Kostenmanagement als zentrale Aufgabe des Controllings

Controlling als Unterstützung der Unternehmenssteuerung funktioniert vor allem mit einem durchdachten Kostenmanagement auf Basis einer strukturierten Kostenrechnung.

Das Controlling umfasst alle Methoden zur Unterstützung des Managements bei der Umsetzung der Aufgaben der Unternehmensplanung und -steuerung. Somit entfallen auf das Controlling Aufgaben der Informationsversorgung, der Planung, der Kontrolle und der Steuerung. Dabei gilt es die Unternehmenszielsetzung der Gewinnerzielung bzw. Gewinnmaximierung bestmöglich zu unterstützen.
Zur Verbesserung der Gewinnsituation eines Unternehmens gibt es vor allem zwei Stellschrauben: die Erhöhung der Umsätze und die Senkung der Kosten. Während die Umsatzgestaltung vor allem durch Marketing und Vertrieb beeinflusst wird, kümmert sich das Controlling um die Kostengestaltung bzw. das Kostenmanagement. Gerade im Kostenmanagement hat sich in den letzten Jahrzehnten viel verändert.
War man in der Mitte des letzten Jahrtausends noch vor allem damit beschäftigt, Kosten korrekt zu erfassen und zu verrechnen, so steht seit rund 30 Jahren die Steuerung von Kosten hinsichtlich Höhe, Struktur und Niveau im Blickpunkt. Methoden wie das Target Costing, das Prozesskostenmanagement, das Lebenszykluskostenmanagement oder das Cost Benchmarking bieten dem Unternehmen viele Gestaltungsmöglichkeiten, um Produkte und Prozesse effizient zu gestalten.
Auch an den Hochschulen ist das Thema aktuell. So erlernen die Studierenden des Wirtschaftsingenieurwesens der htw saar in einem eigenen Kurs, die Methodik des Kostenmanagements anzuwenden.

Über:

HTW SAAR / Prof. Dr. Stefan Georg
Herr Stefan Georg
Waldhausweg 14
66123 Saarbrücken
Deutschland

fon ..: 0681/5867-503
web ..: http://drstefangeorg.wordpress.com
email : stefan.georg@htw-saarland.de

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Keine Kostensenkung ohne saubere Kostenrechnung

Wer seine Kosten managen, steuern oder gar senken möchte, ist auf eine saubere Kostenrechnung angewiesen. Ohne Kostentransparenz ist ein wirkungsvolles Kostenmanagement ausgeschlossen!

Dass Unternehmen unter permanentem Kostendruck stehen, ist weitläufig bekannt. Und dass Unternehmen dann sehr schnell zum Personalabbau übergehen, ist auch keine Neuigkeit. Aber ist das überhaupt der richtige Weg?
Personal hat den Vorteil, dass man es abbauen kann, ohne einen “Käufer” für die ehemaligen Mitarbeiter finden zu müssen. Das ist der große Unterschied zu anderen Kostenfaktoren. Wenn Sie eine Maschine verkaufen wollen, um die Abschreibungen einzusparen, brauchen Sie dafür einen Käufer. Personalkosten lassen sich hingegen wesentlich einfacher reduzieren. Dabei wird häufig vergessen, dass Kosten immer im Zusammenhang mit betrieblichen Leistungen zu sehen sind. Wer Mitarbeiter entlässt, spart auf Dauer zwar Personalkosten ein, verzichtet aber auch auf die Leistungen, die der Mitarbeiter erbringt.
Weitaus wirkungsvoller als die simple Personalkostenreduktion ist ein umfassendes Kostenmanagement. Dieses zielt darauf ab, dort Kosten einzusparen, wo Leistungen überflüssig sind oder nicht effizient erbracht werden. Um diese Unternehmensbereiche identifizieren zu können, ist zunächst eine größtmögliche Kostentransparenz notwendig. “Ohne eine saubere Kostenrechnung, welche die zentralen Kostenfaktoren zeigt, ist Kostentransparenz undenkbar”, so Prof. Dr. Stefan Georg von der htw saar in Saarbrücken. Gerade hier gibt es aber bei einigen Unternehmen Defizite. So werden die kalkulatorischen Abschreibungen einfach aus den bilanziellen Abschreibungen übernommen. Oder das Verursachungsprinzip wird gerade im Betriebsabrechnungsbogen der Kostenstellenrechnung zugunsten des Durchschnittsprinzips geopfert, nur weil dieses einfacher rechenbar ist. Letztlich werden Kosten an falscher Stelle eingespart, da die fehlende Kostentransparenz falsche Signale sendet. Statt eines wirkungsvolles Kostenmanagements spart sich das Unternehmen letztlich zu Tode.

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Streiks im Luftverkehr – sind die hohen Personalkosten wirklich Schuld?

Hohe Personalkosten werden immer wieder als Auslöser von Streiks in der Luftfahrt diskutiert. Dabei ist das Personal nur einer von vielen Kostenfaktoren.

Immer wieder kommt es im Luftverkehr zu Streiks. Gerade die Lufthansa ist davon oftmals betroffen. Dadurch, dass die einzelnen Mitarbeitergruppen in dieser Branche in Deutschland in unterschiedlichen Gewerkschaften organisiert sind, führen Interessenskonflikte zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber häufig zu Arbeitsniederlegungen, die auch die anderen Arbeitnehmergruppen und die Passagiere direkt betreffen. Oftmals stehen dabei die Personalkosten im Fokus der Auseinandersetzungen. Allerdings sind die Ausgaben für das gut qualifizierte Personal der Airlines nur einer von vielen Kostenfaktoren. Tatsächlich ist die Liste der Kostenfaktoren der Fluggesellschaften sehr lang:
Start- und Landeentgelt / Lärmzuschlag, Positions- und Abstellentgelt, Passagierentgelt, Sicherheitsentgelt, Luftsicherheitsgebühr, Service Basisentgelt, Ticket Service Charge, Flugzeugbeschaffungskosten, Personalkosten, Wartungskosten, Logistikkosten, Kerosin- und Öl-Kosten, Versicherungs- und Sicherheitskosten, Luftverkehrssteuer als Kostenfaktor im Luftverkehr, Einreise- und Ausreisesteuer (Quelle: Aviation Management).
Jedoch: Die Personalkosten bspw. der Lufthansa und British Airways betragen etwa 25 % des Umsatzes (www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/airlines-letzter-aufruf-fuer-die-lufthansa/7308276.html). Emirates, Ryanair und Easyjet können durch die Halbierung dieser Personalkosten auf 11 bis 13 % vom Umsatz deutlich günstiger kalkulieren. Aufgrund dieser Unterschiede sind auch zukünftig weitere Streiks einzelner Arbeitnehmergruppen zu erwarten, denn: die alt eingesessenen europäischen Airlines sind aufgrund des internationalen Preisdrucks gezwungen, sämtliche Kostenfaktoren im Blick zu halten und intensives Kostenmanagement zu betreiben, um alle Möglichkeiten zur Kostensenkung auszuschöpfen.

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