Versicherung verweigert Regulierung – was jetzt?

Wenn Versicherungen und Rechtsschutzversicherungen nicht zahlen wollen, kann ein spezialisierter Rechtsanwalt oftmals eine zufriedenstellende Lösung für den Versicherungsnehmer finden.

BildFür Versicherungsnehmer ist das eines der Horrorszenarien überhaupt: Die Versicherung zahlt nicht, wenn der Schutz dringend benötigt wird. Nach dem Schaden ist oftmals vor der Streitigkeit mit dem Versicherer. Denn selbst die teuersten Versicherungsverträge bieten letztlich nur den Schutz, dem die Versicherung auch stattgibt. Gesellschaften werden natürlich versuchen, ihre Kosten im Schadenfall so gering wie möglich zu halten oder ganz zu verschleppen.

Das gilt, so zeigt die Praxis, für den Autounfall mit Fahrerflucht, den die gegnerische Versicherung trotz eindeutiger Belege und Kenntnis des Verursachers nicht regulieren will, für die Regulierung des Schadens an der Immobilie nach einem Sturm oder auch die Ablehnung der Kostenübernahme für eine anwaltliche Vertretung. Besonders oft treten Streitigkeiten bei Vermögensschäden und Haftungsforderungen auf, beispielsweise gegen Geschäftsführer und Führungskräfte, die wegen (vermeintlichen) Fehlverhaltens in Regress genommen werden soll. Das bedeutet: So gut wie in allen Versicherungsbereichen kommt es zu Auseinandersetzungen mit den Gesellschaften über die Kostenübernahme im Schadenfall – und das regelmäßig.

Wer dann den Kopf in den Sand steckt und die Ablehnung einfach akzeptiert, bleibt auf seinen Kosten trotz der Prämie sitzen. Zwar sollte der Versicherung in der Regel vier bis sechs Wochen Zeit gegeben werden, den Sturmschaden zu prüfen. Aber dennoch darf nicht allzu viel Zeit bei der Regulierung ins Land gehen. Auch eine Ablehnung oder unvollständiger Regulierung muss sich der Versicherungsnehmer nicht gefallen lassen, sondern kann mit Hilfe eines Anwalts dagegen vorgehen. Ohne rechtliche Unterstützung versuchen Versicherungen oftmals, Kunden unzureichend abzufinden. Versicherungsnehmer sollten sich aber im Schadenfall, wenn sie Anspruch auf eine Regulierung haben, nicht so einfach abspeisen lassen, auch nicht mit einer kleinen Teilzahlung.

Die Erfahrung belegt, dass allein das Schreiben eines Rechtsanwalts oftmals schon zu einem Umdenken bei der Versicherungsgesellschaft führen kann. Lehnen sie eine unzweideutige Regulierung auf Antrag des Versicherungsnehmers gerne ab, erfolgt die Regulierung spätestens nach Eingang der Klage vor Amts- oder Landgericht sehr zügig. In der Regel kommt es aber gar nicht zu der Klageschrift, da die Gesellschaften allein nach der Kommunikation über einen Rechtsanwalt nicht gewillt sind, sich in eine längere juristische Auseinandersetzung zu begeben – vor allem dann nicht, wenn die Ablehnung der Regulierung unbegründet ist.

Ein weiteres Beispiel ist die Kostenübernahme durch die Rechtsschutzversicherung beim Widerruf von Kapitallebensversicherungs- oder Darlehensverträgen. Wie aus dem Markt bekannt ist, können diese Verträge unter gewissen Umständen rückabgewickelt werden. So erhalten Kunden die Möglichkeit, wieder einen neuen Vertrag zu vergünstigten Konditionen abzuschließen. Spezialisierte Fachanwälte können die Ansprüche von Versicherungsnehmern prüfen und berechnen und deren Interessen sowohl außergerichtlich als auch vor dem Richter vertreten.

Aber: Viele Widerrufe von Renten- und Lebensversicherungsverträge sind langwierig. Der Bundesgerichtshof hat festgestellt, dass die Rechtsschutzversicherung die Kostenübernahme nicht einfach ablehnen darf. Mit diesem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 4. Juli 2018 entscheidend gestärkt (Az.: IV ZR 200/16) ist den Rechtsschutzversicherern ein wichtiges Argument genommen worden, wenn sie Deckungszusagen verweigern wollen. In dem konkreten Fall hatte die Versicherung die Kostenübernahme abgelehnt, weil der Kunde den Kreditvertrag vor der Rechtsschutzversicherung abgeschlossen habe (sogenannte Vorerstreckungsklausel). Für den Bundesgerichtshof ist diese Vorerstreckungsklausel der Rechtsschutzversicherung aber intransparent und damit unwirksam. Durch das Urteil des BGH ist es ebenso möglich, eine Deckungszusage von der Rechtsschutzversicherung zu erhalten, auch wenn die Versicherung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Darlehens- oder Lebensversicherungsvertrags noch nicht bestanden hatte.

Versicherungs- und Kreditnehmer sollten sich bei einem Widerruf also nicht gleich von einer Ablehnung der Kostenübernahme durch den Rechtschutzversicherer entmutigen lassen, sondern einem spezialisierten Rechtsanwalt die Kommunikation mit der Gesellschaft überlassen. Damit kann die Kostenübernahme durch die Rechtschutzversicherung sichergestellt werden.

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Über Rechtsanwalt Stefan Krings

Rechtsanwalt Stefan Krings ist Fachanwalt für Strafrecht, Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Partner der Kanzlei Rechtsanwälte Krings, Krebs und Kollegen GbR. Er führt den Standort der Kanzlei in Baesweiler und betreut seine Mandanten in der ganzen Region (Alsdorf, Eschweiler, Geilenkirchen, Herzogenrath, Übach-Palenberg, Würselen) im besonders im gesamten Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht und Versicherungsrecht. Dabei übernimmt Rechtsanwalt Stefan Krings die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung der Mandanten, setzt deren rechtliche und finanzielle Ansprüche durch und berät bei der Abwehr von Haftungsansprüchen. Ebenso übernimmt Rechtsanwalt Stefan Krings die gesamte Schadenabwicklung und die Kommunikation mit den Gesellschaften in Versicherungsfällen. Rechtsanwalt Stefan Krings ist bei zahlreichen Rechtsschutzversicherungen als Partneranwalt gelistet und übernimmt für die Mandanten auch die Verhandlungen mit den Rechtsschutzversicherungen für die Deckungszusagen. Mehr Informationen unter www.fachanwalt-kreis-aachen.de

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Schlechte Nachrichten für Kanada Real Estate Direkt-Anleger

Derzeit keine Zins- und Rückzahlungen an die Anleger

Anleger des Kanada Real Estate Direkt-Investemts haben im Juni 2019 die Information erhalten, dass Zins- und Rückzahlungen aktuell wegen „Liquiditätsschwierigkeiten“ des sog. Bauträgers nicht erfolgen können.

Die Steiner + Company GmbH & Co. KG hatte für das Investment eine schriftliche Unterlage erstellt, die u.a. für „Kanada – einer der sichersten und stabilsten Investitionsstandorte“ wirbt. Zahlreiche bundesdeutsche Vermittler haben die Anlage in ihr Beratungsangebot aufgenommen.

In Werbeunterlagen finden sich Aussagen wie:

„Eine Direktinvestition in ein Wirtschaftsgut, wie Grundstücke, Immobilien oder Eisenbahnwaggons, bietet, anders als bei geschlossenen Beteiligungen oder Fonds, die Möglichkeit, das direkte Eigentum zu erwerben. Dadurch reduzieren sich Kosten und Risiko, weil ein direktes Eigentumsverhältnis auch sofortigen Zugriff auf den Vermögensgegenstand ermöglicht. Profitieren Sie mit Ihren Kunden vom Kauf eines Miteigentumsanteils an einem Grundstück im Resort „Forest Lakes Country Club“ in Nova Scotia, in der Nähe von Halifax.“

Ob die nunmehr den Totalverlust fürchtenden Anleger tatsächlich Eigentum erworben haben -wie dies in vielen Beratungen dargestellt worden sein soll- , zweifelt der Frankfurter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht an. Die Konstruktion mit Anwartschaften, Rückkaufverträgen zusammen mit dem Auslandsbezug lässt nach Meinung der Sozietät LSS Rechtsanwälte jedenfalls erahnen, dass hier kein „sofortiger Zugriff auf den Vermögensgegenstand“ möglich ist.

Für Anleger werden derzeit Inanspruchnahmen der Vermittler und Initiatoren geprüft.

„-

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Vermögensnachfolge: Selbstgenutzte Immobilie als hochrelevanter Wert

Etwas mehr als die Hälfte aller Deutschen lebt im Eigenheim, Tendenz steigend. Der Gestaltung der Vermögensübertragung mit Immobilienbezug kommt daher eine besondere Bedeutung zu.

BildDie Deutschen sind das Volk der Immobilieneigentümer. Einer Studie zufolge beläuft sich das Immobilienvermögen in Deutschland auf 11,2 Billionen Euro, inklusive des Bodenwerts der bebauten Flächen. Und etwas mehr als die Hälfte aller Deutschen lebt im Eigenheim. Die Tendenz ist steigend, denn nach neuesten Zahlen einer Immowelt-Untersuchung werden die Immobilienpreise in den 14 größten deutschen Städten weiter zulegen, auf jeden Fall bis 2020.

„Damit steigen diese Immobilienwerte weiter, und oftmals stellt schon ein selbst bewohntes Haus oder eine Eigentumswohnung den größten beziehungsweise wertvollsten Einzelgegenstand innerhalb des gesamten Vermögens dar. Daher kommt der Gestaltung der Vermögensnachfolge bei Immobilienbesitz eine hohe Bedeutung zu“, sagt der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Christopher Riedel (www.christopherriedel.de). Er berät seine Mandanten bei der Strukturierung aller erbrechtlichen Fragestellungen mit einem Fokus auf die Gestaltung komplexer Vermögensübertragungen, immer auch mit Immobilienbezug.

So hat Dr. Christopher Riedel beispielsweise im vergangenen Jahr die viel beachtete erste Auflage von „Immobilien in der Erbrechtspraxis“ herausgegeben. Der Band befasst sich unter anderem Nießbrauch und Wohnungsrecht, Immobilien als Gegenstand letztwilliger Verfügungen, Erbschaftsteuer bei Immobilien und Nutzungsrechten und Familienpool-Gesellschaften sowie zahlreichen anderen relevanten Fragestellungen bis hin zu internationalem Immobilienvermögen und Bewertungsfragen.

In der Beratungspraxis stößt der Rechtsanwalt immer wieder auf komplexe Fragestellungen hinsichtlich des sogenannten Familienheims. Unabhängig vom Umfang und der Zusammensetzung des übrigen Vermögens bilde die selbstgenutzte Immobilie für die meisten Eigentümer einen besonders wichtigen Teil ihres Vermögens, hinsichtlich dessen auch unter nachfolgeplanerischen Gesichtspunkten besondere Vorsorge getroffen werden sollte. Dies gelte insbesondere dann, wenn der aktuelle Eigentümer das Objekt gemeinsam mit einem Ehegatten oder Lebenspartner oder weiteren ihm nahestehenden Personen bewohne, für die das Dach über dem Kopf auch über seinen Tod hinaus gesichert sein solle.

„Soll diese selbstgenutzte Immobilie lebzeitig dennoch bereits an die nächste Generation weitergegeben werden, sollte dies mit einer hohen Aufmerksamkeit für bestimmte Details passieren. Die Absicherung des eigenen Wohnens ist, gerade im Alter, ein hohes Gut, das nicht leichtfertig aus der Hand gegeben werden sollte. Der Vorteil: Es bestehen genügend rechtliche Möglichkeiten, einen Nutzungsrechtsvorbehalt zu gestalten, beispielsweise über das bekannte Modell des Nießbrauchs. Auf diese Weise sichert der bisherige Eigentümer auch nach der lebzeitigen Übertragung die auf Dauer ausgelegte Nutzungsmöglichkeit“, beschreibt Christopher Riedel.

Die Klärung dieser Details gehören bei dem anerkannten Düsseldorfer Rechtsanwalt genauso zur Beratungspraxis wie die steueroptimierte Gestaltung. Neben der Ausnutzung der persönlichen Steuerfreibeträge alle zehn Jahre können für das Familienheim unter bestimmten Voraussetzungen auch sachliche Steuerbefreiungen in Anspruch genommen werden. Diese können dazu führen, dass das Haus beziehungsweise die Wohnung gar keiner Erbschaftsbesteuerung unterliegt und sein Wert daher auch die persönlichen Freibeträge nicht schmälert. „Diese Überlegungen gehören zu einer langfristigen und strategisch sinnvollen Gestaltung der Vermögensübertragung dazu. Es ist oftmals nicht damit getan, einfach das Familienheim mit ins Testament aufzunehmen oder eben vorzeitig den Kindern zu übergeben. Die selbstgenutzte Immobilie als hochrelevanter Vermögenswert bedarf einer professionellen Betrachtung“, betont Dr. Christopher Riedel.

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Über Dr. Christopher Riedel
Dr. Christopher Riedel ist Rechtsanwalt, Steuerberater und Fachanwalt für Steuerrecht und praktiziert in eigener Kanzlei in Düsseldorf. Dr. Christopher Riedel berät Unternehmer und Privatpersonen bei allen Fragen rund um die Unternehmens- und Vermögensnachfolge und Pflichtteilsansprüche (auch mit grenzüberschreitendem Bezug) und verbindet dafür seine Kompetenzen im Gesellschafts-, Steuer- und Erbrecht. Dr. Christopher Riedel tritt regelmäßig als Buchautor, Herausgeber und Vortragsredner zu Fragestellungen rund um Erbrecht und Unternehmensnachfolge in Erscheinung. Weitere Informationen: www.christopherriedel.de und www.mein-pflichtteil.de

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Dr. Christopher Riedel zum Pflichtteil: Vermögensschutz durch weitsichtige Beratung

Pflichtteilsansprüche treten oft im Zusammenhang mit Regelungen zur Unternehmensnachfolge auf. Unternehmer sollten Risiken, die zu Vermögensschäden führen können, dringend vermeiden.

BildFür Unternehmer steht regelmäßig vor allem eines im Fokus: Sie möchten ihre Ertragsquelle bestmöglich vor negativen Einflüssen von innen und außen schützen. Asset Protection ist das Stichwort, also der umfassende Vermögensschutz. Dafür setzen sie auf komplexe rechtliche und steuerliche Gestaltungen, sichern die Ausschüttungen für die Familie durch spezielle Regelungen ab und bauen einen Stab von Beratern und Vertrauten auf, die im Notfall die Unternehmensführung, beispielsweise bis zum testamentarisch festgelegten Verkauf, übernehmen können.

„Was aber oftmals eher beiläufig, wenn überhaupt, behandelt wird, sind Fragen des Pflichtteilsrechts.“ Dieser Komplex kann zu erheblichen Vermögensschäden führen, wenn ein Kind als unmittelbarer gesetzlicher Vermögensnachfolger mehr oder weniger plötzlich den Pflichtteil geltend macht. „Pflichtteilsansprüche treten oft im Zusammenhang mit Regelungen zur Unternehmensnachfolge auf. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Nachfolgeregelung dazu führt, dass einzelne Pflichtteilsberechtigte nur in einem unter dem Wert der ihnen zustehenden Pflichtteilsansprüche liegenden Maße am Vermögen des Erblassers partizipieren“, sagt der Düsseldorfer Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Christopher Riedel, Fachanwalt für Steuerrecht (www.christopherriedel.de). Er berät seine Mandanten bei der Strukturierung im gesamten Erbrecht mit einem Fokus auf der Strukturierung komplexer Vermögensnachfolgen. Dr. Christopher Riedel hat die Website www.mein-pflichtteil.de eingerichtet und informiert dort über die wichtigsten Fragestellungen des deutschen Pflichtteilsrechts.

Berührungen zum Thema Pflichtteil in der Unternehmensnachfolge beziehungsweise bei unternehmerischen Vermögen generell hat Christopher Riedel regelmäßig. Oft möchte der Unternehmer ein Kind möglichst aus der Nachfolge heraushalten, sei es wegen mangelnder Kompetenzen oder auch einer – aus Sicht des Unternehmers – ungünstigen Heirat. Oder ein Abkömmling möchte partout bereits zu Lebzeiten des Erblassers seinen „Erbteil“ ausgezahlt bekommen. Auch wenn hierauf natürlich kein Anspruch besteht, kann diese Situation zur Vereinbarung eines Pflichtteilsverzichts gegen Abfindung genutzt werden. „Dies kann langfristig betrachtet äußerst sinnvoll sein. Denn eEskaliert eine solche Situation, kann es im Erbfall zu einer unschönen und vor allem vermeidbaren Zersplitterung des Unternehmensvermögens kommen“, sagt der Rechtsanwalt.

Wichtig sei aber die genaue Planung. Das gilt auch für die Vorbereitung auf möglicherweise nach dem Erbfall geltend gemachte Ansprüche. Denn der (nach dem Gesetz) sofort fällige Zahlungsanspruch ist wirtschaftlich meist kaum darstellbar. „Immerhin beträgt der Pflichtteil die Hälfte des Werts des gesetzlichen Erbteils. Das kann bei einem gut laufenden mittelständischen Unternehmen natürlich sehr teuer werden und schnell in die Millionen gehen.“Zwar hat der Gesetzgeber hier die Möglichkeit geschaffen, unter bestimmten Voraussetzungen die Stundung von Pflichtteilsansprüchen zu verlangen, die Voraussetzungen hierfür sind aber nicht so leicht zu erfüllen , warnt der bekannte Düsseldorfer Rechtsanwalt.

Das andere Thema sei die professionelle Unternehmensbewertung. Typischerweise ergäben sich im Zusammenhang mit Pflichtteilsansprüchen, deren Höhe unter anderem vom Wert eines Unternehmens abhänge, erhebliche Bewertungsunsicherheiten. Dies gelte sowohl aus der Perspektive der Pflichtteilsberechtigten als auch aus der Sicht des beziehungsweise der Pflichtteilsschuldner. „Daher kommt einer einwandfreien Unternehmensbewertung gerade bei Pflichtteilsfragestellungen eine erhebliche Bedeutung zu. Mit einer Berechnung über den Daumen im Sinne von ,durchschnittlicher Umsatz der vergangenen fünf Jahre mal Faktor X‘ ist es nicht getan“, weiß Christopher Riedel aus der Beratungspraxis. Deshalb begleitet er Unternehmer eng bei der Gestaltung von Pflichtteilsregelungen und nutzt seine Kompetenz und Erfahrung auch dazu, haltbare Unternehmensbewertungen z erstellen zu lassen.

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Dr. Christopher Riedel ist Rechtsanwalt, Steuerberater und Fachanwalt für Steuerrecht und praktiziert in eigener Kanzlei in Düsseldorf. Dr. Christopher Riedel berät Unternehmer und Privatpersonen bei allen Fragen rund um die Unternehmens- und Vermögensnachfolge und Pflichtteilsansprüche (auch mit grenzüberschreitendem Bezug) und verbindet dafür seine Kompetenzen im Gesellschafts-, Steuer- und Erbrecht. Dr. Christopher Riedel tritt regelmäßig als Buchautor, Herausgeber und Vortragsredner zu Fragestellungen rund um Erbrecht und Unternehmensnachfolge in Erscheinung. Weitere Informationen: www.christopherriedel.de und www.mein-pflichtteil.de

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Vermögensnachfolge: Lebzeitig günstige Regelungen entwickeln

Der Gestaltungsberatung bei der Vermögensnachfolge kommt eine wichtige Rolle zu. Sie kann Vermögensschäden verhindern, sagt der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Christopher Riedel.

BildDas Vermögen der Deutschen wächst und wächst. Ende 2017 lag es bereits bei knapp sechs Billionen Euro – ohne Immobilien und Betriebsvermögen! Kommen diese Vermögenswerte noch einmal hinzu, multipliziert sich das Ganze noch einmal. Gerade dann, wenn man weiß, dass sich zum Ende des Jahres 2016 das in Wohnbauten investierte Vermögen der privaten Haushalte in Deutschland auf eine Summe von rund 4,29 Billionen Euro belief.

„Die deutschen Vermögen werden damit nicht nur größer, sondern auch komplexer. Sie bestehen heutzutage nicht mehr aus der klassischen Mischung aus Bargeld, Immobilien und einigen Wertpapieren sowie, bei Unternehmern, Gesellschaftsanteilen. Sondern es existieren oftmals auch unternehmerische und Private Equity-Beteiligungen, internationale Investments, gesellschaftsrechtliche Verzweigungen und durchaus auch komplexe steuerliche Fragen bei der Behandlung dieser Vermögen“, sagt der Düsseldorfer Rechtsanwalt und Steuerberater Dr. Christopher Riedel, Fachanwalt für Steuerrecht. Er berät seine Mandanten bei der Strukturierung im gesamten Erbrecht mit einem Fokus auf der Strukturierung der komplexen Vermögensnachfolge (www.christopherriedel.de).

Es sei heute kaum noch möglich, ein Vermögen steuerlich optimiert und rechtlich geschützt zu übertragen, wenn dieser Übertragung nicht eine sattelfeste und zukunftsorientierte Strategie zugrunde liege, betont Christopher Riedel. Daher, plädiert der Rechtsanwalt, sollten entsprechende Regelungen sehr zeitig getroffen werden und nicht erst, wenn der Erbfall bereits eingetreten ist. „Dann ist es zu spät. Ungünstige Regelungen können dann nicht mehr oder nur unter sehr schwierigen Bedingungen rückgängig gemacht werden.“

Dabei bezieht sich Christopher Riedel zum einen auf die steuerliche Bewertung des Vermögens. Werde das Gesamtvermögen erst im Erbfall übertragen, ließen sich erhebliche Steuerzahlungen kaum verhindern, warnt der Fachmann. „Bei gewachsenen Familienvermögen, zu denen vielleicht auch zwei Investment-Immobilien an guten Standorten und/oder (nicht privilegierte) unternehmerische Beteiligungen gehören, kann die Erbschaftsteuer schnell in die Hunderttausende gehen. Das kann dazu führen, dass erst einmal Assets verkauft werden müssen, um die Erbschaftsteuer zu bezahlen – Vermögensschäden sind das Stichwort, und das kann nicht der Sinn der Nachfolge sein“, sagt der Rechtsanwalt. Dieses Problem lasse sich durch eine Schenkungstrategie vermeiden. „Wer alle zehn Jahre die gesetzlichen Freibeträge nutzt, kann frühzeitig die Vermögensnachfolge beginnen. Das hat Vorteile für die Nachfolger und die steuerliche Strukturierung.“

Zum anderen könne es vorteilhaft sein, die Erbengeneration frühzeitig am Vermögen partizipieren zu lassen. „Das ist ein strategischer Mehrwert, wie die Praxis immer wieder zeigt. Gerade bei unternehmerischen Vermögen, aber auch bei Immobilien, kann so Verantwortung herausgebildet werden, die Nachfolger werden vom Senior angeleitet und lernen die Rolle als Gesellschafter kennen. Das ist für den langfristigen Übergang ein echter Mehrwert, wie die Praxis immer wieder zeigt“, weiß Christopher Riedel.

Der Berater begleitet Familien und Unternehmer bei der rechtlich, steuerlich und strategisch bestmöglichen Gestaltung der Vermögensnachfolge. Dabei betrachtet er sämtliche Vermögenswerte, setzt diese zueinander ins Verhältnis und bespricht mit dem Eigentümer eine tragfähige Struktur. „Was will der Vermögenseigentümer wirklich? Diese Frage beantworten wir mit ihm gemeinsam und legen dies der weiteren Gestaltungsberatung zugrunde. Die gelungene Vermögensnachfolge ist immer auch ein emotionaler Aspekt.“

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