IfKom: 5G-Mobilfunknetz in Castrop-Rauxel

Aus Sicht der IfKom muss 5G-Mobilfunkausbau im kürzeren Zeithorizont erfolgen für erfolgreiche digitale Zukunft mit flächendeckendem leistungsfähigen Breitbandnetz in Deutschland und Castrop-Rauxel.

BildIm Rahmen eines geförderten Breitbandausbaus sollen bis Ende 2020 in Castrop-Rauxel 71 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt, rund 400 Hausanschlüsse umgesetzt, 220 Unternehmen und 29 Schulen an das Breitbandnetz angeschlossen werden. Zudem können private Eigentümer sich unter bestimmten Umständen Glasfaser kostenlos bis ins Haus legen lassen.

Deutschland und somit auch die Stadt Castrop-Rauxel brauchen für eine erfolgreiche digitale Zukunft ein klares und nachhaltiges Bekenntnis zu einem flächendeckenden leistungsfähigen und zukunftssicheren Breitbandnetz. Neben der Verlegung von Glasfaserleitungen hat der Aufbau des Mobilfunk 5G-Netzausbaus die gleiche Priorität. Hierzu sprachen die IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V. kürzlich mit dem Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel, Rajko Kravanja.

Die mobile Nutzung des Internets hat in den letzten Jahren rasant zugenommen, wobei die übertragene Datenmenge in diesem Bereich überproportional gestiegen ist. Aus der Sicht der IfKom wird dieser Trend anhalten. „Beispielsweise sind für hochauflösende Videos (4K und 8K Auflösung) große Datenmengen erforderlich. Diese benötigen hohe Kapazitäten im Netz“, merkte Heinz Leymann, Bundesvorsitzender der IfKom, an und fügte hinzu: „Gerade in den zukünftigen industriellen Anwendungen mit den simultanen Eingriffen in den Prozessen über Mobilfunktechnologien brauchen wir das Mobilfunknetz 5G. Kürzlich wurden die Frequenzbänder mit 2.0 und 3,4 bis 3,7 GHz“ versteigert.

Der Erfolg der Industrie und der Wirtschaft wird künftig auch von einer vollständigen Vernetzung in Echtzeit abhängig sein. „Fabriken mit vollautomatisierten Produktionsprozessen werden künftig vernetzt sein, wobei der Signal- und Datenaustausch gewissermaßen in Echtzeit gewährleistet sein muss“, betonte Reinhard Genderka, Mitglied des Bundesvorstands der IfKom und ergänzte: „Zudem müssen die Informationen zuverlässig mit ultraschneller Geschwindigkeit übermittelt werden. Durch den neuen Mobilfunkstandard 5G werden die Latenzzeiten erheblich reduziert.“ Die vorhandenen 3G-Netze haben eine Antwortzeit, die bei lediglich rund 100 Millisekunden liegt. Im 4G-Netz beträgt diese immerhin etwa 30 Millisekunden. Die Latenzzeit im 5G-Netz liegt dagegen nur noch bei einer Millisekunde und wird quasi in Echtzeit übertragen. Aus der Sicht der IfKom ist es sehr wichtig, dass das neu aufzubauende Mobilfunknetz mit 5G Standard mit dem Breitband-Glasfaserausbau koordiniert wird. Beispielsweise benötigt jede neue 5G-Sende-und Empfangseinheit neben einem Stromanschluss aufgrund der hohen Datenübertragungsraten im GBit/s Bereich eine Glasfaseranbindung.

Nach Auffassung der IfKom müssen für einen zügigen Ausbau des 5G Mobilfunknetzes die Planungs- und Genehmigungsprozesse für die neuen Mobilfunkstandorte deutlich schneller und unbürokratischer ablaufen. Die Anzahl der erforderlichen Sende- und Empfangsanlagen wird sich aufgrund physikalischer Gegebenheiten (Frequenz) im Vergleich zum 3G und 4G Netz erheblich erhöhen. Für einen flächendeckenden 5G Mobilfunknetzausbau werden in Castrop-Rauxel etwa 2 bis 3 mal so viel Standorte benötigt als bisher. Gerade im engbebauten Stadtkern kann sich je nach Abschattung der Häuser die Anzahl der erforderlichen Standorte noch weiter erhöhen, wobei bestehende Standorte hierfür genutzt werden können. Für einen zeitnahen Ausbau eines 5G-Mobilfunknetzes sind Kooperationen zwischen den Netzbetreibern bzw. Frequenzinhabern dringend erforderlich und zielführend.

Die Menschen haben sich inzwischen an ein Leben mit mobilen Funkgeräten gewöhnt, die inzwischen zur persönlichen Identität gehören. Im Zuge der Diskussion über den Bau eines neuen Mobilfunknetzes 5G werden Ängste über zusätzliche Strahlenbelastungen aus der Bevölkerung hochkommen. Die Politiker sind daher aufgefordert, eine frühzeitige öffentliche Aufklärung über die Strahlenbelastung bei 5G zu starten. Dabei ist das Bundesamt für Strahlenschutz einzubinden.

Aus der Sicht der IfKom e. V. muss der 5G-Mobilfunkausbau in einem deutlich kürzeren Zeithorizont erfolgen, damit Deutschland und somit auch Castrop-Rauxel wieder das beste Kommunikationsnetz der Welt bekommt. Dabei ist es besonders wichtig, Diskussionen vor Ort, Bedenken und möglicherweise auch Protest und Widerstand dieser wichtigen Infrastrukturleistung entgegen zu wirken. Dies bedeutet, im Vorfeld sind Aufklärung und Information zu betreiben sowie der Kontakt zur Bevölkerung zu suchen.

Bürgermeister Rajko Kravanja sieht die Kommunen darüber hinaus auch strategisch in der Verpflichtung. „Der Ausbau von 3G, 4G und 5G zeigt die Dynamik der technischen Fortentwicklung. Wir, als Kommunen, sind in der Verantwortung eine flexible Infrastruktur zu schaffen, die modular und individuell und kostengünstig an den aktuellen technischen Stand angepasst werden kann“. Für diesen Erst-Ausbau der flexiblen digitalen Infrastruktur setzt Kravanja auf die Unterstützung von Land und Bund. „Nur gemeinsam können wir den Schritt in die digitale Zukunft gehen“.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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IfKom erwartet von zukünftiger Regierung schnellere Umsetzung von Breitbandzielen

IfKom erwartet von den zukünftigen Koalitionspartnern ein klares Bekenntnis zum flächendeckenden leistungsfähigen und zukunftssicheren Breitbandnetz in Deutschland.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) erwartet von den zukünftigen Koalitionspartnern ein klares Bekenntnis zu einem flächendeckenden leistungsfähigen und zukunftssicheren Breitbandnetz in Deutschland. Anders als bei der Vorgängerregierung sollten Investitionsanreize für die Netzbetreiber sowie für Landkreise und Kommunen zügig geschaffen werden.
Die bisherige Bundesregierung hat in ihrer Digitalen Agenda das Ziel eines flächendeckenden Ausbaus von mindestens 50 Megabit pro Sekunde im Download bis zum Jahr 2018 formuliert. Es dauerte jedoch noch bis zur Mitte der Wahlperiode, bis das Bundesförderprogramm starten konnte. Auch das DigiNetz-Gesetz zur Mitnutzung und Vereinfachung beim infrastrukturausbau konnte seine Wirkung noch nicht entfalten. Mit einem Deckungsgrad von 76,9% zum Zeitpunkt Mitte 2017 ist die Mindestbandbreite von 50 Megabit pro Sekunde noch weit entfernt von einer Flächendeckung.
Da innerhalb eines 12-Monats-Zeitraumes die Zunahme nur gut 5 Prozentpunkte beträgt, werden unter den jetzigen Rahmenbedingungen auch Ende 2018 noch viele Gebiete in Deutschland unterversorgt sein.

Damit es demnächst zügiger vorangeht, ist die neue Bundesregierung gefordert, die Maßnahmen deutlich zu verstärken. Nicht überall in Deutschland ist der Netzausbau für die Betreiber wirtschaftlich. Dennoch müssen diese Lücken geschlossen werden, um die Breitbandversorgung der Bevölkerung aber auch der Wirtschaft sicher zu stellen. Im internationalen Wettbewerb kann nur bestehen, wer schnell und flexibel auf Änderungen reagieren kann. Ein ausreichend leistungsfähiges Kommunikationsnetz ist dafür unabdingbar.

Die IfKom unterstützen daher die Absicht der zukünftigen Regierungspartner, Gigabitnetze in Deutschland bis zum Jahr 2025 auszubauen. Für einen solchen Ausbau müssen die Erlöse aus der Vergabe der UMTS- und 5G-Lizenzen zweckgebunden bereitgestellt werden. Im Übrigen ist der Ausbau von 5G-Funknetzen eng mit einem Glasfaserausbau verbunden, denn für die zum Teil sehr kleinen Funkzellen wird eine leistungsfähige Backhaul-Infrastruktur benötigt, um die Datenmengen zu transportieren. Neben dem öffentlichen Finanzierungsbedarf von mehr als 10 Milliarden Euro in der Legislaturperiode sind jedoch weitere ordnungspolitische Regelungen erforderlich. Planungs- und Bauphasen müssen auf gesetzlicher Grundlage beschleunigt werden. Nur so kann eine deutliche Verbesserung in der Ausbaudynamik einer Breitband-Infrastruktur in Deutschland erreicht werden.

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IfKom: 5G-Strategie der Regierung funktioniert nicht ohne Akzeptanz der Bevölkerung

Beim Ausbau der 5G-Netze ist insbesondere in den Ballungsgebieten der Gesundheitsschutz der Bevölkerung durch entsprechende technische Maßnahmen nach Auffassung der IfKom sicherzustellen.

Die Bundesregierung will mit ihrer gerade vorgestellten 5G-Strategie eine Offensive für die Entwicklung Deutschlands zum Leitmarkt für 5G-Netze und mobile Anwendungen starten. Dazu bedarf es nach Auffassung des Verbandes der Ingenieure für Kommunikation
(IfKom e. V.) jedoch mehr als nur einer Absichtserklärung für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung, um die Akzeptanz der Menschen, insbesondere in den Ballungsgebieten, zu erhalten.

Wegen der sehr begrenzten Reichweite und der geringeren Objektdurchdringung höherer Frequenzen, z. B. im Bereich von geplanten Werten oberhalb von 24 Gigahertz, müssen die Antennen für die einzelnen Funkzellen in dicht besiedelten Gebieten in einem Abstand von zum Teil unter 100 Metern voneinander installiert werden. Durch technische Maßnahmen wie dynamische Sendeleistung der Endgeräte und gezielte Ansteuerung der Empfänger durch die Sender zur Vermeidung von Streuleistungen (Beamforming) lassen sich nicht nur Kapazitäten vergrößern, sondern auch unnötige Belastungen der Menschen innerhalb der Funkzelle verringern.

Solche und weitere Maßnahmen dienen auch der Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger für die neuen Mobilfunktechnologien, die für einen flächendeckenden Ausbau unabdingbar ist. Bereits frühzeitig sollte die Bundesregierung daher gewährleisten, dass die Akzeptanz der Bevölkerung gefördert und die bestehenden hohen Sicherheitsstandards beim vorbeugenden Gesundheitsschutz durchgehend erhalten bleiben. Auch sollte der Bund die Einführung von 5G gegenüber der Öffentlichkeit frühzeitig mit konkreten Informationen begleiten.

Der 5G-Standard dient vor allem der Vernetzung vieler Geräte untereinander, dem so genannten Internet der Dinge. Mit zusätzlichen Qualitätsparametern wie geringer Latenzzeit und hoher Verfügbarkeit lassen sich viele Geschäftsprozesse effizient verbessern und neue Innovationen schaffen. Angesichts der aktuellen Attacken mit Schadsoftware weisen die Ifkom auf die zunehmenden Risiken hin, die eine Vernetzung von Geräten mit sich bringen. Jede Maschine und auch jeder Kühlschrank, der über ein Kommunikationsnetz mit anderen verbunden ist, muss dem Sicherheitsstandard nach dem Stand der Technik entsprechen, mit der Möglichkeit zu regelmäßigen Sicherheitsupdates und vielem mehr. Dieses Themenfeld müssen alle Beteiligten noch intensiver bearbeiten, um den beabsichtigten Leitmarkt für mobile 5G-Anwendungen in Deutschland auch sicher entwickeln zu können.

Bei einer derart dichten Anordnung von Funkmasten wie sie beim 5G-Netz erforderlich sein wird, ist eine leistungsfähige Anbindung der Zellen mit Glasfaserleitungen erforderlich. Damit kommt das Glasfasernetz quasi automatisch stärker in die Fläche. Der Bund sollte angesichts der netzplanerischen Vorlaufzeiten rechtzeitig, also unverzüglich, die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehören auch geeignete Förderprogramme, denn der flächendeckende Ausbau ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Die Netzbetreiber müssen jedoch mit ihren Planungen beginnen und benötigen, genauso wie Landkreise und Kommunen, ausreichend Planungssicherheit.

Das Festnetz wird nach Auffassung der IfKom weiterhin seine Berechtigung haben, auch wenn sich das Nutzerprofil verändern wird. 5G weist zwar eine Funkzellenleistung im Gigabitbereich auf, der einzelnen Nutzer erhält jedoch lediglich eine garantierte Bandbreite von 50 oder 100 Megabit pro Sekunde. Das ist für heutige Verhältnisse viel, in 10 Jahren mag dies jedoch anders aussehen. Das erklärte Ziel der Regierung, Gigabitnetze zu schaffen, muss sich auf den einzelnen Anschluss beziehen, nicht nur auf den kumulierten Wert einer Funkzelle. Es bedarf daher auch in den nächsten Jahren großer Anstrengungen im flächendeckenden Breitbandausbau.

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GAI NetConsult analysiert IT-Sicherheitskatalog für Energienetzbetreiber

Dokument enthält verpflichtende Anforderungen an IT-Sicherheit-Mindeststandards für Betreiber von Strom- und Gasnetzen.

BildBerlin, 26.08.2015 – GAI NetConsult, Spezialist für Informationssicherheit insbesondere bei Prozessdatenverarbeitung in Kritischen Infrastrukturen, hat eine erste Analyse des neuen IT-Sicherheitskatalogs für Betreiber von Strom- und Gasnetzen durchgeführt.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den Katalog im Benehmen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstellt. Er enthält Sicherheitsanforderungen, die dem Schutz gegen Bedrohungen der für einen sicheren Energienetzbetrieb notwendigen Telekommunikations- und elektronischen Datenverarbeitungssysteme dienen. Der in Kurzform IT-Sicherheitskatalog genannte Anforderungskatalog ist für Energienetzbetreiber gemäß EnWG §11 Absatz 1a verbindlich und wurde nun veröffentlicht.

Die Ziele des IT-Sicherheitskatalogs der BNetzA sind die Sicherstellung der Verfügbarkeit der zu schützenden Systeme und Daten, die Sicherstellung der Integrität der verarbeiteten Informationen und Systeme sowie die Gewährleistung der Vertraulichkeit der verarbeiteten Informationen. Der IT-Sicherheitskatalog verpflichtet Strom- und Gasnetzbetreiber zur Umsetzung IT-sicherheitstechnischer Mindeststandards.

Eine erste Analyse der neuen Richtlinie durch die GAI NetConsult hat neben einer Vielzahl kleinerer Änderungen/Korrekturen gegenüber der Entwurfsfassung vor allem folgende Punkte aufgezeigt, die für Energienetzbetreiber in der Strom- oder Gasversorgung relevant sind:

– Im Kern sind weiterhin der Aufbau und die Zertifizierung eines ISMS nach DIN ISO/IEC 27001 für alle Netzbetreiber im Bereich Strom und Gas unabhängig von ihrer Größe gefordert.
– Der Geltungsbereich ist gemäß der kürzlich durch das IT-Sicherheitsgesetz erfolgten Änderung des EnWG auf „Telekommunikations- und elektronische Datenverarbeitungssysteme, die für einen sicheren Netzbetrieb notwendig sind“ angepasst. Die konkrete Ermittlung des Geltungsbereichs und die Abgrenzung zwischen direkt, indirekt bzw. nicht für den sicheren Netzbetrieb erforderlicher Systeme obliegen weiterhin dem Netzbetreiber selbst. Die Vorgaben und Erläuterungen zur Abgrenzung sind weitgehend unverändert.
– In diesem Zusammenhang wird weiterhin die Erstellung eines Netzstrukturplans mit den Technologiekategorien „Leitsysteme und Systembetrieb“, „Übertragungstechnik / Kommunikation“ und „Sekundär-, Automatisierungs- und Fernwirktechnik“ gefordert.
– Für die Risikoeinschätzung werden nunmehr weitergehende Vorgaben hinsichtlich der zu betrachtenden Schadenskategorien, der zu betrachtenden Einstufungskriterien und Gefährdungen gemacht. Unter anderem sollen bei den Schäden auch „betroffener Bevölkerungsanteil“ und „Auswirkungen auf weitere Infrastrukturen (z.B. vor- und nachgelagerter Netzbetreiber, Wasserversorgung)“ explizit betrachtet werden. Hier sind im Unternehmen ggf. bereits vorhandene Methoden zur Risikoanalyse in der Regel zu erweitern.
– Weiterhin ist die Benennung eines Ansprechpartners für IT-Sicherheit vorgesehen, der auch für die Kommunikation mit der BNetzA bei aufgetretenen Sicherheitsvorfällen zuständig ist. Der Ansprechpartner IT-Sicherheit ist bis zum 30.11.2015 zu benennen. Hier besteht also kurzfristig Handlungsbedarf.
– Weitere Festlegungen zu den gemäß IT-Sicherheitsgesetz und EnWG § 11 1c bei KRITIS-Relevanz vorgesehenen Meldungen bei Störungen an das BSI macht der IT-Sicherheitskatalog nicht. Hier bleibt die Ausgestaltung des Verfahrens durch das BSI abzuwarten.
– Für die Zertifizierung ist nunmehr ein eigenes Zertifizierungsschema vorgesehen, das von der BNetzA mit der Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) derzeit erarbeitet wird. „Generische“ ISO/IEC 27001-Zertifikate sind somit an dieser Stelle nicht ausreichend. Zudem kann die Zertifizierung dann nur durch einen bei der DAkkS für dieses Schema akkreditierten Dienstleister erfolgen.
– Die erfolgreiche Zertifizierung ist bis zum 31.01.2018 gegenüber der BNetzA nachzuweisen.

Eine ausführliche Analyse des IT-Sicherheitskatalogs und Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise werden durch die GAI NetConsult im kommenden GAI NetConsult SecurityJournal veröffentlicht werden.

„Der neue IT-Sicherheitskatalog der BNetzA macht Mindeststandards im Bereich IT-Sicherheit für Energienetzbetreiber erstmals verpflichtend“, sagt Detlef Weidenhammer, Geschäftsführender Gesellschafter von GAI NetConsult. „Verantwortungsvolle Netzbetreiber haben sich bereits in der Vergangenheit intensiv mit diesem Thema befasst und stehen jetzt nicht mit leeren Händen da. Wir begrüßen, dass durch den nunmehr verbindlichen IT-Sicherheitskatalog das Thema erneut ganz oben auf die Agenda gerückt ist. Die verbleibenden zweieinhalb Jahre bis zum zwingenden Nachweis der Zertifizierung wollen gut genutzt sein.“

Die GAI NetConsult unterstützt Netzbetreiber bei der Umsetzung des IT-Sicherheitskatalogs durch Beratung, Sicherheitschecks sowie den Aufbau von Informationssicherheitsmanagementsystemen (ISMS) nach DIN ISO/IEC 27001.

Details zu den Beratungsangeboten der GAI NetConsult speziell zum IT-Sicherheitskatalog und generell zur Informationssicherheit im Bereich Kritischer Infrastrukturen mit Dienstleistungen wie IT-Sicherheitsaudits, Umsetzung des BDEW Whitepaper oder der ISO 27001 sowie ISMS-Einführungen finden Sie hier: https://www.gai-netconsult.de

Das Security Journal der GAI NetConsult kann kostenlos online im Abo bezogen werden. Die Anmeldung erfolgt hier: https://www.gai-netconsult.de/journal

Über:

GAI NetConsult GmbH
Herr Detlef Weidenhammer
Am Borsigturm 58
13507 Berlin
Deutschland

fon ..: +49 30 / 41 78 98 – 0
web ..: http://www.gai-netconsult.de
email : info@gai-netconsult.de

Die GAI NetConsult ist ein unabhängiges Software- und Consulting-Unternehmen mit besonderer Expertise in der Erstellung von umfassenden Lösungen zur Informationssicherheit und der Entwicklung sicherer eBusiness-Anwendungen.
In der Informationssicherheit wird der gesamte „Security Life Cycle“ von der Analyse über Konzeption, Realisierung und Betrieb bis hin zur Überprüfung bestehender Sicherheitsmaßnahmen abgedeckt. Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören Sicherheitsaudits (BSI, ISO), Penetrationstests, Notfallmanagement und die ISMS-Einführung nach ISO/IEC 27001. Ein Schwerpunkt liegt in der Sicherung von Kontroll- und Automatisierungssystemen (ICS, SCADA), insbesondere im Bereich Kritischer Infrastrukturen wie z.B. der Energieversorgung. Dabei werden die Anforderungen aus dem bdew Whitepaper – von der Projektplanung über die Ausschreibung und Systemkonzeption bis zur Abnahme – begleitet. Mitarbeiter der GAI NetConsult gehören zu den Top-Know-how-Trägern für ICS-Sicherheit und arbeiten in Fachgremien wie DIN, ISO maßgeblich an wichtigen Industriestandards wie der ISO/IEC 27019 mit.
Prozessintegration mit modernen EAI- und ESB-Plattformen sowie agile Softwareentwicklung nach Scrum bei Umsetzung des Security Development Life Cycles (SDL) sind die Basis für die kundenindividuellen Integrations- und Branchenlösungen der GAI NetConsult. Diese Lösungen beinhalten auch die Umsetzung der jeweils relevanten Sicherheitsanforderungen, z.B. aus dem Sozialgesetzbuch (SGB) im Gesundheitswesen oder bzgl. der gesicherten Kommunikation, die im eGovernment gefordert ist.
Zum Kundenstamm der GAI NetConsult gehören mittlere und große Unternehmen vorwiegend aus den Branchen Energieversorgung, Finanzdienstleistung, Gesundheitswesen, Chemie/Pharma sowie Öffentliche Verwaltungen. Weitere Informationen über GAI NetConsult finden Sie unter www.gai-netconsult.de.

Pressekontakt:

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