Warum bekommen insolvente Unternehmen in Eigenverwaltung keine Corona-Hilfen?

– Diese Unternehmen sind erfolgreich saniert und können fortgeführt werden
– Sie können ihre Verbindlichkeiten bedienen
– Sie sind keine Gefahr für die Volkswirtschaft

BildUnternehmen, die gerade eine Insolvenz in Eigenverwaltung durchlaufen, haben es doppelt schwer. Gerade dem Bankrott von der Schippe gesprungen, müssen sie sich mit Corona auseinandersetzen. Und zusehen, wie Unternehmen, die nur aufgrund der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht noch am Markt sind, mit staatlichen Hilfen bedacht werden. Den erfolgreich Sanierten werden diese Hilfen aufgrund deutscher und europäischer Rechtsprechung verwehrt. Dabei stehen sie wieder auf stabilen betriebswirtschaftlichen Beinen und können fortgeführt werden. Ihnen staatliche Hilfe zu gewähren ist weit weniger riskant als Zombiunternehmen zu unterstützen, die nur aufgrund der aufgeschobenen Insolvenzantragspflicht noch keine Insolvenz angemeldet haben.

Die Pandemie-Schutzmaßnahmen sorgen bei vielen Unternehmen für erhebliche Umsatzeinbußen und damit die Gefährdung ihrer Existenz. Zwar bietet der Staat Überbrückungs- sowie Direkthilfen an, aber nicht allen betroffenen Unternehmen. Denn nach geltendem deutschen und europäischem Recht sind insolvente Unternehmen nicht berechtigt, öffentliche Finanzhilfen zu erhalten. Auch solche nicht, die gerade erfolgreich eine Insolvenz in Eigenverwaltung durchlaufen haben und deren Verfahrensabschluss reine Formsache ist. Ein bereits von allen Gläubigern akzeptierter Insolvenzplan muss nur noch formal bestätigt oder der Insolvenzplanbestätigungsbeschluss rechtskräftig werden.

Hilflos in der Krise?

“Diese Entscheidung macht überhaupt keinen Sinn”, sagt Thomas Planer, Sanierungsexperte und Geschäftsführer von Planer und Kollegen. “Warum haben Unternehmen, bei denen die Aufhebung des Insolvenzverfahrens nur noch reine Formsache ist, keinen Anspruch auf die Corona-Hilfen? Diese Unternehmen nehmen aktiv am Wirtschaftsgeschehen teil, werden fachlich durch einen Sanierungsberater unterstützt und stehen unter gerichtlicher Aufsicht eines Sachwalters. Sie sind erfolgreich saniert und können fortgeführt werden. Beste Voraussetzungen also, um einen positiven betriebs- und volkswirtschaftlichen Beitrag zu leisten.”

Woran es hakt

Die Sanierungsexperten von Planer und Kollegen machen folgende Punkte aus, die es bei den Coronahilfen zu überdenken gilt:

o Zombiunternehmen werden unterstützt. Das sind Unternehmen, die im Prinzip schon insolvent sind, ihre Insolvenz aber aufgrund der Aufschiebung der Insolvenzantragspflicht noch nicht angemeldet haben. Dass sie die Coronakrise überstehen, ist oft mehr als unwahrscheinlich.

o Zombiunternehmen können Verpflichtungen eingehen, die sie praktisch nicht mehr bedienen können. Damit ziehen sie ihre Geschäftspartner mit in den Abwärtsstrudel, ohne dass diese das wissen.

o Unternehmen, die gerade eine Insolvenz in Eigenverwaltung durchlaufen haben, sind praktisch saniert. Sie haben Experten an der Seite, stehen auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament und haben sehr gute Aussichten, erfolgreich weiterzubestehen. Was ihnen fehlt, sind Rücklagen, um die Folgen der Pandemie abzufangen. Staatliche Hilfen könnten dies gewährleisten.

o Nicht immer ist Corona schuld. Sehr oft treffen Unternehmer schon vorher falsche ökonomische Entscheidungen, deren Folgen nun durch die aktuelle Marktlage verstärkt wurden. Daher ist es nicht nachvollziehbar, dass de facto insolvente Unternehmen, die die Insolvenz noch nicht anmelden müssen, im Vergleich zu denjenigen, die erfolgreich saniert sind, so stark privilegiert werden.

Klaus Ziegler, Sanierungsexperte bei Planer und Kollegen, ergänzt: “Für eine sinnvolle Verteilung der Corona-Hilfen reicht es nicht, nur nach insolvent und nicht insolvent zu unterscheiden. Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen. Damit die Hilfen sinnvoll eingesetzt werden, braucht es einen Blick hinter die Kulissen: Ist Corona wirklich die Ursache für die Krise? Wie stehen die Überlebenschancen? Helfen die Hilfen überhaupt noch? Kurz: Die Hilfen müssen strategisch sinnvoll vergeben werden.”

Unternehmen, die eine Insolvenz in Eigenverwaltung durchlaufen haben, haben mehrere Vorteile: eine transparente Finanzlage, ständige fachliche Sanierungsberatung sowie die Überwachung durch Sachwalter. Daher ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie die Pandemie gestärkt überstehen. Und daher haben auch sie Corona-Hilfen verdient.

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Die Planer & Kollegen GmbH ist eine Sanierungs- und Insolvenzberatung. Als Experten für die sogenannte “Insolvenz in Eigenverwaltung nach § 270a/b InsO” haben die Sanierungsberater bundesweit seit Inkrafttreten des ESUG im Jahr 2012 über 100 Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich bekleidet und sind somit einer der erfolgreichsten Sanierer in Deutschland. Sie unterstützen inhabergeführte Unternehmen dabei, sich selbst aus der Krise zu befreien. Dazu begleiten sie die Unternehmen sowohl bei der strategischen und leistungswirtschaftlichen Restrukturierung als auch mit dem notwendigen Insolvenz Know-how, damit sie ihr Unternehmen möglichst fortführen können. Planer & Kollegen wurden 1988 gegründet und haben Büros in Landsberg am Lech, Hallbergmoos/Flughafen München und im Münsterland.

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Limburg Consulting eröffnet neuen Standort in Düsseldorf

Düsseldorf – Die auf “Change Management” spezialisierte Unternehmensberatung Limburg Consulting expandiert. Am 2. November eröffnet sie einen neuen Bürostandort in Düsseldorf.

BildMit einem erweiterten Team werden nun auch im Rhein-Ruhr-Gebiet Beratungs- und Managementprojekte von erfahrenen Managementprofis eng und persönlich begleitet.
Seit über 10 Jahren betreut Limburg Consulting vorwiegend mittelständisch geprägte Kunden vom Stammsitz in Höhr-Grenzhausen aus. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Beratungsleistungen rund um die Themen Finanzen, Organisation und Strategie sowie dem Einsatz von Managern auf Zeit.
Zusammen mit dem neuen Office in Düsseldorf kann Limburg Consulting nun vom nördlichen Ruhrgebiet bis in den Großraum Frankfurt über 30% aller Mittel- und Großbetriebe in Deutschland innerhalb von nur 90 Minuten vor Ort erreichen.
“Als umsetzungsorientiertes Beratungshaus ist uns die Nähe zu unseren Klienten besonders wichtig” betont Peter Schmitt, langjähriger Partner bei Limburg Consulting “Wir wollen weiterhin sicherstellen, dass wir mit dem Management und der Belegschaft der Kunden, Konzepte nicht nur individuell entwickeln und gemeinsam realisieren. Wir wollen die Firmen wenn nötig dann auch dauerhaft begleiten können. Und zwar flexibel und zu sehr fairen Konditionen. Das unterscheidet uns schon heute von vielen Freelancern und großen Beratungshäusern”.
Auch Christian Sporleder ist als neues Mitglied des Düsseldorfer Teams vom Erfolg dieses Schrittes überzeugt “Wir arbeiten bei unseren Kunden ausschließlich mit Profis aus Industrie und Beratung, die auf mindestens 15 Jahre Berufs- und Führungserfahrung zurückblicken können. Das gibt die nötige Sicherheit für herausfordernde Aufgabenstellungen und wird immer häufiger nachgefragt”.
In den kommenden Monaten wird Limburg Consulting das eigene Berater- und Managerteam gezielt weiter vergrößern. Mit der Expansion nach Düsseldorf soll das bewährte Geschäftsmodell auf die Rhein-Ruhr Region übertragen werden. Im besonderen Fokus stehen auch hier mittelständische Unternehmen sowie die Zusammenarbeit mit Insolvenzverwaltern und Bankenpartnern.

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fax ..: 0211 917 390 11
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Seit über 10 Jahren ist Limburg Consulting erster Ansprechpartner, wenn Veränderungen im Unternehmen eng und persönlich begleitet werden sollen.
Wir unterstützen als Sparringspartner oder Manager auf Zeit. Wir analysieren den Status Quo und zeigen Möglichkeiten auf. Wir erstellen Konzepte und setzen sie um. Wir agieren als Bindeglied zwischen Unternehmen und Partnern. Wir halten uns im Hintergrund oder gehen nach vorne. Wir glauben an Zahlen und handeln mit Gefühl. Wir mögen kurze Wege. Wir verstehen kleine und mittelständische Unternehmen. Wir engagieren uns persönlich für unsere Kunden. Wir überbrücken Managementvakanzen. Und setzen Impulse. Und kennen unsere Grenzen.
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