Digitale Bildung in Schulen und Hochschulen muss stärker gefördert werden

Seit 10 Jahren werden Schulen mit MINT-Kompetenz ausgezeichnet, seit zwei Jahren Digitale Schulen. Sattelberger ist wichtig, technisch-naturwissenschaftl. Kompetenz u. Innovation gehen Hand in Hand.

BildDeutschland ist ein stark exportorien¬tiertes Land. Daher ist eine leistungsstarke und international wettbewerbsfähige Wirt¬schaft von hoher Bedeutung, um Wachs¬tum und Beschäftigung in Deutschland zu sichern. Hierzu braucht Deutschland eine digitale Kompetenz. Zu diesem Thema trafen sich kürzlich IPW (Ingenieurpädagogische Wissenschafts¬gesellschaft), Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI e. V.) und die Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. h.c. Thomas Sattelberger, ordentliches Mitglied im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgeabschätzung, Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Forschung und Innovation sowie Gründer und amtierender Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative “MINT Zukunft” sowie Co-Initiator und bis vor kurzem langjähriger ehrenamtlicher Sprecher des Nationalen MINT Forums.

Um die globale Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen, muss in Deutschland wesentlich mehr Wert auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen in Schulen und Hoch¬schulen gelegt werden. “Digitale Bildung ist nicht die Fähigkeit zum Coding, sondern die Fähigkeit eines Jeden, mittels Algorithmierung und Programmierung seine Lebenswelt zu gestalten”, fordert der IPW-Vizepräsident Prof. Dr. Ralph Dreher und fügte hinzu: “Für eine zukunftsorientierte Aus-, Fort- und Weiterbildung sind deshalb Lernmedien, die für sich selbst dem Gedanken des Internets der Dinge folgen, unverzichtbar. Allerdings können diese nur ihre Wirkung entfalten, wenn Lehr-Lern-Szenarien sich dann auch auf die Gestaltung von Vernetzung fokussieren.” Ein breitbandiger Internetzugang ist dazu die materiale Voraussetzung. “Für eine digitale Kompetenzausbildung brauchen wir ebenso ein Lehrper¬sonal, das diese Möglichkeiten dann auch zielgerichtet nutzen kann, indem es dafür qualifiziert wird” merkte der IfKom-Bundesvorsitzende Dipl.-Ing. Heinz Leymann an und fügte hinzu: ” Dies ist eine gleichberechtigte zweite Herausforderung an die Bildungs¬einrichtungen in Deutschland”.

Thomas Sattelberger wies darauf hin, dass bereits seit zehn Jahren “Schulen mit MINT-Kompetenz” ausgezeichnet werden (inzwischen sind es mehr als 1500) und seit zwei Jahren “Digitale Schulen”. Wichtig ist ihm dabei die Erkenntnis, dass “technisch-naturwissenschaftliche Kompetenz und Innovation Hand in Hand gehen mit sozialer Kompetenz und SoziaIinnovation”. Deshalb müsse “MINT-Bildung mit einer ganzheitlichen, personalen und sozialen Bildung verwoben sein”. Darüber hinaus plädiert Sattelberger für Nachhaltigkeit und Wertevermittlung in der Praxis: nicht nur an Schulen und Hochschulen, gerade auch in Unternehmen und Verwaltungen.

Laut der internationalen Vergleichsstudie ICILS Schülerinnen, die mit Unterstützung des Bundesbildungsministeriums durchgeführt wird, liegen Schülerinnen und Schüler in Deutschland im internationalen Vergleich von computer- und informationsbezogenen Kompetenzen lediglich im Mittelfeld. Im letzten Jahr wurden die ersten 100 MINT-freundlichen digitalen Schulen durch die Initiative “MINT-Zukunft” ausgezeichnet. “Wir unterstützen die Digitalisierung als Schwerpunkt im Schulprogramm und in der Lehrerqualifizierung und sehen darin ein wichtiges Signal, MINT-Qualifikationen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in allen Bildungszweigen und allen Schultypen stärker zu verankern”, betonte ZBI-Präsident Dipl.-Ing. Wilfried Grunau und ergänzte: “Für eine prosperierende Wirtschaft in Deutschland ist die Einbeziehung von digitaler Kompetenz in allen Bildungsbereichen zwingend erforderlich. Die Begeisterung für die Technik ist bereits in jungen Jahren zu wecken. Nur so erhalten wir in Deutschland gut ausgebildete Fachkräfte und Studienabsolventen auf technischen Gebieten”. Ein Schwerpunkt der digita¬len Bildung sollte gleichsam der Umgang mit Daten sein. Hierzu gehören unter anderem die Hand¬habung der Datenschutzbestimmung und die Nutzung Social Media. Einmal einge¬gebene persönliche Daten sind schwer wieder löschbar.

Der Fokus auf dem MINT-Bereich in den Schulen ist aus der Sicht der IPW, des ZBI und der IfKom der erste wichtige Schritt, digitale Kompetenzen in allen Fächern zu erlernen. Darüber hinaus sollte die Informatik zu einem Pflichtfach erhoben werden – und sich deutlich interdisziplinärer aufstellen, weil nur so die Einsicht gefördert werden kann, dass der Mensch sich unabhängig von seiner Spezialisierung und seinen Vorlieben in einer digitalisierten Welt (er)finden muss. Dabei wird der zwar breit diskutierte, aber im täglichen Umgang mit der digitalen Welt ebenso stark vernachlässigte Aspekt der IT-Sicherheit ebenfalls Unterrichtsgegenstand sein.

Die Arbeitswelt wird sich durch Industrie 4.0 im Rahmen der stetig steigenden Digitalisierung der Wirtschaft deutlich verändern. Die Produktion wächst mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik zusammen. Folglich benötigen Universitäten und Hochschulen eine noch stärker ausgeprägte digitale Bildung, um der steigenden Nachfrage nach Ingenieuren und technischen Fachkräften entgegentreten zu können. Technische Neuerungen in einer mehr und mehr werdenden digitalen Welt erfolgen in im¬mer schnelleren Zyklen. Techni¬sches Know-how muss in den Führungs¬etagen wieder mehr gefragt sein. Dazu brauchen wir qualifizierte Ingenieure, wie beispielsweise bei den Hochtechnologie-Produkten. Daher ist die Ingenieurkompetenz zu fördern. Angehende Ingeni¬eur-Führungskräfte müssen frühestmöglich gefördert und auf ihre späteren Aufgaben vorbereitet werden, gleichsam müssen sie während ihrer Führungstätigkeit qualifi¬ziert begleitet werden.

“Ingenieure entwickeln technische Lösungen und gestal¬ten mit ihren Technologien gleichzeitig unsere Gesellschaft. Da¬mit gehe eine große soziale, ökologische und ökonomische Verant¬wortung einher”, merkte Prof. Dr. Ralph Dreher an und fügte als Initiator des “Leonardische Eides in den Ingenieurwissenschaften” hinzu: “Verantwortung” und Nachhaltig¬keit müssen in die technische und naturwissenschaftliche Ausbildung als Selbstverständlichkeiten integriert werden”. Angehende Inge¬nieurinnen und Ingenieure in Deutschland werden seinen Erhebungen nach während ihrer beruflichen Vorbereitung nur unzureichend auf ein adäquates Professionshandeln unter den Aspekten von Verantwortung und Nach-haltigkeit vorbereitet. Denn diese sind als evaluierbare Bildungsziele nur selten hochschulcurricular verankert. Deshalb kann von Ingenieurinnen und Ingenieuren auch nicht erwartet werden, dass sie entsprechend reflexiv ihre Arbeit betrachten. IfKom, IPW und ZBI unterstützen die Forderung nach einer Selbstverpflichtung der in den Ingenieurwissenschaften Lehren¬den in Form des von Prof. Dr. Dreher in¬i¬ti¬ie¬rten “Leonardischen Eides”. In Anlehnung an den hippokratischen Eid der Medizin soll der “Leonardische Eid” die Vermittlung der Gestal¬tungsverantwortung anhand der Prinzipien der ethischen Legitimier¬barkeit, der Nachhaltigkeit und der gesellschaftlichen Kontrollierbarkeit als curriculares Richtziel in der Ingenieurausbildung festschreiben. Herausforderungen für ein globales nachhaltiges Handeln wie Nahrungsmittel- und Wasserversorgung sowie der Umgang mit knappen Ressourcen und die Sicherstellung der Bildung für alle sind nicht ausschließlich Sache der Politik – sondern im hohen Maße abhängig von ingenieurhaft kreierten Lösungen und Möglichkeiten. Laut der “Engineering Initiative” der UNESCO aus dem Jahr 2012 brauchen wir hierzu entsprechend ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure.

Über:

IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
Castroper Str. 157
44357 Dortmund
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email : info@ifkom.de

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

Der Zentralverband der Ingenieurvereine e.V. (ZBI) ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 50.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Präsident ist Dipl.-Ing. Wilfried Grunau aus Edewecht.

Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft e. V. (IPW) versteht sich als Forum für alle an technischer Bildung interessierten Personen aus der beruflichen und akademischen Bildung sowie aus Wirtschaft und Politik, national und international. Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft, IPW, e. V. hat sich das Anliegen der “Engineering Initiative” der UNESCO, 2011, zu eigen gemacht: Die Kunst der Technik in Theorie und Praxis einzusetzen, um den von den Vereinten Nationen formulierten Millenniumszielen mit der Kernforderung nach höherer Nachhaltigkeit näher zu kommen, muss weltweit verstärkt in die Lehre eingebunden werden

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IfKom und Junge Union diskutieren zur Industrie 4.0

Beim Thema Industrie 4.0 waren sich alle Diskutanten einig, im Zuge der zunehmenden Digitalisierung wird sich die Arbeitswelt zu einer allseits vernetzten und vermehrt automatisierten Welt verändern.

BildKürzlich diskutierte der Stadtverband Castrop-Rauxel der Jungen Union gemeinsam mit dem CDU-Bundestagskandidaten Michael Breilmann und IfKom – Ingenieure für Kommunikation zu den Herausforderungen und Chancen der Industrie 4.0.

Auf der gut besuchten Podiumsdiskussion im Hildegardisheim Castrop-Rauxel waren Heinz Leymann, Bundesvorsitzender der IfKom e. V. und Prof. Dr. Ralph Dreher, Vizepräsident der Ingenieurpädagogischen Wissenschaftsgesellschaft (IPW) vertreten. Des Weiteren waren für die Junge Union auf dem Podium die stellvertretenden Vorsitzenden Annabell Sindorio und Florian Nachtwey. Die Moderation erfolgte durch Andreas Hofert, Mitglied des IfKom-Bundesvorstands.

In der Industrie 4.0 wächst die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik zusammen. Dies bedeutet, es werden maßgeschneiderte Produkte nach individuellen Kundenwünschen in hoher Qualität entstehen. In den künftigen Fabriken der Industrie 4.0 werden intelligente Maschinen selbstständig Fertigungsprozesse koordinieren. Industrie 4.0 führt zu einer intelligenten Vernetzung der Industrieproduktion, bei der die einzelnen Maschinen und Anlagensysteme über die Internetplattform miteinander kommunizieren, also quasi wie Menschen miteinander sprechen. Auf uns werden enorme Veränderungsprozesse zukommen.

Bei dem Thema Industrie 4.0 waren sich alle Diskutanten einig, dass sich im Zuge der zunehmenden Digitalisierung auch die Arbeitswelt hin zu einer allseits vernetzten und vermehrt automatisierten Welt verändern wird.

Um die Schülerinnen und Schüler angemessen darauf vorzubereiten, sei es zwingend notwendig, die sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, in den Schulen zu stärken und die Lehrpläne praxisorientierter anzupassen, führte Leymann aus.

Auf die Frage, was kann die Politik aus Sicht der Jungen Union dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet ins digitalisierte Berufsleben starten können, merkte Sindorio an: “Der richtige Umgang mit EDV muss in den Schulen so selbstverständlich vermittelt werden, wie das Erlernen von Rechnen und Schreiben. Das entlastet nicht nur die späteren Arbeitgeber, sondern hilft auch den Schülern in ihrer Lebenswelt praktisch weiter.”

Im Rahmen von Industrie 4.0 findet eine intelligente Vernetzung der Produktion statt, die in Sekundenschnelle gesteuert werden kann. Hierzu brauchen wir eine flächendeckende Breitbandversorgung in Deutschland mit einer hohen Bitrate. Hierzu erklärte Breilmann:
“In Zukunft wird vieles davon abhängen, dass wir unser Land weiter digitalisieren. Dazu gehört u. a, dass wir die Schulen mit entsprechender Infrastruktur ausstatten. Die Bundesregierung hat mit der derzeitigen Digitalagenda den Startschuss dazu gesetzt. Deutschland soll das Land sein, in dem Daten in Echtzeit überall und für alle verfügbar sind in Stadt und Land, in Ost und West, für alle absehbaren Anwendungen, wie für das Internet der Dinge, im Verkehrsbereich, in der Medizin, in der Kommunikation. Hierzu werden wir den flächendeckenden Ausbau von modernsten Glasfasernetzen vorantreiben und bis 2025 realisieren.”

Industrie 4.0 wird das herkömmliche Verständnis der Arbeitszeit revolutionieren. Künftig können viele Arbeiten von jedem Ort und zu jeder Zeit durchgeführt werden. “Wichtig ist, dass bei diesem Prozess alle mitgenommen werden und die Veränderungen in der Arbeitswelt nicht zur Entstehung eines neuen Prekariats führt”, merkte Nachtwey an und ergänzte: “Dies sei sozialpolitisch für die Junge Union von hoher Bedeutung.”

Prof. Dr. Dreher vertiefte diese Aussage: “Technologisch ist der deutsche Anlagenbau mit seiner Produktionstechnik hier zweifellos tonangebend, schließlich stammt der Begriff “Industrie 4.0″ ja auch von einem deutschen Konsortium. Aber wir haben bislang weder eine konkrete Idee, wie die dazu gehörende Berufsausbildung aussieht, noch, welche Beschäftigungsstrukturen sich daraus tatsächlich ergeben. Feststellbar ist bislang nur, dass der Anteil an Kopfarbeit zunehmen wird, und dass diese von Mathematik geprägte Kopfarbeit in einer immer schlankeren und wenig personalintensiven Hierarchie geleistet werden wird. Neben der Veränderung der Facharbeiterausbildung mit deren Ergänzung um bislang hochschulische Inhalte muss daher auch gefragt werden, ob mit politischer Unterstützung neue Berufstätigkeiten erschlossen werden können, die all jenen Beschäftigung und Lebenszufriedenheit ermöglichen, die diesen Schritt nicht mehr mitgehen können. Eine fehlende Alternative, wie sie bei der Implementierung von Industrie 3.0 vielfach beobachtbar war, halte ich für sozial unverantwortlich.”

Der Vorsitzende der Castroper Jungen Union, Robin Mainz, erklärt abschließend: “Um als Land wirtschaftlich weiter erfolgreich zu sein, muss Politik die Rahmenbedingungen, wie eine Anbindung ans schnelle Internet in allen Bereichen der Stadt, so gestalten, dass Unternehmen in der digitalisierten Welt konkurrenzfähig sind. Für uns als Stadt kann dies ein entscheidender Standortfaktor sein, auch wenn es um Ausbildungsplätze vor Ort geht und wir so junge Menschen für Castrop-Rauxel begeistern wollen. Damit uns das gelingt, ist der konstruktive Austausch mit Wissenschaft und Wirtschaft, wie bei dieser Podiumsdiskussion, entscheidend.”

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IfKom: Tag der Ingenieure und Ingenieurinnen – Mobilitätskonzepte der Zukunft

Die OTH Regensburg und lfKom e. V. veranstalteten einen gemeinsamen Ingenieur/innentag mit interessanten Vorträgen zum Thema Mobilitätskonzepte der Zukunft

BildDer kürzlich stattgefundene Ingenieurtag der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) und den Ingenieuren für Kommunikation (IfKom e. V.) stand unter dem Thema “Mobilitätskonzepte der Zukunft und die ethische Verantwortung der Ingenieurin sowie des Ingenieurs”.

In ihren Grußworten hoben der Präsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Wolfgang Baier und der Bundesvorsitzende der IfKom, Dipl.-Ing. Heinz Leymann gemeinsam mit Dipl.-Ing. Dieter Salge, IfKom-Bezirksvorsitzende Ostbayern, die jahrelange intensive Zusammenarbeit der beiden Institutionen hervor.

Das hochautomatisierte Fahren soll laut Hightech-Industrie Alltag werden. Technik und Mobilitätsverständnis ändern sich rasant. Das automatisierte Fahren ist zwar noch Zukunftsmusik, es kommt aber schneller, als wir denken und wird auch Einfluss auf die Gesellschaft nehmen. Mit seinem Vortrag “Quo vadis self driving cars?” gab Dipl.-Ing. Norbert Balbierer von der Continental Automotive GmbH Regensburg und Absolvent der OTH Regensburg einen Ausblick hinsichtlich der Zukunft des autonomen Fahrens. In seinem Referat zeigte er beispielsweise auf, dass die ersten Fahrzeuge im Rahmen des hochautomatisierten Fahrens (Level 3), bei dem der Fahrer nicht mehr kontinuierlich für die Führung des Fahrzeugs verantwortlich ist, bis spätestens 2020 zugelassen werden sollen. Erste Konzepte für das Level 4, das vollautomatisierte Fahren, bei dem der Fahrer zumindest in einem beschränkten Operationsgebiet nicht mehr benötigt wird, sind bereits erfolgreich für fahrerlose Personenförderung in Bussen und Taxis in der Erprobung.

Das Themenfeld “Autonomes Fahren” nahm auch Prof. Dr. phil. Ralph Dreher, Vizepräsident der Ingenieurpädagogischen Wissenschaftsgesellschaft, IPW e. V. und Leiter des Lehrstuhls für Technikdidaktik an der Universität Siegen als Anknüpfungspunkt für seinen Vortrag zum Thema “Ethische Gedanken und Verantwortung des Ingenieurs im beruflichen Umfeld – Der Eid der Ingenieure”. Der von ihm formulierte “Leonardische Eid” soll nach seiner Auffassung als Maßstab dienen, um zu prüfen, inwieweit für einen Studiengang sowohl curriculare Vorgaben bestehen als auch eine Lehrrealität geschaffen wurde, die es gleichermaßen fördert, dass Studierende der Ingenieurwissenschaften sich im Zuge der zweifelsfrei weiterhin notwendigen hochqualitativen fachlichen Ausbildung mit der gesellschaftlichen Wirkung ihrer zukünftigen Erwerbsarbeit auseinandersetzen, daraus resultierend dann die Notwendigkeit zu erkennen, sich aufgrund ihrer besonderen Verantwortung in den gesellschaftlichen sowie politisch-ökonomischen Prozess der Willensbildung einzubringen. Gerade die durch Ingenieurarbeit geschaffene digitalisierte Arbeitswelt hat das Potenzial einer erheblichen Neuausrichtung der Erwerbsarbeit, denn es werden völlig neue Arbeitsinhalte und-strukturen geschaffen bei gleichzeitigem Wegfall etablierter Arbeitsmodelle mit den dazu gehörenden Qualifikationen. Stattdessen würden Berufsinhalte sich stark wandeln und ein sehr viel höheres Qualifikationsniveau erfordern, was die Frage aufwirft, wer das noch leisten kann und wie darauf vorbereitet werden muss und ob damit die Schere zwischen dem Niedriglohnsektor und dem Hochlohnsektor sich weiter öffnet.

IfKom selbst bieten angesichts dieser Entwicklungen ein Modulkonzept zur Förderung einer Ingenieurausbildung für Führungspositionen an und hat dieses Konzept abgestimmt mit der IPW (Ingenieurpädagogischen Wissenschaftsentwicklung) derart weiter entwickelt, dass die vom “Leonardischen Eid” geforderte Erkenntnis nach Notwendigkeit von Gestaltungskompetenz in der Ingenieurarbeit und deren Förderung innerhalb der Ingenieurausbildung in dieses Fortbildungsangebot implementiert ist.

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) ist eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Acht Fakultäten bieten in praxisorientierten Bachelor- und Masterstudiengängen in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Soziales, Gesundheit, Architektur und Gestaltung eine große Vielfalt an Stu¬dienmöglichkeiten. Zahlreiche Studien¬schwerpunkte, eine breite Palette an allgemeinbildenden Fächern inklusive Sprachen und Softskills sowie Zusatzausbildungen paral¬lel zum Studium bieten die Chance, ein individuelles Studien¬profil zu gestalten, das den eige¬nen Begabungen und Neigungen entspricht. So können z. B. Mathematik, Mikrosystemtechnik, Produktions- und Automatisierungs¬technik und Technische Informatik in Bayern nur an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) studiert werden. Die OTH Regensburg baut außerdem ihr Angebot an dualen Studiengängen weiter aus.

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Fake News – Maßnahmen zum Umgang mit gezielten Falschmeldungen

IfKom und TVD im Gespräch mit Saskia Esken, MdB: Wir brauchen dringend Maßnahmen zu den immer häufiger auftretenden Fake News zur Bekämpfung von Falschmeldungen.

BildMaßnahmen zum Umgang mit gezielten Falschmeldungen war vor kurzem Thema eines Informationsgesprächs der IfKom und der IPW mit der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken, Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda sowie im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.

Aktuell arbeitet die SPD-Fraktion an einem Positionspapier zu diesem Thema mit dem Ziel, die Verbreitung propagandistischer Falschmeldungen im Netz zu bekämpfen. Zugleich sollen die Täter stärker zur Rechenschaft gezogen werden. “Wir wollen geltendes Recht besser durchsetzen” merkte hierzu Saskia Esken, stellvertretende netzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, an und fügte hinzu: “Dafür wollen wir auch die Betreiber von sozialen Netzwerken stärker in die Verantwortung nehmen, über die sich Fake News und Hetze rasend schnell verbreiten.” Unser demokratisches Gemeinwesen wird durch Propaganda und Hetze im Internet gefährdet. Hierzu gehören auch freie Wahlen, wie beispielsweise die anstehende Bundestagswahl. Zudem gehen Kinder und Jugendliche zu leichtfertig mit dem Internet um. Sie müssen lernen, Informationen und ihre Quellen kritisch zu beurteilen. Daher ist die Ausbildung von Medienkompetenz eine Schlüssel-Aufgabe für alle Bildungsinstitutionen.

“Wir brauchen in Deutschland dringend eine Bildungsoffensive für digitale Kompetenzen in Schulen, Berufs- und Hochschulen sowie Universitäten” betonte Prof. Dr. Ralph Dreher, der Vizepräsident der Ingenieurpädagogischen Wissenschaftsgesellschaft (IPW) und Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik am Berufskollegs (TVD) der Universität Siegen ist. An seinem Lehrstuhl bildet er Lehrkräfte für die beruflichen Schulen und Kollegs aus. Sein Forschungsschwerpunkt ist die perspektivische Erfassung der Veränderungen in der Arbeitswelt durch die Digitalisierung und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für berufliche Bildungsprozesse sowie für die darauf dann abzustimmende Lehrerbildung und ergänzte: “In einer digitalen Gesellschaft ist ein souveräner Umgang mit Medien, Informationen und Daten sowie das Erkennen von Fake News unerlässlich. Wir müssen uns dem digitalen Wandel des Lernens stellen!” Digitale Kompetenzen sollten hierbei nicht länger als ein spezielles informatorisches Fachwissen verstanden werden, sondern als die Fähigkeit Informationstechnologie verantwortungsbewusst und einem Streben nach volkswirtschaftlicher Prosperität zu nutzen. Diese neue berufliche Qualifikation wird hinsichtlich eines Arbeitsplatzes im globalen Wettbewerb eine immer größere Rolle spielen.

“Die Gesellschaft muss vor dem Missbrauch von persönlichen Daten geschützt werden. Hierzu gehört auch die Verbreitung von Fake News”, erwähnte Dipl.-Ing. Heinz Leymann, Bundesvorsitzender der IfKom – Ingenieure für Kommunikation und fügte hinzu: “Wir begrüßen die Entscheidung für die Einrichtung eines Internet-Instituts auf der Basis des Koalitionsvertrags der Bundesregierung, die sich u.a. mit Fake News beschäftigt.” Das Deutsche Internet-Institut soll nach einem Auswahlverfahren im Jahr 2017 seine Arbeit aufnehmen, wonach bis zu 50 Millionen Euro bereitgestellt werden. Aus der Sicht der Verbände IfKom e. V. und IPW e. V. ist die Einrichtung dieses Instituts zu einem Deutschen Internet der richtige Weg, um die Digitalisierung besser zu verstehen und sie zum Wohle der Gesellschaft nutzbar zu machen.

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft (IPW e. V.) versteht sich als Forum für alle an technischer Bildung interessierten Personen aus der beruflichen und akademischen Bildung sowie aus Wirtschaft und Politik, national und international. Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft, IPW, e. V. hat sich das Anliegen der “Engineering Initiative” der UNESCO, 2011, zu eigen gemacht: Die Kunst der Technik in Theorie und Praxis einzusetzen, um den von den Vereinten Nationen formulierten Millenniumszielen mit der Kernforderung nach höherer Nachhaltigkeit näher zu kommen, muss weltweit verstärkt in die Lehre eingebunden werden.

TVD – Institute of Technical Vocational Didactics wurde im Jahr 2008 als internationaler Kooperationspartner für die Ausbildung von gewerblich-technischen Lehrkräften (TT-TVET) an der Bergischen Universität Wuppertal gegründet und hat das Ziel hat, die Ausbildung von Lehrkräften für Technical and Vocational Education Training (TVET) auf höchstem Niveau zu internationalisieren. Die hierzu entwickelten und fortlaufend angebotenen Module zeichnen sich dabei durch eine ständige Verschränkung von Wissenschaftlichkeit und konkreter Anwendungsorientierung aus.

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MINT-Bildung – ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland!

Zur Sicherung des Wohlstandes in Deutschland werden hochqualifizierte Fachkräfte und Ingenieure insbesondere in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik benötigt.

BildIfKom – Ingenieure für Kommunikation und TVD – Institute of Technical Vocational Didactics sowie IPW – Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Sven Volmering und Bundestagskandidaten Michael Breilmann

Deutschland muss das Thema “MINT-Bildung” wesentlich differenzierter in den Fokus nehmen. Darin sind sich IfKom e. V. und TVD – Institute of Technical Vocational Didactics sowie IPW e. V. sowie der Bundestagsabgeordnete Sven Volmering (CDU) und der Bundestagskandidat Michael Breilmann (CDU) einig. Volmering ist Mitglied des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung für Dorsten, Bottrop und Gladbeck. Breilmann kandidiert für den Wahlkreis Recklinghausen, Waltrop und Castrop-Rauxel.

Der hochtechnologische Standort Deutschland braucht gut ausgebildete Köpfe. Um unseren gesellschaftlichen Wohlstand zu sichern, benötigt Deutschland attraktive Produkte, Spitzenforschung und Innovationsfähigkeit. “Dazu brauchen wir hochqualifizierte Fachkräfte und Ingenieure insbesondere in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik”, merkte der Bundesvorsitzende Heinz Leymann an und fügte hinzu:”Die IfKom e. V. begrüßen daher die Forderung der CDU/CSU-Fraktion und SPD-Fraktion an die Bundesregierung, im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel die MINT-Bildung in Deutschland zu stärken, Innovationsfähigkeit zu fördern und dadurch dem Fachkräftemangel im MINT-Bereich früh entgegenzuwirken”. Danach soll die Förderung von naturwissenschaftlicher Kompetenz bereits bei der frühkindlichen Bildung erfolgen, die über die Schule, die berufliche Bildung sowie die Hochschule bis hin zur berufsbegleitenden Weiterbildung hinausgeht. Es darf weder ein Talent verloren gehen und noch durch verkrustete Bildungsstrukturen abgeschreckt werden! Ebenso muss der Trend, dass schlechte Schulleistungen im MINT-Bereich gesellschaftsfähig sind oder dass MINT-Fächer mit Blick auf gute Abschlussergebnisse abgewählt werden, durchbrochen werden.

In gleicher Weise begrüßen IPW und TVD die Forderung der CDU/CSU-Fraktion und SPD-Fraktion nach vielfältigen Maßnahmen zur Förderung der MINT-Bildung. “TVD und IPW unterstützen die angestrebte Erleichterung der Übergänge und Durchlässigkeit zwischen den Ausbildungssystemen, ohne jedoch die einzelnen Bildungsgänge zu verwässern. Die vergleichsweise jungen Ausbildungsgänge wie die dualen Studiengänge sollten evaluiert und bedarfsgerecht ausgebaut werden”, unterstrich Prof. Dr. Ralph Dreher, der Vizepräsident der Ingenieurpädagogischen Wissenschaftsgesellschaft (IPW) und Inhaber des Lehrstuhls für Didaktik am Berufskollegs (TVD) der Universität Siegen ist und Lehrkräfte ausbildet für die beruflichen Schulen und Kollegs. Sein Forschungsschwerpunkt ist die perspektivische Erfassung der Veränderungen in der Arbeitswelt durch die Digitalisierung und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für berufliche Bildungsprozesse sowie für die darauf dann abzustimmende Lehrerbildung und fügte hinzu: “Auch die Hochschulen und Universitäten sollten prüfen, was zusätzlich getan werden kann, um Studienanfänger in den MINT-Fächern zu halten und zu begeistern”.

Die immer schneller werdende Digitalisierung hat enorme Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. “Mit der Digitalisierung der Arbeit steigen die Qualifizierungsanforderungen erheblich. Dabei steht die Vermittlung entsprechender Informationskompetenzen in engem Zusammenhang mit einer modernen und innovativen Vermittlung von MINT-Inhalten”, betonte Doreen Blume (IfKom) und ergänzte: “Hierzu sind entsprechende Förderungsmaßnahmen einzuleiten. Auch ist der Anteil der Frauen im MINT-Bereich weiter zu erhöhen.”

Sven Volmering merkt an: “Als Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Digitale Bildung liegt es mir sehr am Herzen, dass alle Bürger über sehr gute digitale Kompetenzen verfügen. Digitale Prozesse nehmen in sämtlichen Lebensbereichen zu. Ein adäquater Umgang ist dafür erforderlich. Für die Vermittlung sind erster Linie die Bildungsstätten zuständig. Mit den von den Koalitionsfraktionen des Deutschen Bundestages eingebrachten Anträgen zur Digitalen Bildung und zur MINT-Bildung und den Strategien des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK), wurden hierfür im Laufe dieser Legislaturperiode wichtige Impulse gesetzt. Jetzt sind die Akteure aus dem Bildungssektor gefragt diese Impulse in Taten umzuwandeln.”

Michael Breilmann ergänzt: “Darüber hinaus ist es von zentraler Bedeutung, die Berufs- und Studienorientierungsmöglichkeiten zu intensivieren, um MINT bekannter und vor allem attraktiver zu gestalten. Es müssen offensiv die Vorteile einer Ausbildung in den MINT-Bereichen und deren Attraktivität für die Berufsperspektive hervorgehoben werden. Dabei spielen insbesondere die Lehrkräfte eine wichtige Rolle. Dazu gehört auch, den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren.”

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

TVD – Institute of Technical Vocational Didactics wurde im Jahr 2008 als internationaler Kooperationspartner für die Ausbildung von gewerblich-technischen Lehrkräften (TT-TVET) an der Bergischen Universität Wuppertal gegründet und hat das Ziel hat, die Ausbildung von Lehrkräften für Technical and Vocational Education Training (TVET) auf höchstem Niveau zu internationalisieren. Die hierzu entwickelten und fortlaufend angebotenen Module zeichnen sich dabei durch eine ständige Verschränkung von Wissenschaftlichkeit und konkreter Anwendungsorientierung aus.

Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft (IPW e. V.) versteht sich als Forum für alle an technischer Bildung interessierten Personen aus der beruflichen und akademischen Bildung sowie aus Wirtschaft und Politik, national und international. Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft, IPW, e. V. hat sich das Anliegen der “Engineering Initiative” der UNESCO, 2011, zu eigen gemacht: Die Kunst der Technik in Theorie und Praxis einzusetzen, um den von den Vereinten Nationen formulierten Millenniumszielen mit der Kernforderung nach höherer Nachhaltigkeit näher zu kommen, muss weltweit verstärkt in die Lehre eingebunden werden.

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Castroper Str. 157
44357 Dortmund

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Digitale Bildung – Herausforderung und Chance zugleich!

Die Digitalisierung umfasst alle Arbeitsbereiche, daher braucht Deutschland digitales Wissen, um global wettbewerbsfähig zu sein. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

BildDie Digitalisierung dringt unaufhörlich in alle Arbeitsbereiche vor. Dies gilt selbst für klassische Handwerksberufe. Zudem stehen wir vor einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung, Digitalisierung nutzbar zu machen (Stichwort: Effizienz- und Komfortsteigerung) und zugleich ihr Schadenspotenzial weitestgehend zu eliminieren (Stichwort Darknet und Digital Mobbing). Um diese zu meistern, brauchen wir eine umfassende digitale Bildung, die statt des Technologiehandlings immer stärker die Technologieverantwortung und -mitgestaltung in der Anwendung in den Mittelpunkt stellt. Dies war Gesprächsthema der IfKom – Ingenieure für Kommunikation und IPW – Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft mit der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken. Sie ist u.a. Mitglied im Ausschuss Digitale Agenda sowie im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.
Die Prozesse der Digitalisierung verändern sich immer schneller. “Daher benötigen wir entsprechende Bildungsangebote”, merkte der Bundesvorsitzende der IfKom, Dipl.-Ing. Heinz Leymann, an und fügte hinzu: “Wer den Anschluss an das digitale Mitgestalten verliert, vermindert seine Chance auf dem Arbeitsmarkt”. Deutschland braucht digitales Wissen, um global wettbewerbsfähig zu sein.
Die digitale Bildung beginnt bereits schon in der Schule. “Im Umbruch der Informations- und Kommunikationskultur, im Umgang mit klassischen und “neuen Medien”, mit Fake News, Hate Speech und dem Einsatz von Social Bots müssen wir mehr denn je lernen, Informationen kritisch einzuschätzen, Quellen auf ihre Seriosität hin zu beurteilen”, betonte Saskia Esken und ergänzte: “Dabei ist es entscheidend wichtig, dass Schülerinnen und Schüler Digitales nicht nur konsumieren, sondern sich auch ausprobieren können im “Machen” von Medien, Materialien und Programmen”. Hierzu sind die Schulen mit technischem Know how besser auszurüsten. In diesem Zusammenhang begrüßen IfKom e. V. und IPW e. V. die Investitionsoffensive des Bundes in Höhe von jährlich 3,5 Milliarden Euro für Deutschlands Schulen. Klassische Schulbücher werden mehr und mehr der Vergangenheit angehören.

Neben unseren Schulen benötigen wir eine digitale Bildungsoffensive gleichsam in Aus- und Weiterbildungsstätten, Hochschulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. “Die digitale Arbeitswelt erfordert einen neuen Facharbeitertypus, der in der Lage ist, Produktions- und Logistikprozesse ebenso zu algorithmieren wie einen automatisierten Kapitalfluss”, wies Prof. Dr. Ralph Dreher hin, der Vizepräsident der Ingenieurpädagogischen Wissenschaftsgesellschaft (IPW) ist. An seinem Lehrstuhl bildet er Lehrkräfte für die beruflichen Schulen und Kollegs aus. Sein Forschungsschwerpunkt ist die perspektivische Erfassung der Veränderungen in der Arbeitswelt durch die Digitalisierung und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für berufliche Bildungsprozesse sowie für die darauf dann abzustimmende Lehrerbildung und fügte hinzu: “Die digitale Welt kann zu einer nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen Wasser-/Nahrungsmittelversorgung, Infrastruktur, medizinische Versorgung und der Angleichung von Bildungschancen führen, die eine globale Freiheit und gleiche Chancen für alle Menschen sicherstellt.”

Saskia Esken, IfKom und IPW sind sich einig, dass in einer demokratischen Gesellschaft der Einzelne in der heute schon realen digitalen Welt befähigt werden muss, Informationen und Nachrichten zu bewerten, Netzwerke konstruktiv zu benutzen und somit seine Möglichkeiten zur Fortgestaltung von Technik, Arbeitswelt und Gesellschaft einzubringen.

Über:

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft (IPW e. V.) versteht sich als Forum für alle an technischer Bildung interessierten Personen aus der beruflichen und akademischen Bildung sowie aus Wirtschaft und Politik, national und international. Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft, IPW, e. V. hat sich das Anliegen der “Engineering Initiative” der UNESCO, 2011, zu eigen gemacht: Die Kunst der Technik in Theorie und Praxis einzusetzen, um den von den Vereinten Nationen formulierten Millenniumszielen mit der Kernforderung nach höherer Nachhaltigkeit näher zu kommen, muss weltweit verstärkt in die Lehre eingebunden werden

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IfKom und IPW sind sich einig: Digitale Bildung in den Schulen und Hochschulen muss stärker gefördert werden

Zur Umsetzung von Industrie 4.0 brauchen wir eine Bildungspolitik 4.0, eine viel stärkere Fokussierung der Aus- und Weiterbildung bereits in der Schule. Hierzu gehört auch der Umgang mit Daten.

BildIn der Bildungspolitik besteht nach Auffassung der beiden Verbände IfKom – Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) sowie IPW – Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft dringender Handlungsbedarf. Zugleich begrüßen sie den vor kurzem im Plenum des Deutschen Bundestages zur Beratung angestandenen Regierungsentwurf des Bildungs- und Forschungsetats, wonach 70 Millionen Euro für 2017 und weitere 173 Millionen für die Folgejahre im Bereich Digitalisierung und Digitale Bildung vorgesehen sind. Nun heißt es, die vorgesehenen Mittel insbesondere für Schulen und Hochschulen entsprechend einzusetzen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit in Europa sicherzustellen, muss in Deutschland deutlich mehr Wert auf die Vermittlung digitaler Kompetenzen in Schulen und Hochschulen gelegt werden. “Digitales Arbeiten in Schulen darf nicht nur bei Fächern wie beispielsweise Informatik eine Rolle spielen, sondern muss für den gesamten Fächerkanon der Schul- und Hochschulausbildung gelten”, fordert der IfKom-Bundesvorsitzende Dipl.-Ing. Heinz Leymann.

“Für eine zukunftsorientierte Aus-, Fort- und Weiterbildung sind digitale Lernmedien und -technologien sowie deren Anwenderkompetenz unabdingbar”, merkte der IPW-Vizepräsident Prof. Dr. Ralph Dreher an und fügte hinzu: “Nicht die Verfügbarkeit von Mobile devices ist entscheidend, sondern deren auf Kompetenzförderung ausgerichtete unterrichtliche Integration als Mittel des Informierens, Visualisierens, Simulierens und Dokumentierens”. Ein breitbandiger Internetzugang ist dazu die materiale Voraussetzung, ein Lehrpersonal, das diese Möglichkeiten dann auch zielgerichtet nutzen kann, indem es dafür qualifiziert wird, ist eine gleichberechtigte zweite Herausforderung an die Bildungsinstitutionen.

Die Arbeitswelt wird sich durch Industrie 4.0 im Rahmen der stetig steigenden Digitalisierung der Wirtschaft deutlich verändern. In der Industrie 4.0 wächst die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik zusammen. Fabriken ermöglichen künftig eine effizientere Interaktion zwischen Beschäftigten und intelligenten Produktionsmaschinen. Zur Umsetzung von Industrie 4.0 brauchen wir folglich eine Bildungspolitik 4.0, das heißt, eine viel stärkere Fokussierung der Aus- und Weiterbildung bereits in der Schule auf diejenigen Kompetenzen, die zukünftig noch stärker erforderlich sind, vor allem Fähigkeiten zur Entwicklung, Pflege und Betrieb digitaler Systeme. Gleichsam sollte ein Schwerpunkt der digitalen Bildung der Umgang mit Daten sein. Hierzu gehören unter anderem die Handhabung der Datenschutzbestimmung und die Nutzung Social Media. Einmal eingegebene persönliche Daten sind schwer wieder löschbar.

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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