bankverbindungen suchen und ihren unternehmerischen Spielraum erweitern wollen. Finanzierungslösungen werden bereits ab einem Volumen von 300 TEUR (Zeitwert der Maschinen) und bis ca. 10 Mio. EUR angeboten, was in der Regel mit Umsatzgrößen der Unternehmen von ca. 5 Mio. bis 200 Mio. EUR korrespondiert.

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