Lehren aus dem P+R Skandal

Kriminelle Machenschaften dürfen sich nicht rentieren – www.Verbraucherfinanzen-Deutschland.de Thementag Geldanlage am 14. Juni 2018 in München

BildRund 40 Jahre ist alles gut gegangen. Das war wohl das größte Kauf- und Verkaufsargument für die Containerinvestments der Firma P+R. Als langjähriges Vorzeigeunternehmen im sogenannten “grauen Kapitalmarkt”, ist jetzt der größte Anlegerskandal Deutschlands und ein enormer Imageschaden für eine ganze Branche entstanden. Waren die Zeichen nicht zu erkennen? Haben über 54.000 Anleger nur blauäugig investiert? Wie konnte das passieren und welche Lehren sind hieraus zu ziehen? Den Blick hinter die Kulissen und die Chance diesen Fall aus verschiedenen Gesichtspunkten und Verantwortungen zu betrachten, verbunden mit der Diskussion wie man es künftig besser machen kann und welche Chancen Anleger jetzt noch haben, präsentierten sehr renommierte Referenten und Diskussionsteilnehmer beim Thementag Geldanlage ” Welche Lehren sind aus dem P+R Skandal zu ziehen?” veranstaltet von Verbraucherfinanzen-Deutschland.de am 14. Juni 2018 im Tagungszentrum municon am Münchener Flughafen.

Moderator Friedrich Andreas Wanschka präsentierte u.a. mit Stefan Loipfinger, den freien Fachjournalisten der bereits seit Jahren vor Ungereimtheiten bei P+R gewarnt hatte und den Fall sehr intensiv recherchiert, Peter Mattil, Fachanwalt Mattil & Kollegen, aktuell im Gläubiger-Ausschuss bei P+R, Dr.Schirp, Fachanwalt Schirp und Partner, der die BaFin in diesem Fall verklagt, Herr Wittmann, Fachanwalt der auf das Thema Anfechtungsklausel aufmerksam machte oder mit Dr. Thorsten Voß, Fachanwalt und früher beim BaFin tätig, dem Publikum bestehend aus Anlegern, Wirtschaftsmedien, Juristen, Branchenteilnehmern, prominente juristische Referenten mit spannenden Themen.

Es fehlen rund 1 Million Container, die von Anlegern bezahlt wurden. Laut Stefan Loipfinger wurden auch Gebrauchtcontainer als Neucontainer den Anlegern verkauft. Das Firmengeflecht zieht sich über viele Länder, informierte der anwesende Presse-Chef des vorläufigen Insolvenzverwalters Jaffe. Mit der Insolvenzeröffnung ist im Sommer 2018 zu rechnen. Anlegeranwalt Mattil wies darauf hin, dass die Container in der Schweiz vermietet wurden und dort der deutsche Insolvenzverwalter keinen Zugang hat, sich das Verfahren also auf mindestens zwei Länder bezieht. Seiner Meinung nach sind in solchen Insolvenzverfahren lange Laufzeiten für die Anleger zu befürchten. Darüber hinaus ist fraglich was die Eigentumszertifikate wirklich wert sind? Denn es hat keine physische Übergabe der Container an die Anleger stattgefunden.

Ein weiteres Damoklesschwert für Anleger zeigte Fachanwalt Wittmann auf, die Anfechtungsklage. Demnach könnte der Insolvenzverwalter Ausschüttungen an die Anleger aus den letzten 4 Jahren zurückfordern. Dies wäre der Super-Gau, wie anwesende Anleger befürchten. Neben einer wahrscheinlich niedrigen Quote von 20-25 Prozent, wie Stefan Loipfinger errechnete, würde das bei einer jährlichen Ausschüttung von rund 5 Prozent auf vier Jahre, zu einem endgültigem Total-Verlust der Anleger führen. Rechtsanwalt Mattil wies darauf hin, dass viele seiner Mandanten ein hohes Alter haben, dies sei speziell gewesen bei P+R, da die guten Erfahrungen in der Vergangenheit besonders innerhalb von Familien zu ständig revolvierenden Anlagen in P+R geführt hätten. Sebastian Brunner, Pressesprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Jaffe, wiegelte die Thematik im generellem Sinn ab. Eine Anfechtungsklage sei sehr schwer durchzufechten und nicht im vorrangigen Interesse eines Insolvenzanwaltes.

Worin sich die Referenten alle einig waren, dass sich die BaFin in diesem Fall viel zu stark herausgehalten hat. Rechtsanwalt Dr. Schirp will deshalb auch die BaFin über den EuGh innerhalb der nächsten drei Wochen verklagen. Inwieweit diese Klage durchsetzungsfähig sein wird, lässt sich heute noch nicht beantworten, so die Meinung der anwesenden Juristen. Fassungslos machte auch die Bewertung der WPs im Falle P+R. Wer hat hier eigentlich was geprüft? Wenn nichts vorhanden war, was ist dann geprüft worden von den Analysten und Vermittlern? Ist bei den Vermittlern was für Anleger zu holen? Wenn es Banken oder Sparkassen waren, dann schon, meinten anwesende Juristen. Am Nachmittag der Veranstaltung wurde dann über Verbesserungen diskutiert, um solche Skandale in der Zukunft zu vermeiden. Hier ist ganz klar auch die Politik gefragt, die sich aktuell auch sehr zurückhält. Rechtsanwalt Dr. Voß, früher für das BaFin tätig, empfahl künftig keine Vermögensanlagen mehr zu genehmigen, statt dessen nur noch Anlagen nach dem KAGB zu zulassen. Ob dies reicht? Wir werden es sehen.

Über:

Astrid Klee RedaktionMedien Verlag
Herr Friedrich Andreas Wanschka
Schwaighofstraße 17 A
83684 Tegernsee
Deutschland

fon ..: +49 (0) 8022 – 8583010
web ..: http://www.Verbraucherfinanzen-Deutschland.de
email : wanschka@Verbraucherfinanzen-Deutschland.de

Verbraucherfinanzen-Deutschland.de ist ein ständig aktualisiertes und bewusst, im Sinne seiner Leser, auf externe Werbeeinblendungen verzichtendes und auf Initiative von freien Fach-Journalisten und themenspezifischen, langjährigen Branchenexperten, entstandenes redaktionelles Informationsportal für wissens- und geldwerte Informationen rund um das Thema private Finanzen mit vielen Tipps, Videobeiträgen und eigenen Studien. Besonders lesens- und empfehlenswert für gerne unabhängig besser informierte Verbraucher, Anleger, Versicherte und an Geldthemen interessierte Bürger.
Hinweis: “Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.”

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Welche Lehren sind aus dem P+R Skandal zu ziehen?

Verbraucherfinanzen-Deutschland.de Thementag Geldanlage am 14. Juni 2018 im Tagungszentrum municon am Flughafen München

BildDie Anlegerskandale der Vergangenheit haben dazu geführt dass der Gesetzgeber eine Vielzahl an neuen Regularien für Produktanbieter in Sachwerte auf den Weg gebracht hat. Nun kommt mit der P+R Insolvenz der wohl größte Anlegerskandal in Deutschland an die Öffentlichkeit. Über 50.000 geschädigte Anleger mit einer Summe von rund 3,5 Milliarden Euro.

Dies hat Verbraucherfinanzen-Deutschland.de zum Anlass genommen, Verbraucher, Anleger und Medien über den aktuellen Stand, die Möglichkeiten für Anleger und die Produktqualität von Sachwertbeteiligungen und Direktinvestments im Rahmen eines Thementages, zusammen mit renommierten Journalisten und Anwälten sowie Produktanbietern und Service-Dienstleistern, zu informieren und mit Verantwortlichen der Sachwerte-Anlagebranche zu diskutieren, wie man es künftig im Sinne der Anleger besser machen kann. Dies wird am 14. Juni 2018 im Tagungszentrum municon, am Flughafen München stattfinden.

Agenda/Themenübersicht:

Ab 09:30 Uhr Einlass

10:00 Uhr
Begrüßung und Einleitung

10:15 Uhr Vortrag:
P&R: Pleite mit Ansage oder nicht vorhersehbares Unglück?
Referent: Stefan Loipfinger, Fachjournalist, Buchautor, investmentcheck.de

10:45 Uhr Vortrag:
Rechte der Anleger bei insolventen Kapitalanlageanbietern
Referent: Peter Mattil , Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

11:15 Uhr Vortrag:
Pflichten und Verantwortung der Aufsichtsbehörde BaFin
Referent: Dr. Wolfgang Schirp, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Schirp & Partner Rechtsanwälte mbB

11:45 Uhr Vortrag:
Verantwortung des Vertriebes, der Produkt-Analysten und Wirtschaftsprüfer n.n.

12:15 Uhr Diskussionsrunde:
Wer trägt die Verantwortung? Die Lehren aus P+R

13:00 Uhr Mittagspause

14:00 Uhr Vortrag:
Schwächen des Vermögensanlagengesetzes und des Kapitalanlagegesetzbuches
Referent: Stefan Loipfinger, Fachjournalist, Buchautor, investmentcheck.de

14:30 Uhr Vortrag:
Kontroll- und Sicherheitsmechanismen nach dem KAGB
Referent Stefan Klaile, Vorstand Portfoliomanagement, Xolaris Service KVAG

15:00 Uhr Vortrag:
Das Vermögensanlagegesetz richtig angewendet – im Sinne der Anleger
Referent Robert List, Geschäftsführer asuco Fonds GmbH

15:30 Uhr Kaffeepause

16:00 Uhr Vortrag:
Lehren aus der Vergangenheit und Verbesserungsmöglichkeiten für Produktanalysten und Medien bei der Beurteilung von Sachwerte-Kapitalanlagen
Referent: Dipl.-Kfm. Uwe Kremer, Chefredakteur kmi und geschäftsführender Gesellschafter markt intern Verlag GmbH

16:30 Uhr Diskussionsrunde:
Zukunft der Sachwerte-Anlagebranche – Was muss passieren um künftig Skandale zu verhindern?

17:15 Uhr Zusammenfassung und Verabschiedung

17:30 Uhr Ende der Veranstaltung / After Work Gesprächsmöglichkeiten

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Die reguläre Teilnehmergebühr je Person beträgt 795 Euro zzgl. MwSt.

Darin enthalten sind Teilnahme und Verpflegung während der Tagesveranstaltung.
Die reservierten Teilnehmer-Namenskarten sind am Einlass der Veranstaltung erhältlich.
Bitte berücksichtigen Sie, dass die Teilnehmerzahl dieser Veranstaltung begrenzt ist.

Anmeldung hier:
www.verbraucherfinanzen-deutschland.de/thementag-geldanlage/anmeldung/

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Die Veranstaltung richtet sich besonders an

Private Anleger und professionelle Investoren:

Private Anleger und professionelle Investoren (Geschäftsleitung, Spezialisten, Vermögensverwalter, Family Offices)

Produktanbieter:

Geschäftsleitung, Produktentwickler, Vertriebsleitung, PR/Marketingleitung, Dienstleistungspartner.

Dienstleistungsanbieter:

Anwälte, Berater, Verbrauchervertreter.

Berater und Vermittler:

Geschäftsleitung, Spezialisten, Banken, Vermögensverwalter, Honorarberater, Finanzdienstleister

Medien:

Publikumsmedien, freie und Fach-Journalisten, Redaktionsleiter und Redakteure, Fachmedien, Analysten und Chefredakteure

Über:

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Sachwerte Kolloquium 2018 zeigt Probleme und Chancen der Branche auf

Regulatorische Umsetzung und Kommunikationsdefizite fordern Branchenteilnehmer

BildAm 21.Februar 2018 fand am Flughafen München das zweite Sachwerte Kolloquium moderiert und veranstaltet von den drei Fachjournalisten Markus Gotzi, Stefan Loipfinger und Friedrich Andreas Wanschka, statt. Mit 130 Plätzen war die Veranstaltung erstmals ausverkauft. www.sachwerte-kolloquium.de

Das Publikum setzte sich aus Geschäftsführern und Vorständen der wichtigsten Produktanbieter, Fachanwälte, KVGen, Banken, Vertriebe und Journalisten, zusammen. In drei Themenblöcken wurde ausführlich über Konzepte und Struktur der Angebote, Produkt und Darstellung sowie die Digitalisierung im Beratungsprozess und Vertrieb 2.0, diskutiert. Natürlich konnten nicht alle Themen, die die Branche derzeit bewegen, an nur einem Tag gleichermaßen ausführlich behandelt werden. Wie meinte ein Teilnehmer: “Es war ein anstrengender, interessanter und inspirierender Tag. Danke dafür! Ich freue mich auf das nächste Jahr”.

Viel diskutiert wurden die Themen MiFid II, Leistungsbilanzen und Aussagequalität von Prospekten, neue Produktideen wie Investment AGs, digitaler Vertrieb am Beispiel Crowdfunding, die Zukunft des Vermittlers in Zeiten der Regulierung und auch die Vorstellung neuer interessanter Brancheneinsteiger, zu ihrer Motivation jetzt in die Sachwertbranche einzusteigen.

“Ich denke die Branche tut gut daran, sich neu zu verstehen und sich dann auch nach außen so zu positionieren. Das heißt, es gibt viele verschiedene Assets, nicht nur Immobilien, die es wert sind, in Produkte umgesetzt zu werden. Genauso ist es hilfreich, die verschiedenen Produktgattungen nebeneinander für die gesamte Branche in zusammenfassenden Studien für die Öffentlichkeit, als echte unabhängige Alternative zu Börsen- Aktieninvestments und anderen Anlageformen, zu präsentieren. Dies ist alleine schon aus Verständnisgründen für die Initiatoren selbst und auch für Investoren in der Sachwert-Anlage-Branche nötig, um die Vielfalt und den daraus entstehenden Gesamtumsatz der Branche zu ermitteln.

Jeder Vertriebsweg der am Markt ist, hat bisher seine Berechtigung, warum dann immer die Einzelbetrachtung? Wenn 34f Vermittler mehr Vermögensanlagen vertreiben als Publikums AIF, dann liegt das nicht am Vertriebsweg, sondern an den Anbietern. Wenn ein Anbieter im institutionellen Geschäft sehr erfolgreich ist, heißt das nicht, wenn er das Geschäftsmodell auf den Privatkunden umlegt, der Privatanleger auch den gleichen Ertrag wie ein institutioneller Investor bekommt. Das geht auch nicht, bei den erhöhten Kosten im Vertrieb für Publikumsfonds.

Also klare Aussagen zum Asset, zu den Chancen der Investition, zu den Kosten und dem Trackrecord des Anbieters , bzw. der handelnden Personen (Investmentmanager). Das sollte doch möglich sein für alle Investmentvehikel, nicht nur wegen der verschiedenen Regulierungen, sondern aus dem eigenen Interesse der Anbieter, um das Vertrauen ihrer Anleger auch nachhaltig zu erhalten.

Das geht durch offene, ehrliche Darstellung, Kommunikation zu Vertrieb und Investoren zu allen Themen rund um das jeweils getroffene Investment. Vertrauen muss man sich schon erarbeiten, ob am Bankschalter, beim freien Finanzdienstleister, im digitalen Vertrieb oder in der semi-professionellen wie auch institutionellen Ansprache. Gute Anbieter schaffen das schon seit vielen Jahren. Und neue Investmentformen die ganz neue Anlegerschichten ansprechen, wie Crowdfunding oder Investment AGs, helfen dass noch viel mehr Nachfrage nach Sachwert-Investments erreicht werden kann.

Meiner Meinung nach hat die Sachwert-Anlage-Branche eine große Zukunft vor sich, deshalb freue ich mich schon auf die Diskussionen im nächsten Jahr!”, so Friedrich Andreas Wanschka, Herausgeber von FinanzBusinessMagazin.de, im Hinblick auf das nächste Sachwerte Kolloquium 2019.

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Diskussionen über die Qualität von AIF und Co.

Fachjournalisten laden zum zweiten Sachwerte-Kolloquium nach München ein

BildDie Vorbereitungen für das kommende Sachwerte-Kolloquium am 21. Februar 2018 in München sind so gut wie abgeschlossen. Zum zweiten Mal laden die Fachjournalisten Stefan Loipfinger, Friedrich Andreas Wanschka und Markus Gotzi ein, über den Ist-Zustand der Sachwerte-Branche und dessen Zukunftspotenzial zu diskutieren.

Makroökonomisch hat sich seit der erfolgreichen ersten Veranstaltung mit rund 110 Teilnehmern im März 2017 nicht viel geändert: Die Zinsen sind anhaltend niedrig, Immobilien und vergleichbare Assets vor allem bei finanzstarken institutionellen Investoren weiterhin derart gefragt, dass die Preis-Spirale noch nicht beendet scheint.

Wie kann es vor diesem Hintergrund gelingen, rentable Sachwertebeteiligungen mit einem angemessenen Chancen-Risiko-Verhältnis für private Kapitalanleger zu konzipieren?
Was bedeuten neue Vorschriften wie MIFID II und die kommende PRIIPs-Verordnung für die Anbieter und ihre Vertriebspartner?
Welche Möglichkeiten ergeben sich aus dem Investmentsteuergesetz, das zum Beispiel einer Investment-AG den Weg ebnet?
Welche Meinung haben Anbieter, Vertriebe, Analysten, politische Entscheider, Dienstleister und Verbandsvertreter zu den kommenden Veränderungen?

Die Referenten diskutieren zu drei Themenblöcken:

1. Konzept und Struktur – Neue Ideen oder weiter auf niedrigem Niveau?
2. Produkt und Darstellung – Was ändert MIFID II, und was können AIF und Vermögensanlagen im Sinne ihrer Kunden besser machen?
3. Vertrieb 2.0 – Digitalisierung der Vertriebsprozesse oder Scheindigitalisierung der Anlegerverwaltung?

“Der Erfolg unseres ersten Kolloquiums belegt die Notwendigkeit einer Veranstaltung für die Sachwerte-Branche mit öffentlichen Diskussionen. Wir regen dazu an, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, Produkte im Sinne des Anlegers sicherer und gleichzeitig rentabel zu machen”, sagt Stefan Loipfinger stellvertretend für die Organisatoren des Sachwerte-Kolloquiums.

Das Sachwerte Kolloquium findet am 21. Februar 2018 von 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr im Tagungscenter Municon am Münchner Flughafen statt und richtet sich an Produktanbieter, Juristen, PR-Berater und andere Dienstleister, Berater und Vermittler, Vermögensverwalter und institutionelle Investoren, Wirtschaftsjournalisten und Analysten.

Tickets kosten 795 Euro plus MwSt. Bei Anmeldungen bis zum 29. Dezember 2017 gilt der Sonderpreis von 495 Euro plus USt. Weitere Informationen und Anmeldungen www.Sachwerte-Kolloquium.de

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Lebendige Premiere: Newcomer und alte Hasen diskutieren auf erstem Sachwerte-Kolloquium

In der Sachwerte-Branche steckt Leben.

BildKontrovers und ambitioniert diskutierten Referenten und Besucher auf dem ersten von den freien Fachjournalisten Friedrich Andreas Wanschka, Stefan Loipfinger und Markus Gotzi organisierten “Sachwerte Kolloquium” in München. Einig waren sich die rund 120 angemeldeten Teilnehmer in ihrem Engagement, qualifizierte Produkte für private und professionelle Investoren zu entwickeln und zwar über alle Unternehmergenerationen hinweg. Und auch die Medien messen dem Thema eine wachsende Bedeutung bei: Das Handelsblatt schickte ebenso einen Journalisten zu der Tagung wie Fachmagazine und Informationsplattformen. Insgesamt stellten Medienvertreter rund 20 Prozent der Teilnehmer des Sachwerte Kolloquiums.

Die Matadore der Branche sind offen für neue Wege und haben ein großes Interesse daran, die erfolgreichen, digitalen Vertriebskonzepte der erfolgreichen Anbieter von Crowd-Investments zu übernehmen. Die jungen Crowd-Plattformen wie Exporo, Bergfürst und iFunded dagegen suchen nach Möglichkeiten, ihre Wachstumspläne umzusetzen.

Die Neulinge betreten den Markt nicht ohne Grund mit niedrigen Investitionsvolumina. Die BaFin erlaubt die weitgehend unregulierte Crowd-Finanzierung nur in Grenzen bis zu 2,5 Millionen Euro. Mit einem regulierten AIF sind die jungen Unternehmen derzeit noch überfordert. Denn Vertrauen ist der Schlüssel zum erfolgreichen Vertrieb eines geschlossenen Fonds. Darin waren sich die Referenten einig.

Eine hohe Markteintritts-Barriere für Unternehmen mit guten Ideen aber wenig Erfahrung. Welche Bank würde ihnen konkrete Assets vorfinanzieren? Bleibt also nur ein Blind Pool. Und Modelle, bei denen der Initiator erst Eigenkapital einsammelt und anschließend in Immobilien und andere Sachwerte investiert, erfordern einen gewaltigen Vertrauensvorschuss, den sich die Anbieter mit einer guten Leistungsbilanz hart erarbeiten müssen.

Mit unterschiedlichen Meinungen debattierten die Referenten über das Thema Regulierung. Macht sie die geschlossenen AIF tatsächlich zu Produkten des weißen Kapitalmarktes? Zwar würden KVG und Verwahrstellen einen Betrug wie bei Wölbern verhindern. Doch würde die BaFin-Gestattung keinen einzigen wirtschaftlich zweifelhaften Fonds verhindern.

Das “Schutzbedürfnis der Anleger durch die Regulierung” koste dennoch bis zu zwei Prozentpunkte der Rendite. Bei den aktuell niedrigen Zinsen würden die Konzepte trotzdem funktionieren. Große Sorgen machen sich jedoch alle Beteiligten für den Fall, dass die Zinsen wieder steigen.

Differenziert diskutierten die Teilnehmer über die Rolle der Banken. Während manche Teilnehmer den Eindruck haben, die ehemals bedeutenden Vertriebspartner würden nur noch standardisierte Investmentfonds anbieten und ihre Kunden daher bevormunden, berichteten andere von einer positiven Entwicklung: So würden Banken und Sparkassen die Sachwertemodelle wiederentdecken und wieder in den Vertrieb einsteigen.

Wie kommt der Fonds zum Kunden? Hier müssen alle Anbieter neue Wege gehen. Unabhängige Sachverständige halten manche Vertriebspartner für Dilettanten. Die Anbieter selbst stellen eine Überalterung nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Beratern fest.

Kein Wunder, dass sie offen sind für die Möglichkeiten der Digitalisierung. Die Crowd-Plattformen platzieren ihre Nachrangdarlehen häufig innerhalb weniger Stunden ausschließlich online.
Doch auch das stellte sich beim Sachwerte-Kolloquium heraus: Die Lead-Kosten bis zum Abschluss sind bei den Crowd-Finanzierern erheblich. Inklusive TV-Spots und Google-Werbung summieren sie sich pro Kunde leicht auf mehrere Hundert Euro. Bei Mindestbeteiligungen von zehn bis 500 Euro muss sich ein Anleger mehrfach beteiligen, um die Kosten zu amortisieren.

Harte Wahrheiten – und dennoch präsentierten sich die Teilnehmer des Sachwerte-Kolloquiums in aufgeräumter Stimmung. Das belegen auch die angeregten Gespräche abseits der offiziellen Diskussionsrunden während der Kaffeepausen. Von Kapitulation vor den erschwerten Bedingungen kann keine Rede sein. Im Gegenteil. Alte Hasen wie Newcomer nehmen die Herausforderung an.

Zu den Referenten des ersten Sachwerte Kolloquiums zählten: Simon Brunke, Vorstandsvorsitzender Exporo AG. Stefan Klaile, Vorstand Xolaris Service KG. Robert List, Geschäftsführer Asuco Fonds GmbH. Thomas Roth, Geschäftsführer Immac Immobilienfonds GmbH. Werner Klumpe, Rechtsanwälte Klumpe. Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hessen. Christoph Kahl, Geschäftsführender Gesellschafter Jamestown US-Immobilien GmbH. Kai von Ahnen, Leiter Vertrieb, Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG. Wolfgang Dippold, Vorstand Project Investment Gruppe. Wolfgang Kunz, Vertriebsdirektor DNL Real Invest AG. Thomas Kuhlmann, Mitglied des Vorstands Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG. Rainer Juretzek, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kapitalanlagen. Alexander Betz, Vorstand eFonds Solutions AG. Guido Sandler, Vorstand bergfürst AG. Christoph Ludz, Geschäftsführer Dr. Ludz, Finanzvermittlungs- und Vermögensberatungsgesellschaft mbH. Peter Lesniczak, Geschäftsführer iFunded by iEstate GmbH. Horst Hermann, ZBI Vertriebsmanagement GmbH. Daniel Berger, Fachanwalt und Partner der Kanzlei Wirth-Rechtsanwälte. Peter Mair, Geschäftsführer Talonec Business Solutions GmbH.
Der Termin für das kommende Kolloquium steht bereits fest: 21. Februar 2018, wieder am Flughafen München. Weitere Informationen auf www.sachwerte-kolloquium.de

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